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Schalke atmet durch - Nürnberg bleibt Schlusslicht

Fußball-Bundesliga - 18. Spieltag

Mit dem mühsamen 2:1-Arbeitsieg gegen Wolfsburg hat Schalke 04 einen wichtigen Schritt aus dem Tabellenkeller gemacht. Aufsteiger Nürnberg hat sein Heimspiel gegen Hertha BSC mit 1:3 (1:1) verloren und bleibt Schlusslicht der Liga.

Schalkes Torschütze Daniel Caligiuri jubelt über seinen Treffer zum 2:1
Schalkes Torschütze Daniel Caligiuri jubelt über seinen Treffer zum 2:1
Quelle: imago

Schalke - Wolfsburg 2:1 (1:1)

Als Zwölfter sind die Königsblauen zwar noch immer weit von ihren Ansprüchen entfernt und und den Europapokalplätzen entfernt, doch der Abstand auf den Relegationsplatz wuchs auf sieben Punkte. Die Niedersachsen haben trotz der ersten Niederlage seit Anfang November weiter das internationale Geschäft im Blick. Die frühe Schalker Führung durch Caligiuri (8., Foulelfmeter) glich Elvis Rexhbecaj aus (20.). Caligiuri (78.) sicherte den Gastgebern dann mit seinem vierten Saisontreffer den erst vierten Heimsieg der Saison.

Schon vor dem Anpfiff hatte der in die Kritik geratene Tedesco für einen Paukenschlag gesorgt: Fährmann, dienstältester Schalker und seit November 2013 die unumstrittene Nummer eins bei Königsblau, musste auf die Ersatzbank. U21-Nationaltorwart Alexander Nübel, der den 30-Jährigen schon im Herbst während dessen Verletzungspause wegen einer Leistenzerrung vertreten hatte, stand zwischen den Pfosten.

Die Berliner Spieler jubeln über ihren Treffer zum 1:2
Die Berliner Spieler jubeln über ihren Treffer zum 1:2
Quelle: dpa

Vedad Ibisevic brachte die Berliner in der 15. Minute in Führung. Nürnbergs Hanno Behrens gelang drei Minuten vor der Pause der Ausgleich. In der zweiten Halbzeit machte der Slowake Ondrej Duda (50./70. Minute) mit seinem Tore-Doppelpack den Hertha-Erfolg vor 36 112 Zuschauern perfekt. Die Franken konnten einen Tag nach den Niederlagen der direkten Konkurrenten FC Augsburg, VfB Stuttgart und Hannover 96 die schöne Vorlage im Abstiegskampf nicht nutzen. Köllner haderte nach dem Spiel damit, dass beim Schussversuch von Mikael Ishak nach einem weiteren Eckball kein Elfmeterpfiff ertönte (49.). Der Angreifer sei regelwidrig behindert worden.

Die Berliner kletterten durch den Auswärtssieg mit 27 Zählern auf den siebten Platz. Nürnberg ist nach der fünften Niederlage in Serie mit elf Punkten Letzter.

Leipzig - Dortmund 0:1 (0:0)

Leipzigs Marcel Sabitzer und Dortmunds Thomas Delaney kämpfen um den Ball
Leipzigs Marcel Sabitzer und Dortmunds Thomas Delaney kämpfen um den Ball
Quelle: dpa

Ohne seinen verletzten Kapitän Marco Reus siegte der BVB im Abendspiel mit 1:0 in Leipzig und fügte dem Champions-League-Aspiranten damit die erste Heimniederlage der Saison zu. Borussia Dortmund hat durch den Erfolg in Leipzig die erste Attacke des FC Bayern abgewehrt und seine Sechs-Punkte-Führung zum Rückrundenauftakt verteidigt. Den einzigen Treffer der Partie erzielte Axel Witsel in der 19. Minute. Favre schickte Mario Götze in die Sturmspitze, unterstützt durch Maximilian Philipp. Top-Torjäger Paco Alcácer blieb vor 41 939 Zuschauern in der ausverkauften Red Bull Arena erstmal nur eine Platz auf der Ersatzbank. Reus konnte auch nur zuschauen: Er war am Freitag im Training umgeknickt.

Der souveräne Auftritt des BVB hielt noch ein paar Minuten an. Nach einer halben Stunde aber erspielten sich die Leipziger Ballbesitzvorteile. Allerdings ohne große Wirkungen. Die beste Chance verhinderte Werner mit einem zu ungenauen Pass auf Marcel Sabitzer in aussichtsreichster Position (30.). Die Borussen standen nun schwer unter Druck. Zeit für Favre, nun auch Alcácer zu bringen. Für den Spanier reichte es aber nur noch für einen Abseits- und kurz vor Schluss für einen Lattentreffer. Den Ausgleich vergab dann Matheus Cunha in der Nachspielzeit.

Leverkusen - Gladbach 0:1 (0:1)

Das Debüt von Peter Bosz auf der Trainerbank von Bayer Leverkusen ist voll daneben gegangen. 406 Tage nach seiner Entlassung bei Borussia Dortmund kassierte der Nachfolger von Heiko Herrlich bei seinem Bundesliga-Comeback mit der Werkself eine schmerzliche 0:1 (0:1)-Niederlage im rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Der Franzose Alassane Plea (37.) machte mit seinem zehnten Saisontreffer den dritten Auswärtserfolg der Fohlen in dieser Saison perfekt, durch den Platz drei zementiert wurde. Während die Gladbacher auf Champions-League-Kurs blieben, rückt der Europacup für Bayer nach der fünften Heimpleite in dieser Spielzeit wieder in weite Ferne.

