Der "Hunter" liebt das Toreschießen

Klaas-Jan Huntelaar zu Gast im "aktuellen sportstudio"

Er hat bereits für die besten Vereine Europas Tore geschossen, hält mit 54 Treffern in einer Saison den Torschützen-Weltrekord. Jetzt will Jan-Klaas Huntelaar mit seinen Toren Schalke 04 helfen, endlich den so lange ersehnten Meistertitel zu holen.

Klaas-Jan Huntelaar
Klaas-Jan Huntelaar Quelle: reuters

Mit 28 Jahren hat Huntelaar bereits eine bewegte Vergangenheit mit etlichen Superlativen hinter sich. Ajax Amsterdam präsentierte am 29. Dezember 2006 den mit neun Millionen Euro Ablöse teuersten Inlandtransfer in der niederländischen Ehrendivision. Als Torschützenkönig wechselte Huntelaar im Jahr 2008 zu den Königlichen von Real Madrid.

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Allerdings erfüllte er seinen hochdotierten Vertrag bis 2013 nicht. Nach nur einem halben Jahr als verkannter Edeljoker ging seine Reise weiter - nach Italien. Der AC Mailand kaufte den Niederländer - allerdings saß der ehrgeizige Goalgetter auch dort wieder nur auf der Bank. Im August 2010 schrieb er dann - eher unfreiwillig - erneut Geschichte: Als teuerster Einkauf in der Schalker Vereinshistorie.

Es läuft rund für Huntelaar

Huntelaars Leidenszeit schien endlich ein Ende gefunden zu haben. Doch seine erste Saison in Gelsenkirchen gestaltete sich schwierig. Mangelnde Spielpraxis, fehlende Fitness und das Hick-Hack um Trainer Felix Magath hemmten das Spiel des "Hunters".



Jetzt ist der Weltrekordhalter wieder da - und wie: In den 17 Hinrundenspielen der laufenden Saison traf er bereits 15 Mal. Das bedeutet neuen Schalker Vereinsrekord. Seine elf Tore im eigenen Stadion sind alleinige Ligaspitze. Zudem traf er in den letzten sechs Heimspielen immer mindestens einmal. Will er allerdings seinen Weltrekord knacken, muss sich der Holländer noch etwas strecken. Denn damals, in der Saison 2005/06, traf er in allen offiziellen Partien der gesamten Serie 54 Mal ins Netz.


Doch das ist für den Torjäger letztlich zweitrangig. Gut zu spielen ist sein erstes Ziel: "Es hat viel mit Mentalität zu tun, sich auf hohem Niveau durchzusetzen und dann sein eigenes Niveau konstant hoch zu halten", sagte er vor der 3:0-Klatsche seiner niederländischen Nationalmannschaft gegen Deutschland im November vergangenen Jahres im Interview mit der "Berliner Morgenpost". Sein Motto lautet dementsprechend: "Du darfst nie zufrieden sein." Sollte Schalke dank seiner Trefffer doch noch einmal Meister werden, dann dürfte er es wohl schon sein - zumindest für eine kurze Weile.

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