Der Weltmeister treibt die Karriere voran

Der erste deutsche Champion seit 1993 kommt ins "sportstudio"

Lange haben deutsche Motorrad-Fans auf einen WM-Titel warten müssen, nach 18 Jahren ist es wieder soweit: Stefan Bradl ist Moto2-Weltmeister. Nach einer Saison mit Höhen und Tiefen erfüllte er sich den großen Traum. Und arbeitet schon am nächsten.

Stefan Bradl
Stefan Bradl Quelle: imago

Dabei profitierte Bradl vom Verzicht seines schärfsten Rivalen Marc Marquez, der aufgrund eines medizinischen Startverbots die letzten Rennen verpasste.

Spannung bis zum Schluss


Denn zum Ende der Saison wurde es noch einmal spannend. Nach den ersten sechs Läufen hatte die deutsche Motorrad-Hoffnung schon wie der künftige Weltmeister ausgesehen. Bradl gewann vier Grand Prix und führte die WM-Wertung überlegen an. Marquez dagegen war zu diesem Zeitpunkt noch kein ernsthafter Titelanwärter. Null Punkte standen auf dem Konto des Spaniers.


Doch dann fiel Bradl in ein Loch. Von den folgenden zehn WM-Läufen gewann er keinen einzigen, Marquez dagegen drehte mächtig auf und verdrängte den deutschen Rivalen mit sieben Siegen von der Spitze. Bis zu dem folgenschweren Sturz in Malaysia schien der 19-Jährige auf dem Weg zum WM-Titel nicht mehr aufzuhalten. Doch Bradl nutzte das Pech des Konkurrenten eiskalt aus und überholte Marquez mit zwei zweiten Plätzen wieder in der Gesamtwertung. Am Ende stand sogar der Weltmeister-Titel.

Die Moto-GP ruft


Und der Erfolg bringt Veränderungen mit sich. Denn nach dem Titelgewinn begann der Championin dieser Woche, auf der großen Maschine zu trainieren - und überzeugte bei seinem ersten MotoGP-Ausflug in jeder Hinsicht. Nach zwei anstrengenden Tagen konnte er sich im Mittelfeld der Zeitenliste etablieren. Er fuhr insgesamt 123 Runden und lag am Ende mit seiner Zeit lediglich 2,3 Sekunden hinter Dani Pedrosa zurück. Für einen Neuling in der Königsklasse ein absolut respektables Ergebnis.

Bradl: "Brauche Zeit, es zu realisieren""Es ist auch heute noch ein tolles Gefühl und ich bin noch immer schwer begeistert vom ganzen Arbeitsablauf , nicht nur vom Motorrad" beschreibt Bradl auf seiner Homepage die Tests. "Die ganze Professionalität und wie alles abläuft beeindruckt mich schon, das kann man nur noch mal erwähnen." Und Bradls Vater Helmut plant bereits die nächste Saison: "Es ist klar, dass er bei Kiefer nicht mehr fährt. Er wird im nächsten Jahr MotoGP fahren." Innerhalb der nächsten "acht bis vierzehn Tage" soll laut Bradl senior der neue Vertrag unterschrieben sein, aller Voraussicht nach beim Honda-Satellitenteam LCR, bei dem der Weltmeister bereits die Tests absolviert hatte.

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