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Gladbach und Bayern jubeln - S04 patzt

Fußball-Bundesliga | 16. Spieltag

Borussia Mönchengladbach und Bayern München sind die großen Gewinner des 16. Bundesliga-Spieltages. Gladbach schlug Wolfsburg mit 2:0. Die Bayern feierten in Freiburg einen 3:1-Sieg. Beide verkürzten damit den Abstand zu Spitzenreiter Leipzig.

Fußball-Bundesliga, 18.12.2019, Borussia Mönchengladbach - SC Paderborn: Lars Stindl bejubelt sein Elfmetertor zum 2:0.
Lars Stindl bejubelt sein Elfmetertor zum 2:0
Quelle: reuters/Thilo Schmülgen

Schalke 04 dagegen verpasste es, aus dem 3:3 im Dienstags-Topspiel zwischen Dortmund und Leipzig Kapital zu schlagen. Die Königsblauen mussten beim VfL Wolfsburg mit einem 1:1 zufrieden sein. Der 1. FC Köln machte bei Eintracht Frankfurt aus einem 0:2-Rückstand einen 4:2-Sieg und verließ damit die Abstiegsränge. Hertha BSC setzte im Abstiegskampf ein weiteres Zeichen und gewann bei Bayer Leverkusen 1:0. Am Wochenende hatten die Berliner den SC Freiburg ebenfalls mit 1:0 geschlagen.

Am Dienstag hatten der FC Augsburg und Mainz 05 im Abstiegskampf einen Big Point gelandet, beide gewannen gegen unmittelbare Konkurrenten: Die Augsburger gegen Fortuna Düsseldorf (3:0), die Mainzer bei Werder Bremen (5:0). Die TSG Hoffenheim siegte bei Union Berlin mit 2:0.

SC Freiburg - Bayern München 1:3 (0:1)

Top-Talent Joshua Zirkzee und Nationalstürmer Serge Gnabry haben den FC Bayern München gerade so vor einem vorweihnachtlichen Stimmungsdämpfer bewahrt. Der 18-jährige Niederländer und Gnabry sorgten mit ihren Treffern in der Nachspielzeit beim SC Freiburg für den 3:1 (1:0)-Sieg.

Fußball-Bundesliga, SC Freiburg - Bayern München, 19.12.2019: Thiago (Bayern) im Zweikampf mit dem Freiburger Lucas Holer (links)
Thiago (Bayern) im Zweikampf mit dem Freiburger Lucas Holer (links)
Quelle: reuters/Ralph Orlowski

Der Rekordmeister rückte durch den glücklichen Sieg auf den dritten Platz vor. Mit seinem 221. Bundesliga-Treffer hatte Robert Lewandowski (16. Minute) die Bayern in Führung und sich selbst auf den dritten Platz der ewigen Torschützenliste geschossen.

Mitte der ersten Hälfte stellten die Freiburger auf eine Dreierkette um. Der Hochgeschwindigkeitsfußball der Münchner kam ins Stocken, die Passgenauigkeit ließ zu wünschen übrig. Vincenzo Grifo (59.) bestrafte das mit dem hochverdienten Ausgleich.

Beim Rekordmeister häuften sich Fehler auf Fehler, wohl auch deshalb stärkte Trainer Hansi Flick die Defensive. Der Trainer brachte Martinez für Müller (63.), der kurz zuvor Gelb gesehen hatte. Trotzdem setzten sich die Freiburger immer besser in Szene, doch dann schlugen die Bayern eiskalt zu.

Borussia Mönchengladbach - SC Paderborn 2:0 (0:0)

Borussia Mönchengladbach hat sich mit einem Arbeitssieg gegen den SC Paderborn die Chance auf die erste Herbstmeisterschaft seit 43 Jahren erhalten. Mit dem 2:0 (0:0) gegen den Tabellenletzten schloss das Team von Trainer Marco Rose nach Punkten wieder zu Spitzenreiter RB Leipzig auf. Alassane Plea (46. Minute) und Kapitän Lars Stindl per Foulelfmeter (67.) schossen die Tore.

Die Paderborner machten das, was keinem Gegner gefällt: Hinten dicht stehen und mutig auch mal nach vorn agieren. Die vier Punkte aus den vorangegangenen Auswärtsspielen gegen Borussia Dortmund und Werder Bremen hatten das Selbstvertrauen merklich gestärkt.

Gladbachs Führung fiel 13 Sekunden nach dem Wiederanpfiff  - und das bei Anstoß Paderborn. Vor dem zweiten Borussen-Treffer musste der Videobeweis her. Paderborns Sebastian Schonlau traf Patrick Herrmann mit der linken Hand im Gesicht, Schiedsrichter Robert Kampka entschied nach dem Videostudium auf Elfmeter.

