Diego ist wieder da

Die Bundesliga hat den Trickser aus Brasilien wieder

Die "Zaubermaus" der Bundesliga ist wieder da. Der Brasilianer Diego, der drei Jahre im Werder-Trikot die Fans begeisterte, ist nach einjährigem Italien-Gastspiel zurück in Deutschland - und hat mit seinem neuen Klub VfL Wolfsburg eine Menge vor.

Diego Ribas da Cunha ist der volle Name des kurz vor Transferschluss vom VfL Wolfsburg als Heilsbringer verpflichteten Brasilianers. Doch die Hoffnungen der Verantwortlichen des Deutschen Meister 2008/09 erfüllten sich bislang nicht. Auch im zweiten Spiel unter der Regie des Brasilianers ging das für rund 37 Millionen Euro verstärkte Team leer aus, der klassische Fehlstart in die Saison war mit drei Niederlagen war perfekt.

Hohe Erwartungen


"Kein Punkt nach drei Spielen, das ist nicht normal für solch eine Mannschaft", analysiert der 15 Millionen Euro teure Spielmacher die Lage. Grund zu übermäßiger Sorge sieht der teuerste Bundesliga-Zukauf der diesjährigen Transferperiode jedoch nicht: "Die Situation ist schlecht, könnte aber noch schlechter sein."

Dennoch: "Auch ich spüre den Druck", so der Ex-Bremer, den der Fehlstart und die hohen Erwartungen an seine Person offenbar nicht kalt lassen.

Debüt mit Licht und Schatten

Dabei schien bei seinem Debüt im Wölfe-Dress alles nach Plan zu laufen. Eine tolle erste Halbzeit gegen Mainz gespielt, einen von drei Treffern selbst erzielt und vom begeisterten Publikum gefeiert: Diego schien nahtlos an seine Erfolge mit Werder anzuknüpfen - und Manager Dieter Hoeneß alles richtig gemacht zu haben.Doch es kam anders. Die Mainzer drehten bekanntlich die Partie, gewannen am Ende noch 4:3 und machten die zweite Niederlage in Serie - die erste mit Diego - perfekt. Nach dem unglücklichen 1:2 in München zum Auftakt folgte dann noch das 0:2 in Dortmund. So hatten sich die Wölfe mit ihrem neuen Chefcoach Steve McClaren das nicht vorgestellt.

Traum von der WM 2014

Dabei liegt es weniger an Diego denn an der schwachen Defensiv-Abteilung des VfL. Das Zusammenspiel des Brasilianers mit Stürmerstar Edin Dzeko funktioniert bereits, seine Qualitäten spielt der 25-Jährige gut aus, Eingewöhnungsschwierigkeiten gibt es eigentlich nicht. Dennoch könnte ein Grund für den Fehlstart die Umstellung des Spielsystems vom 4-4-2 auf das ungewohnte 4-2-3-1 sein.

Beim anstehenden Niedersachsen-Derby jedenfalls soll die Wende gelingen, der erste Sieg der Saison ist fest eingeplant. Wenngleich Manager Hoeneß Geduld einfordert: "Wir haben eine neue Mannschaft und einen neuen Trainer. Das braucht Zeit." Zeit, die der ambitionierte VfL eigentlich nicht hat. Denn sollte der VfL seine Ziele nicht erreichen, könnte Diego schon bald wieder weg sein. Denn das große Ziel des kleinen Brasilianers ist die kommende WM im eigenen Land. 2014 will mit Brasilien in seiner Heimat um den Titel spielen. Dafür braucht er internationale Auftritte - und von Champions League und Co. kann der VfL im Moment nur träumen.

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