Dortmund wird Meister!

Die Historie spricht für den BVB

Wenn man die Geschichte der Bundesliga bemüht, so hat die Einstellung des Startrekords von Mainz 05 mit sieben Siegen Folgendes bewirkt: Borussia Dortmund wird Deutscher Meister.

Nachdem einst Bayern München und der 1. FC Kaiserslautern genauso eine Serie hingelegt haben, holte immer der BVB den Titel. So viel zum spekulativen Teil des Ganzen. Aber nach dem 2:0-Sieg der Klopp-Elf gegen die Bayern ist es gut möglich, dass sich die Geschichte wiederholt. Nach einem Fünftel der Saison scheint keine Mannschaft den Mainzern und Dortmundern folgen zu können.

Favoriten hinken hinterher

Trotz aller Bescheidenheit wird das Ganze zu einem simplen Rechenmodell. So hat Mainz 05 zum Beispiel 13 Punkte Vorsprung vor Bayern München. Das heißt: Der Deutsche Meister kann im Optimalfall am zwölften Spieltag die Tuchel-Band einholen. Dafür müssten die 05er aber alle Spiele verlieren.


Die aktuelle Tabellensituation: Mainz liegt neun Punkte vor Leverkusen, zehn vor dem HSV, 13 vor Bayern und Werder, 17 vor Schalke, 18 vor Stuttgart. Und nichts spricht dafür, dass die beiden oben an der Tabellenspitze einbrechen werden.

Individuelle Klasse ergänzt das Kollektiv

Es heißt, die Erfolge seien ein Produkt des Kollektivs und der guten Trainerarbeit. Nun macht auch noch die individuelle Klasse Einzelner den Unterschied. Was ein Holtby, ein Schürrle, ein Szalai bei Mainz an Klasse zeigen, ist beeindruckend. Ähnlich wie in Dortmund ein Nuri Sahin oder der 350.000-Euro-Japaner Kagawa. Spieler, die man auf den versteckten Marktständen entdecken musste, die nicht in den großen Showrooms standen.

Utopie kann Realität werden

Das ist der qualitative Nebeneffekt von Vereinen, die jeden Euro umdrehen müssen. Deren Trainer, die als Spieler nie im Rampenlicht standen, mit Fantasie und eigenen, frischen Ideen die einfache Küche bis zur Perfektion verfeinern.
In Mainz hat das Publikum vor lauter Ehrfurcht noch gar nicht begriffen, was dort geschieht. Man ließ sich maximal zu den Gesängen "Nie mehr Zweite Liga" hinreissen. Europa League, Champions League - das klingt alles noch nach Utopie. Genau wie die Zweite Liga für Schalke oder Stuttgart.

Am 31. dieses Monats, am zehnten Spieltag, spielt Klopp mit dem BVB in der alten Heimat Mainz vor. Wer dieses Spiel besucht, hat möglicherweise den Deutschen Meister 2010/2011 gesehen.

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