VfL Wolfsburg - Schalke 04 1:1 (0:0)

Der VfL Wolfsburg hat erneut Comeback-Qualitäten bewiesen und nach einem Rückstand gegen den FC Schalke 04 noch einen Punkt geholt. Kevin Mbabu sicherte den Niedersachsen mit seinem Tor in der 82. Minute das 1:1 (0:0) in einem packenden Bundesliga-Duell auf Augenhöhe. Ozan Kabak hatte S04 in der 51. Minute in Führung gebracht.

Drei Tage nach dem kraftraubenden Schalker Sieg in Unterzahl gegen Eintracht Frankfurt und dem nicht minder anstrengenden Last-Minute-Erfolg des VfL gegen Borussia Mönchengladbach merkte man beiden Teams keine Müdigkeit an.

Trotz der Power der Wolfsburger, die sich ein Übergewicht erspielten, versteckten sich die Gäste nicht. Bei Ballgewinnen suchte das Team von Coach David Wagner stets den schnellen Weg nach vorne und kam seinerseits zu Tormöglichkeiten.

Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln 2:4 (2:1)

Eintracht Frankfurt hat die Negativserie in der Bundesliga fortgesetzt. Beim 2:4 (2:1) gegen den 1. FC Köln blieb der Europa-League-Teilnehmer zum sechsten Mal in Folge ohne Sieg. Nicht einmal eine 2:0 Führung - Martin Hinteregger (6. Minute) und Goncalo Paciencia (30.) hatten getroffen - konnte die Eintracht ins Ziel bringen. Jonas Hector (44.), Sebastiaan Bornauw (72.), Dominick Drexler (81.) und Ismael Jakobs (90.) drehten die Partie. Der FC kletterte damit auf Platz 15.

Nachdem die Eintracht zuletzt in den Europapokal- und Bundesligapartien erschöpft und ausgelaugt gewirkt hatte, zeigten sie zunächst wieder Kampfgeist und Aggressivität. Nach dem verheißungsvollen Start schienen die Hessen überlegen. Doch kurz vor dem Pausenpfiff gelang für die bis dato wenig aktiven Kölner aus dem Nichts das 1:2.

Nach dem Wiederanpfiff agierten die Kölner beherzter und zupackender. Der Lohn waren die weiteren Tore gegen eine zunehmend kraftlos wirkende Frankfurter Mannschaft.

Bayer Leverkusen - Hertha BSC 0:1 (0:0)

Jürgen Klinsmann darf nach einem Überraschungssieg gegen seinen alten Kumpel Rudi Völler auf ein sorgenfreies Weihnachtsfest mit Hertha BSC hoffen. Im vierten Spiel unter dem früheren Bundestrainer gewannen die Berliner bei Bayer Leverkusen mit 1:0 (0:0).

18.12.2019, Fußball-Bundesliga, Bayer 04 Leverkusen - Hertha BSC: Leverkusens Lars Bender (l.) und gegen Herthas Marvin Plattenhardt.
Leverkusens Lars Bender (l.) und gegen Herthas Marvin Plattenhardt
Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Partien ist das Tabellen-Mittelfeld für Klinsmann, der mit Leverkusens Sportchef Völler beim WM-Triumph 1990 das Sturmduo der Nationalmannschaft gebildet hatte, in greifbare Nähe gerückt.

Abwehrchef Karim Rekik (64.) erzielte in einem insgesamt schwachen Spiel den Siegtreffer für diszipliniert auftretende Berliner. Leverkusen, das kurzfristig auf die erkrankten Julian Baumgartlinger und Karim Bellarabi verzichten musste, war über weite Strecken überlegen, machte aber zu wenig daraus.

Borussia Dortmund - RB Leipzig 3:3 (2:0)

Nach einer Viertelstunde übernahm Dortmund das Spielgeschehen und ging durch Julian Weigls tückischen Aufsetzer in der 23. Minute verdientermaßen in Front.

Fußball-Bundesliga, Borussia Dortmund - RB Leipzig: Leipzigs Marcel Sabitzer (m.) gegen die Dortmunder Mats Hummels (r.) und Dan-Axel Zagadou
Leipzigs Marcel Sabitzer (m.) gegen die Dortmunder Mats Hummels (r.) und Dan-Axel Zagadou.
Quelle: Guido Kirchner/dpa

Die Sachsen wehrten sich und schnupperten bei einem Schuss von Yussuf Poulsen aus mittlerer Distanz am Ausgleich (32.), ehe Julian Brandt mit einer schönen Aktion auf 2:0 stellte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ließen die Poulsen und Timo Werner gute Möglichkeiten aus, als sie an BVB-Keeper Roman Bürki scheiterten.

Verkehrte Welt zu Beginn der zweiten Halbzeit. Ausgerechnet zwei in der ersten Halbzeit starke Dortmunder legten Timo Werner das 1:2 und 2:2: In der 47. Minute köpfte Bürki den Ball außerhalb des Strafraums in den Lauf von Werner. Sechs Minuten später leistete sich Weigl einen ähnlichen Fauxpas, so dass Werner schon wieder freie Bahn hatte.

