Deutschlands goldene Eiskunstlauf-Hoffnung

Savchenko, Szolkowy und Coach Steuer wollen bei Olympia für Furore sorgen

Den EM-Titel verteidigen, dann bei Olympia um Gold laufen: Dem deutschen Eiskunstlaufduo Aljona Savchenko/Robin Szolkowy und dessen Coach Ingo Steuer stehen heiße Wochen bevor. Bevor es ernst wird, stattet das Trio dem "sportstudio" einen Besuch ab.

Eiskunstlauftrainer Ingo Steuer mit Aljona Savchenko und Robin Szolkowy
Eiskunstlauftrainer Ingo Steuer mit Aljona Savchenko und Robin Szolkowy Quelle: dpa

Die Olympischen Winterspiele in Turin 2006 haben Savchenko und Szolkowy nicht in guter Erinnerung. Trainer Ingo Steuer sollte wegen seiner Stasivergangenheit nicht für die Spiele nominiert werden. Er erkämpfte sich zwar per Einstweiliger Verfügung seine Teilnahme - doch das wochenlange Gezerre um den Coach hinterließ bei den Athleten Spuren. Als Medaillenhoffnung nach Turin gereist, mussten sich die Chemnitzer mit einem enttäuschenden sechsten Platz zufriedengeben.

Olympia doch nicht in Gefahr


Bei den Spielen in Vancouver in diesem Februar soll alles anders werden - und dass nicht nur, weil der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) Steuer diesmal ohne Vorbehalt für Vancouver nominiert hat. Savchenko/Szolkowy reisen als amtierende Weltmeister nach Kanada. Und vielleicht haben sie sogar den EM-Titel mit im Gepäck, den sie Ende Januar in Estlands Hauptstadt Tallinn erfolgreich verteidigen wollen - es wäre ihre vierter Titelgewinn in Folge. "Wir sind im Plan", so Steuer, der seine Goldläufer rund um die Weihnachtszeit schonte und geplante Schaulaufen absagte. Auch die Deutsche Meisterschaften ließ das Erfolgs-Trio aus.

Nach einem enttäuschenden dritten Platz beim Grand-Prix-Finale Anfang Dezember in Tokio war ein Rückzug vonnöten. Auch weil Savchenko zuletzt mit dem Verdacht auf Pfeiffer'sches Drüsenfieber erkrankt war. Nach Tagen der Ungewissheit kam am Donnerstag die Entwarnung: es handelte sich lediglich um einen grippalen Infekt. "Der Verdacht hat sich glücklicherweise nicht bestätigt", sagt der Verbandsarzt der Deutschen Eislauf-Union (DEU), Sven Authorsen: "Aljona geht es deutlich besser."

Gold ist das Ziel

Savchenko und Szolkowy laufen seit 2003 zusammen und haben mit Ingo Steuer ihren Erfolgstrainer gefunden. Gemeinsam stiegen die Sachsen nach dem Turiner Desaster in den darauffolgenden Jahren in die absolute Eiskunstlaufelite auf. Drei Europameister- und zwei Weltmeister-Titel zeugen von der Extraklasse des Paares und dem unbedingten Erfolgswillen. Daher ist auch das Ziel für Vancouver klar: Dort will das Duo seiner Karriere die Krone aufsetzen - und beim nächsten Besuch im "sportstudio" olympische Goldmedaillen mitbringen.

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