Bayer Leverkusens Kevin Volland im Duell mit Gladbachs Michael Lang
Bayer Leverkusens Kevin Volland im Duell mit Gladbachs Michael Lang
Quelle: Reuters

Im 74. Westderby setzte der niederländische Coach von Bayer auf das erwartete 4-3-3-System mit fünf sehr offensiv ausgerichteten Spielern, Karim Bellarabi und die Bender-Zwillinge rückten wieder in die Startelf. Im dritten Duell beider Teams binnen fünf Monaten setzten die Gastgeber ihre neue Offensivausrichtung sofort um und trugen bereits nach 19 Sekunden über Bellarabi den ersten Angriff vor. Mit hoch stehenden Außenverteidigern und schnellen Kombinationen über die Außenpositionen setzten die Leverkusener die Gäste von Beginn an unter Druck. Die besten Möglichkeiten ergaben sich für Bayer allerdings aus Distanzschüssen.

Frankfurt - Freiburg 3:1 (3:0)

Pokalsieger Eintracht Frankfurt kann sich auch im neuen Jahr auf sein "magisches Dreieck" verlassen. Sebastien Haller (36.), Ante Rebic (39.) und Luka Jovic (45.) sorgten am Samstag im Verbund für einen nie gefährdeten 3:1 (3:0)-Sieg gegen den SC Freiburg. Die Hessen kletterten dank ihrer Top-Stürmer, die zusammen inzwischen auf 29 Saisontore kommen, zumindest vorübergehend auf Platz fünf. Daran änderte auch der Gegentreffer durch Nils Petersen (69.) nichts.

Schon in der Anfangsphase erarbeitete sich die Mannschaft von Eintracht-Trainer Adi Hütter vor 49.200 Zuschauern Vorteile, Freiburg beschränkte sich auf die Defensive und lauerte auf Konter. Haller, Jovic und Rebic sorgten immer wieder für Gefahr in der Freiburger Hälfte. Den ersten gefährlichen Torschuss des Spiels gab aber SC-Stürmer Florian Niederlechner ab (29.).

Stuttgart - Mainz 2:3 (0:2)

Der VfB Stuttgart hat den Auftakt in die Rückrunde verpatzt. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl unterlag nach einer insgesamt äußerst dürftigen Leistung dem überzeugenden FSV Mainz 05 mit 2:3 (0:2) und begann das neue Jahr damit so, wie das alte endete - mit einer Niederlage. Jean-Paul Boetius (22.), Jean-Philipp Mateta (28.) und Alexander Hack (72.) schossen die lange Zeit souveränen Mainzer in Führung, die in einer turbulenten Schlussphase doch noch in Gefahr geriet.

Zunächst verkürzte Nicolas Gonzalez (83.) in der Schlussphase, dann erzielte Marc Oliver Kempf (85.) den Anschluss. Anastasios Donis (86.) verpasste unmittelbar danach mit seinem Pfostentreffer den Ausgleich.

Augsburg - Düsseldorf 1:2 (0:1)

Fortuna Düsseldorf hat auch im neuen Jahr seine Siegesserie in der Liga fortgesetzt. Der Aufsteiger gewann das Kellerduell zum Rückrundenauftakt beim FC Augsburg mit 2:1 (1:0), feierte den vierten Sieg in Folge und ließ die Vertrags-Posse um Trainer Friedhelm Funkel hinter sich. Die Augsburger schlittern hingegen immer tiefer in die Krise, die Mannschaft von Trainer Manuel Baum wartet seit bereits neun Spielen auf einen Sieg. Marvin Ducksch brachte die Fortuna per Kopf in Führung (45.), Jonathan Schmid (64.) gelang per Freistoß der zwischenzeitliche Ausgleich, ehe Benito Raman (89.) zum viel umjubelten Sieg traf.

Für Düsseldorf (21 Punkte) ist der Sieg ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf, während Augsburg (15 Zähler) weiter im Keller feststeckt.

Trainer-Stimmen zum 18. Spieltag

Hannover - Bremen 0:1 (0:1)

Heimpleite zum Jubiläum: Nach einer 0:1 (0:1)-Niederlage gegen Werder Bremen im 1000. Bundesligaspiel geht die sportliche Talfahrt von Hannover 96 ungebremst weiter. Die Niedersachsen blieben zum siebten Mal in Folge sieglos und sind in dieser Verfassung ein klarer Abstiegskandidat. Mit den nun folgenden schweren Aufgaben bei Herbstmeister Borussia Dortmund und gegen RB Leipzig werden die Herausforderungen wahrlich nicht einfacher. Die Gäste hingegen fuhren einen verdienten Auswärtssieg ein und unterstrichen ihre Ambitionen auf die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb. Für den Treffer des Tages sorgte Milot Rashica, der in der 32. Minute eine sehenswerte Kombination aus kurzer Distanz abschloss.

Vor 44.300 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften WM-Arena am Maschsee enttäuschten die Platzherren auf ganzer Linie. Die Langzeitverletzten Niclas Füllkrug und Ihlas Bebou wurden schmerzhaft vermisst.

dpa/sid

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