Dortmund beeindruckte der Doppelschlag keineswegs und lag schon in der 55. Minute dank Jadon Sancho, der einen schönen Spielzug über rechts abschloss, wieder in Führung. Doch Leipzig zeigte abermals Nehmerqualitäten - und in der 78. Minute schoss der eingewechselte Patrik Schick nach einem schönen Spielzug zum 3:3 ein. Dortmund warf nun alles in die Waagschale, setzte Leipzig unter Druck, Top-Chancen ergaben sich allerdings nicht.

FC Augsburg - Fortuna Düsseldorf 3:0 (1:0)

Der FC Augsburg bleibt dank Philipp Max die Mannschaft der Stunde, Fortuna Düsseldorf stürzt dagegen immer tiefer in die Krise: Das Team von Trainer Friedhelm Funkel verlor beim FCA verdient mit 0:3 (0:1) und kann nach dem sechsten sieglosen Spiel in Serie sogar noch auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen. Dafür müsste der 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt punkten.

Fußball-Bundesliga, 17.12.2019, FC Augsburg - Fortuna Düsseldorf: Philipp Max vom FC Augsburg jubelt nach seinem Tor zum 3:0.
Philipp Max vom FC Augsburg jubelt nach seinem Tor zum 3:0.
Quelle: Tom Weller/dpa

Augsburg dagegen setzte seinen beeindruckenden Lauf fort und kann nach zuletzt 16 Punkten aus sechs Spielen beruhigt dem Vorrundenabschluss mit der Partie bei RB Leipzig entgegenblicken.

Der FCA ging in der 32. Minute durch den überragenden Max, der schon beim jüngsten 4:2 in Hoffenheim zweimal getroffen hatte, in Führung. Die Vorlage kam erneut von Florian Niederlechner, der schon gegen die TSG an allen vier Treffern beteiligt war.

Tin Jedvaj gelang nach Max-Ecke das 2:0 (61.), ehe erneut Max traf (72.). Fortuna-Keeper Zack Steffen patzte dabei aber gehörig. Die Fortuna erwies sich auch bei ihrer sechsten Auswärtsniederlage in dieser Saison als viel zu harmlos.

Union Berlin - TSG Hoffenheim 0:2 (0:0)

Jetzt hat es die Eisernen im eigenen Stadion doch wieder erwischt. Die TSG Hoffenheim zerstörte mit einem 2:0 (0:0)-Sieg den erhofften Rekord des Neulings 1. FC Union, der zuvor im eigenen Stadion vier Mal nacheinander ohne Gegentor gewonnen hatte. Fünf Heimsiege zu Null in Serie hat in der Fußball-Bundesliga noch kein Aufsteiger geschafft.

Ihlas Bebou (56. Minute) und der erst fünf Minuten zuvor eingewechselte Christoph Baumgartner (90.+1) mit ihren Toren für den ersten Dreier der Hoffenheimer seit dem 8. November. Berlins Toptorjäger Sebastian Andersson hatte in der 83. Minute die große Chance zum Ausgleich, vergab aber.

Werder Bremen - Mainz 05 0:5 (0:4)

Fußball-Bundesliga, 17.12.2019, Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05: Der Bremer Leonardo Bittencourt (l.) gegen den Mainzer Pierre Kunde Malong
Der Bremer Leonardo Bittencourt (l.) gegen den Mainzer Pierre Kunde Malong
Quelle: Carmen Jaspersen/dpa

Überragender Spieler beim 5:0 der Mainzer in Bremen war Robin Quaison, der drei Tore erzielte (10., 19. und 38. Minute). Das 2:0 ging auf das Konto von Werder-Torhüter Jiri Pavlenka (15.). Das 5:0 erzielte Jean-Philippe Mateta (82. Minute).

Werder war völlig von der Rolle, präsentierte sich in der Defensive noch wackliger als beim 1:6 in München und nahm kaum am Spiel teil. Mainz, das mit dem 0:4 gegen Dortmund zuletzt ebenfalls eine Klatsche kassierte hatte, hatte hingegen die Zeichen der Zeit offenbar erkannt und setzte auf Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft.

Auch in der zweiten Halbzeit war Mainz 05 das bissigere und engagiertere Team. Nach etwa einer Stunde wurde Bremen einen Tick besser, ohne aber die Mainzer ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Quelle: dpa/SID/heimspiel.de

Sa, 16.01.2021
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Sp.S.U.N.ToreDiff.Pkt.
11899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG22007:346
2FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA22005:146
3Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE21104:224
3RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL21104:224
5SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF21104:314
6Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeldDSC21102:114
7FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC BayernFCB21019:453
8VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB21016:423
9Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC21015:413
10Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB21013:213
11Werder BremenWerder BremenWerderSVW21014:5-13
12Bayer 04 LeverkusenBayer 04 LeverkusenLeverkusenB0420201:102
12VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB20201:102
141. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU20112:4-21
15Borussia MönchengladbachBorussia MönchengladbachM'gladbachBMG20111:4-31
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