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FC Bayern bleibt an Dortmund dran

Fußball-Bundesliga - 19. Spieltag

RB Leipzig hat die Siegesserie von Fortuna Düsseldorf gestoppt. Das Team siegte zum Abschluss des 19. Spieltags in der Fußball-Bundesliga 4:0 in Düsseldorf und festigte damit den vierten Tabellenplatz. Zuvor hat Bayern München seine Aufholjagd mit einem Pflichtsieg fortgesetzt: Der FCB kam gegen den VfB Stuttgart zu einem 4:1, hatte aber lange Zeit mehr Mühe als erwartet. Der Spieltag im Überblick.

Alexander Esswein und David Alaba in Aktion
Alexander Esswein und David Alaba
Quelle: reuters

Fortuna Düsseldorf - RB Leipzig 0:4 (0:3)

RB Leipzig jubelt über den Sieg
Quelle: ZDF

Die Siegesserie von Fortuna Düsseldorf ist jäh beendet worden. Mit dem 0:4 (0:3) gegen RB Leipzig musste die Aufsteigermannschaft von Trainer Friedhelm Funkel nach zuletzt zwölf Zählern aus vier Begegnungen zum Abschluss des 19. Spieltags der Fußball-Bundesliga erstmals wieder Punkte abgeben - und das auf bittere Art und Weise.

Die einseitige Begegnung am Sonntagabend war früh entschieden. Nach 83 Sekunden erzielte der Däne Yussuf Poulsen vor 34.394 Zuschauern das 1:0. Für den 19-jährigen Franzosen Ibrahima Konaté war das 2:0 (9. Minute) der Liga-Premierentreffer. Poulsen legte sieben Minuten später nach. Der Österreicher Konrad Laimer (68.) machte die höchste Saison-Heimniederlage der Gastgeber perfekt. Die Sachsen sind nun mit 34 Punkten Tabellenvierter, die Fortuna nimmt mit 21 Zählern weiter Position 14 ein.

FC Bayern München - VfB Stuttgart 4:1 (1:1)

Der FC Bayern hat im Titelrennen seine Pflicht erfüllt. Die Münchner bleiben durch das 4:1 (1:1) gegen den abstiegsbedrohten VfB Stuttgart auf Schlagdistanz zu Spitzenreiter Borussia Dortmund. Am Tag nach dem 5:1-Erfolg der Dortmunder gegen Hannover büßten die Bayern nur wenig an Boden beim Torverhältnis auf den sechs Punkte entfernten BVB ein.

Thiago (5. Minute), ein Eigentor von VfB-Kapitän Christian Gentner nach einem Schuss von Serge Gnabry (55.) und Leon Goretzka per Kopf (71.) brachten die Bayern auf Kurs. Robert Lewandowski scheiterte mit einem Strafstoß (65.), traf dann aber doch noch zum 4:1-Endstand (84.). Anastasios Donis (26.) ließ die Gäste nur zwischenzeitlich auf eine Überraschung hoffen. Nach den Hinrunden-Patzern zu Hause gegen Augsburg (1:1), Freiburg (1:1) und Düsseldorf (3:3) hatten die Münchner im ersten Heimspiel der Rückrunde anfänglich mehr Mühe als erwartet. Im zweiten Durchgang wurde es dann aber doch eine klare Angelegenheit.

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 2:2 (1:1)

Werder Bremen hat nach einer starken Vorstellung einen wichtigen Sieg im Kampf um Europa verpasst. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt kam gegen Eintracht Frankfurt in einer unterhaltsamen Partie am Ende nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Maximilian Eggestein (27.) und Martin Harnik (52.) hatten die Hanseaten zunächst in Führung gebracht, Ante Rebic (35.) und Sebastien Haller (68., Handelfmeter) glichen für die Gäste aus Hessen noch aus.

Trotz des Punktgewinns rutschte Werder in der Tabelle auf Rang elf ab, hat aber nur zwei Zähler Rückstand auf Platz sechs. Ein Sieg für die Hausherren wäre möglich gewesen - doch Werder ließ zu viele Möglichkeiten liegen und patzte zudem in Person von Ludwig Augustinsson. Der Schwede verschuldete mit einem unnötigen Handspiel den Elfmeter für die Eintracht. In der hektischen Schlussphase wurde Werder-Coach Kohfeldt auf die Tribüne verbannt. Das Team von Adi Hütter kletterte auf Platz vier und zog nach Punkten mit RB Leipzig gleich, die Sachsen spielen am Sonntag aber noch bei Fortuna Düsseldorf.

