Der Traum von Olympia

Freestyle-Ski-Disziplin Slopestyle ist 2014 erstmals olympisch

Mehrere Meter hoch über die Sprungschanze, um die eigene Achse und über Kopf gedreht, die Skier über Kreuz, dabei der ständige Wechsel der Farben himmelblau und schneeweiß. Das ist die Welt der Freestyle-Skifahrer Lena Stoffel und Bene Mayr.

Benedikt Mayr
Benedikt Mayr Quelle: imago

Slopestyle, das ist ein Parcours im Schnee, mit verschiedenartigen Sprungschanzen, Geländern, großen Boxen. Die Kunst besteht darin, über diese Hindernisse zu springen oder zu rutschen. Und das am besten spektakulär, mit Drehungen um Längs- und Querachse, mit Griff an den Ski, vorwärts, rückwärts - kurz: in allen Variationen, die die Gesetze der Physik und die körperlichen Fähigkeiten des Freeskiers zulassen. 2014 feiert die Disziplin ihre Premiere bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi/Russland.

Olympia im Fokus

Lena Stoffel und Bene Mayr sind zwei der besten Deutschen im Slopestyle. Beide lieben die Kreativität, die das Freestyle-Skifahren erfordert, die Herausforderung, neue Tricks zu lernen. "Ich möchte zeigen, was alles möglich ist. Ich möchte Dinge tun, die noch keiner vorher auf Skier gemacht hat", erklärt Mayr seine Leidenschaft für den Sport in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung.


Der Münchner entdeckte die Leidenschaft für den Slopestyle, nachdem er sich 2005 auf der Buckelpiste zweimal das Kreuzband riss. Laut Arztaussage war das Skifahren vorbei für den Teenager. Doch Mayr stieg wieder in die Bindungen und versuchte sich auf dem Parcours. Mit Erfolg!

Massentauglichkeit gefragt

Benedikt Mayr
Benedikt Mayr Quelle: imago


Bene, der eigentlich Benedikt heißt, den aber keiner in der Freeski-Szene so nennt, zählt zu Europas Slopestyle-Elite. 2010 wurde er zu Europas Freeskier des Jahres gewählt und erhielt außerdem den Action Sports Award. Mayr sieht Olympia in Sotschi als Chance für das Freestyle-Skifahren: "Unsere Sportart muss massentauglicher werden."


Und sie soll in anderem Licht erscheinen. "Wir haben noch immer das Image, dass alles bei uns sehr locker ist, wir wenig trainieren und viel feiern. Aber das hat mit der Realität wenig zu tun", betont der 22-Jährige gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Der Traum von Sotschi

Auch Lena Stoffel freut sich riesig auf die Winterspiele in Russland. Die 27-Jährige erholt sich noch von einer Knieverletzung. Im März letzten Jahres stürzte sie bei einem Slopestyle-Wettkampf. Kreuzband und Innenband, sowie Meniskus im linken Knie waren gerissen. Die "Grand Dame des Freeskiing", wie sie in der Szene genannt wird, trainiert zwar schon wieder, will ihr Comeback aber nicht überstürzen.


Noch hat die Leutkircherin, die mittlerweile in Innsbruck lebt, den März mit drei Wettbewerben vorsichtig ins Auge gefasst: "Ich lasse das auf mich zukommen und werde nur starten, wenn ich wirklich vollkommen fit bin" (schwaebische.de). Denn ihr Traum ist Sotschi - wenn möglich ohne weitere Verletzungen im Vorfeld.

Video: Lenas Trip nach Indien

Am Samstag sind Lena Stoffel und Bene Mayr zu Gast im "aktuellen sportstudio". Mit Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein reden die Freeskier unter andrem über ihren Sport und die Chancen, die die Olympischen Winterspiele 2014 bringen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet