DEB-Team kassiert 1:8-Pleite

Eishockey-WM | Vorrunde: Kanada - Deutschland

Kanadas Torhueter Matt Murray pariert den Schuss von Deutschlands Yasin Ehliz am 18.05.2019 in Košice

Die historische Siegesserie endete, aber Deutschland steht im Viertelfinale. Nach dem besten WM-Start seit 1930 mit vier Erfolgen das DEB-Team gegen Kanada mit 1:8 (0:2, 1:2, 0:4), zog jedoch dank US-Schützenhilfe vorzeitig in die K.o.-Runde ein.

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Nach dem 7:1-Sieg der Amerikaner gegen Dänemark war schon knapp zwei Stunden vor dem ersten Bully klar: Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ist nicht mehr von einem der ersten vier Plätze in der Gruppe A zu verdrängen und hat damit neben dem Viertelfinale auch die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2022 endgültig in der Tasche. In den restlichen Vorrundenspielen am Sonntag (16.15 Uhr) gegen die USA und am Dienstag (12.15 Uhr/beide Sport1) gegen Finnland geht es darum, eine möglichst gute Ausgangsposition zu erreichen und dem Titelfavoriten Russland um NHL-Superstar Alexander Owetschkin in der ersten K.o.-Runde aus dem Weg zu gehen.

Goalie Niederberger durfte pausieren

Thomas Chabot (3.), Mark Stone (17., 27. und 39.), Anthony Mantha (44. und 45.), Sam Reinhart (46.) und Anthony Cirelli (54.) besiegelten vor 6510 Zuschauern in der Steel Arena in Kosice die 35. deutsche Niederlage im 38. WM-Duell mit dem Eishockey-Mutterland - und die zehnte in Folge. Der Münchner Yasin Ehliz (39.) traf für die enttäuschende DEB-Auswahl, die zuletzt 1996 in Wien gegen die Ahornblätter gewonnen hatte (5:1). Auf dem Weg zur Silbersensation bei Olympia in Pyeongchang hatte die deutsche Mannschaft Kanada im Halbfinale vor 15 Monaten mit 4:3 besiegt.

Im deutschen Tor stand zum zweiten Mal bei der WM der Nürnberger Niklas Treutle. NHL-Goalie Philipp Grubauer, für den er beim 4:1 gegen Frankreich eingewechselt worden war, fehlte erneut wegen muskulärer Probleme. Der Düsseldorfer Mathias Niederberger, der bislang als Nummer eins überzeugt und maßgeblich zum Viertelfinaleinzug beigetragen hatte, erhielt eine Pause.

Seider fehlte mit Gehirnerschütterung

Zuschauen musste auch Youngster Moritz Seider, der nach dem brutalen Check in die Bande beim 3:2 gegen die Slowakei wegen einer Gehirnerschütterung kürzertreten muss. "Er braucht ein paar Tage, bis er wieder fit ist", hatte Söderholm gesagt: "Da gehen wir kein Risiko ein. Wir reden über einen 18-Jährigen, der 20 Jahre Eishockey vor sich hat. Kein einzelnes Spiel ist so wichtig."

Treutle machte keine gute Figur, wurde von seinen Vorderleuten aber auch im Stich gelassen. Beim frühen Führungstor der Kanadier, als der Düsseldorfer Marco Nowak auf der Strafbank saß, war der Nürnberger noch machtlos. Beim 0:2 sah er dagegen nicht gut aus, als er nach einem Schuss von Darnell Nurse den Puck nach vorne abwehrte. Damit war das Spiel schon früh entschieden, weil Draisaitl und Co. die Zielstrebigkeit vor dem Tor und der Kampfgeist der ersten Spiele fehlten. Immer wieder ließ Treutle die Scheibe nach vorne prallen.

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