Der "ewige" Oka

Torwart Nikolov ist nicht wegen seines Alters ein Dinosaurier

Oka Nikolov ist ein Eintracht-Urgestein. Während andere Fußball-Profis alle paar Jahre den Verein wechseln, steht der aktuell dienstälteste Bundesliga-Torwart seit nunmehr 19 Jahren zwischen den Pfosten in Frankfurt - eine wahre Rarität.

Heute Hamburg, morgen Bayern, dann Madrid und Dubai. Es gibt Fußball-Profis, die ihre Vereine wie die Unterwäsche wechseln - Oka Nikolov dagegen steht für Beständigkeit. Erst letzte Saison hat der 36-Jährige seinen Vertrag bei Eintracht Frankfurt bis 2012 verlängert. Und dabei Angebote aus der US-amerikanischen Major League abgelehnt.

Rhein-Main statt New York


Red Bull New York wollte den Deutsch-Mazedonier in die USA locken. Ebenso der FC Dallas. Doch Nikolov blieb dem Rhein-Main-Gebiet treu. Die Millionen-Metropolen waren nicht sein Ding, dafür fühlt er sich in seinem Wohnort Kleestadt bei Groß-Umstadt zu wohl. Von hier aus fährt er jeden Tag über 40 Kilometer zum Training nach Frankfurt. Doch das macht dem Keeper nichts aus.

Rund 1500 Einwohner hat Kleestadt - die Region New York etwa 19 Millionen. Das ist ein Gegensatz. Aber Nikolov hat sich mit seiner Familie hier niedergelassen, ein Haus gebaut und ist ganz Eintrachtler geworden. Schon seit 1991. Und wenn er am Vertragsende auf über 20 Jahre Eintracht zurückblickt, dann kann er das mit Stolz tun. Nicht viele halten so lange durch. Nikolov befindet sich bei den Frankfurtern in guter Gesellschaft mit Karl-Heinz Körbel. Körbel spielte 19 Jahre für die Eintracht und brachte es auf über 600 Einsätze als Spieler. Das brachte ihm den Ruf des "treuen Charlys" ein. Und Nikolov wird dann wohl zum "treuen Oka".

Treue, die sich gelohnt hat

1991 wechselte er als B-Jugendlicher vom SV Darmstadt 98 zur Eintracht. Jetzt, 19 Jahre später, ist er die Nummer Eins in Frankfurt. Mal wieder. Zwischendurch gab es immer wieder Phasen, in denen er umstritten war. Auf der Linie ist er gut, aber im Herauslaufen sehen seine Kritiker immer wieder Verbesserungspotential. Aber daran arbeitet Nikolov mit Torwarttrainer Menger.

Dass er letzte Saison seinen Vertrag bis 2012 verlängert hat, macht sich bezahlt. Nicht nur finanziell, sondern auch in Form des Erfolges. Die Eintracht steht aktuell in der Tabelle auf einem Europa League-Platz, hat die drittwenigsten Gegentore. Nicht zuletzt ein Verdienst von Oka Nikolov.

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