Borussia Dortmund - Hannover 96 5:1 (1:0)

Dortmunds Achraf Hakimi (R) und Julian Weigl jubeln über ihr Tor zum 1:0
Achraf Hakimi (r.) und Julian Weigl
Quelle: dpa

Für Trainer Andre Breitenreiter wird die Lage beim kriselnden Fußball-Bundesligisten Hannover 96 immer prekärer. Die Niedersachsen stecken nach dem 1:5 (0:1) beim Spitzenreiter Borussia Dortmund am 19. Spieltag im Tabellenkeller fest, der BVB baute unterdessen die Führung auf Verfolger Bayern München zumindest für 24 Stunden auf neun Punkte aus. Die Tore für die in der zweiten Hälfte wie entfesselt aufspielenden Dortmunder erzielten Achraf Hakimi (24.), Marco Reus (60.), Mario Götze (62.), Raphael Guerreiro (67.) und Axel Witsel (90.). Für die 96er traf Marvin Bakalorz (86.).

Die Verantwortlichen in Hannover hatten bereits vor dem Spiel ein klares Bekenntnis zu Breitenreiter verweigert. Der Klub sei nach sieben Spielen ohne Sieg "nicht in der Lage, Perspektiven" über das Spiel in Dortmund "hinaus zu geben", hatte 96-Manager Horst Heldt gesagt.

Die Trainerstimmen zu den Spielen

Bor.Mönchengladbach - FC Augsburg 2:0 (0:0)

Borussia Mönchengladbach hat dank Oscar Wendt und Joker Patrick Herrmann seinen Höhenflug fortgesetzt und einen Uralt-Rekord geknackt. Das Team von Trainer Dieter Hecking bezwang Kellerkind FC Augsburg verdient mit 2:0 (0:0) und feierte seinen zwölften Heimsieg in Folge. Eine solch makellose Serie war der Borussia bislang nur 1983/84 unter Jupp Heynckes gelungen. Der Schwede Wendt (78.) und der eingewechselte Herrmann (90.+3) erlösten mit ihren späten Toren die Borussia, die in einer einseitigen Begegnung klar überlegen war. Wendt traf in seinem 184. Bundesligaspiel für die Borussia, damit avancierte er zum ausländischen Rekordspieler des Klubs vor Filip Daems (183) und Allan Simonsen (178). Vor der Pause war Jonas Hofmann zudem mit einem Foulelfmeter am überragenden FCA-Schlussmann Gregor Kobel gescheitert (43.).

Mit 39 Punkten hat die Fohlenelf weiter die Champions League im Visier, mehr Zähler hatte Gladbach zu diesem Zeitpunkt zuletzt in der Meistersaison 1976/77 auf dem Konto. Augsburg steckt derweil tief im Abstiegskampf, nach zehn Spielen ohne Sieg könnte es auch für Trainer Manuel Baum langsam ungemütlich werden.

SC Freiburg - TSG Hoffenheim 2:4 (1:1)

Pascal Stenzel aus Freiburg und Joelinton aus Hoffenheim im Zweikampf am 26.01.2019 in Freiburg
Die TSG dominierte die Zweikämpfe wie hier Joelinton (r) gegen Pascal Stenzel
Quelle: imago

Die TSG Hoffenheim kann doch noch gewinnen und hat die Europacup-Plätze wieder im Visier. Die Kraichgauer setzten sich 4:2 (1:1) im badischen Duell beim SC Freiburg durch. Damit feierte die TSG den ihren ersten Sieg nach sieben Partien ohne Dreier. Der scheidende Trainer Julian Nagelsmann konnte die "Lahme-Ente-Debatte" durch den Erfolg erst einmal beenden.

Der Kroate Andrej Kramaric (59./Foulelfmeter und 72.), der Brasilianer Joelinton (19.) und Kerem Demirbay (85.) trafen für die Kraichgauer, die zum ersten Mal seit über neun Jahren wieder in Freiburg gewinnen konnten. Lucas Höler (42.) und der eingewechselte Florian Niederlechner (77.) waren für Freiburg erfolgreich. Die Gastgeber mussten auf Vincenzo Grifo verzichten. Der 25 Jahre alte italienische Nationalspieler, der von der TSG an den SC ausgeliehen ist, durfte aufgrund der Leihmodalitäten nicht auflaufen. Zudem fehlten den Freiburgern Nicolas Höfler, Florian Kath, Brandon Borrello, Tim Kleindienst und Roland Sallai.

FSV Mainz 05 - 1. FC Nürnberg 2:1 (1:1)

Die Krise von Aufsteiger 1. FC Nürnberg hat sich erneut verschärft. Das 1:2 (1:1) beim FSV Mainz 05 am Samstag war für die Franken bereits die sechste Niederlage in Serie, sie bleiben damit auf dem letzten Tabellenplatz und müssen mehr denn je den neunten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga fürchten. Vor 22 005 Zuschauern trafen Daniel Brosinski (12. Minute/Foulelfmeter) und Robin Quaison (73.) für die 05er. Nürnberg war zwischenzeitlich der Ausgleich durch Georg Margreitter (43.) gelungen. Das Team von Sandro Schwarz rückt bis auf einen Punkt an die internationalen Ränge heran.

Die Nürnberger mussten in Mainz auf den weiterhin verletzten Robert Bauer sowie den kranken Verteidiger Lukas Mühl verzichten. Der immer noch optimistische Trainer Michael Köllner setzte auf ein offensives 4-3-3-System mit Adam Zrelak in der Sturmspitze.

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 0:3 (0:1)

Der neue Trainer Peter Bosz hat mit seinem Offensivfußball den ersten Erfolg mit Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga gefeiert. In einer attraktiven Begegnung setzten sich die Rheinländer mit 3:0 (1:0) beim VfL Wolfsburg durch und unterstrichen damit ihre Ambitionen, nach einer verkorksten Hinrunde doch noch in einen europäischen Wettbewerb einzuziehen. Am nasskalten Samstag trafen Kai Havertz (45., Foulelfmeter), Kevin Volland (62.) und Julian Brandt (88.) in der mit 21.736 Zuschauern nur gut zur Hälfte besetzten Volkswagen-Arena. Für den VfL war es die zweite Niederlage im zweiten Rückrundenspiel.

Die Gäste präsentierten sich als die aktivere und mutigere Mannschaft. Bosz, der die gleiche Startformation wie bei der 0:1-Niederlage zum Rückrundenstart gegen Borussia Mönchengladbach brachte, ließ seine Elf weit vorn attackieren. Daraus entwickelten sich zahlreiche gefährliche Situationen. Insbesondere der ehemalige deutsche Nationalspieler Karim Bellarabi kam immer wieder zum Abschluss. Allein im ersten Abschnitt brachte es der Linksaußen auf ein halbes Dutzend Torschüsse, von denen einer an die Latte schlug (5.).

Hertha BSC - Schalke 04 2:2 (2:2)

Trotz zweimaliger Führung haben der FC Schalke 04 und Trainer Domenico Tedesco den nächsten großen Befreiungsschlag verspielt. Im eisig kalten Olympiastadion kam der Revierklub bei Hertha BSC am Freitagabend nur zu einem unglücklichen 2:2 (2:2) und blieb damit zumindest erstmals in dieser Bundesliga-Saison drei Spiele in Serie ungeschlagen.

In einer hart geführten Partie bei Minustemperaturen ließen Jewgeni Konopljanka (17. Minute) und Nationalspieler Mark Uth (44.) die Gäste jeweils auf den dritten Sieg nacheinander hoffen. Herthas Leihprofi Marko Grujic (39.) nach einem Traumkonter und Kapitän Vedad Ibisevic (45.+4) glichen vor 43 027 Zuschauern jedoch zweimal für die Berliner aus. Nach gut einer Stunde verhinderte der von Tedesco zum Stammkeeper beförderte Alexander Nübel gegen Davie Selke die endgültige Wende. Schalke bleibt damit sechs Punkte hinter den Herthanern, die durch das Remis den Kontakt zu den internationalen Plätzen halten.

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