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Kein Sieger bei Wolfsburg - Frankfurt

Fußball-Bundesliga | 30. Spieltag

Eintracht Frankfurt hat vier Tage nach dem Einzug in das Halbfinale der Europa League die Euphorie nicht zu einem Auswärtssieg in der Fußball-Bundesliga nutzen können. Im erneut von Fanprotesten begleiteten Montagsspiel trennte sich die Eintracht 1:1 (0:0) vom gastgebenden VfL Wolfsburg.

Daniel Ginczek (r) und David Abraham kämpfen um den Ball
Daniel Ginczek (r) und David Abraham
Quelle: dpa

Bereits am Ostersonntag ließ der BVB beim SC Freiburg nichts anbrennen und siegte 4:0. "Wir wollen bis zum Ende den Druck hochhalten auf Bayern", sagte Dortmunds Kapitän Marco Reus. Im Abendspiel am Ostersonntag trennten sich Hertha und Hannover torlos. Hinter dem BVB ist RB Leipzig nach dem 2:1-Sieg bei Borussia Mönchengladbach der Champions-League-Platz so gut wie sicher.

Der FC Augsburg feierte mit dem neuen Trainer Martin Schmitt ein 6:0 über den VfB Stuttgart, der sich danach von Trainer Markus Weinzierl trennte. Niederlagen kassierten auch die Konkurrenten des VfB Stuttgart: Der FC Nürnberg verlor bei Bayer Leverkusen 0:2, und Schalke 04 erlebte im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim ein 2:5-Debakel. Den Klassenerhalt sicher hat der FSV Mainz, der gegen Fortuna Düsseldorf 3:1 gewann.

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 1:1 (0:0)

Die Europa-League-Helden von Eintracht Frankfurt waren noch müde, doch die Königsklasse bleibt für sie zum Greifen nah. Der Bundesliga-Vierte hat sich mit viel Kampf und wenig Spielkultur beim VfL Wolfsburg ein 1:1 (0:0) erarbeitet und den Vorsprung auf den direkten Verfolger Borussia Mönchengladbach auf zwei Zähler ausgebaut. "Es überwiegt die Enttäuschung, weil wir das Gegentor so spät bekommen haben. Das darf so nicht passieren. Wir waren natürlich etwas müde. Vielleicht hilft uns der Punkt am Ende", sagte Eintracht-Torhüter Kevin Trapp bei Eurosport.

Vier Tage nach dem Viertelfinaltriumph gegen Benfica Lissabon waren allerdings viele Aktionen der Gäste vom Zufall geprägt. Aber auch bei den Niedersachsen waren lange kaum taktische Strukturen zu erkennen. Die Hessen gingen vor 26.102 Zuschauern durch den eingewechselten Jonathan de Guzman (78.) in Führung, John Anthony Brooks (90.) gelang der verdiente Ausgleich.

Hertha BSC - Hannover 96 0:0

Beim qualitätsarmen und lange trostlosen 0:0 am Ostersonntag in Berlin bewiesen beide Teams eindrucksvoll, warum sie die derzeit formschwächsten Mannschaften der Fußball-Bundesliga sind.

Stockfehler, ungenaue Pässe, Missverständnisse - nach einer ordentlichen Anfangsphase boten beide Teams vor 38.916 Zuschauern ein fußballerisches Spiegelbild ihrer derzeitigen Lage. Hertha hatte mehr Spielanteile, ohne dies gegen tief stehende Gäste konsequent zu nutzen.

Mit dem ersten Punktgewinn nach zuvor acht Niederlagen nacheinander verhinderte Hannover zwar die Einstellung des vereinseigenen Negativrekords. Das Team von Trainer Thomas Doll liegt aber weiter sechs Zähler hinter dem VfB Stuttgart und dem Relegationsplatz.

SC Freiburg - Borussia Dortmund 0:4 (0:1)

Torschütze Jadon Sancho bejubelt mit Marco Reus das Tor zum 1:0
Torschütze Jadon Sancho bejubelt mit Marco Reus das Tor zum 1:0
Quelle: dpa

Die Freiburger machten über weite Strecken das Spiel. Das war aber zu wenig gegen den BVB, der dank seiner Effizienz gewann. Die Tore für die Dortmunder erzielten Jadon Sancho (12.), Marco Reus (54.), Mario Götze (79.) und Paco Alcacer mit einem Elfmeter in der 87. Minute.

Nach reichlich Leerlauf bis zum Seitenwechsel waren die Freiburger in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs die gierigere Mannschaft. Für den Ausgleich mangelte es allerdings an der Kaltschnäuzigkeit, die auf der anderen Seite der BVB zeigte.

Nach dem 0:2 starteten die Freiburger nur noch wenige Angriffe, weil Dortmund entweder den Ball durch die eigenen Reihen kombinierte oder bei gegnerischem Ballbesitz vor dem eigenen Strafraum die Räume mit zwei Viererketten extrem verengte.

FC Augsburg - VfB Stuttgart 6:0 (3:0)

Stuttgarts Trainer Markus Weinzierl
Markus Weinzierl musste nach dem 0:6 in Augsburg gehen.
Quelle: dpa

Mit einem blamablen Auftritt hat der VfB Stuttgart einen neuen Tiefpunkt im Abstiegskampf erreicht und die wohl letzte Chance auf den direkten Klassenverbleib verspielt. Im Schwaben-Derby beim FC Augsburg kassierten die Stuttgarter ein 0:6 - für den VfB war es die höchste Niederlage seit einem 0:6 bei Werder Bremen im November 1985.

Die Augsburger feierten indes den höchsten Bundesliga-Sieg der Vereinshistorie. Rani Khedira (11.) und André Hahn (18.) eröffneten den Torreigen, mit zwei Doppelpacks schraubten Philipp Max (29./58.) und Marco Richter (53./68.) das Ergebnis in die Rekordhöhe.

Der FCA zeigte eine tadellose Vorstellung, gewann die wichtigen Zweikämpfe und kam mit der Schmidt-Taktik - schnörkellosem und schnellem Konterfußball - zum Ziel. Direkt absteigen kann Augsburg damit nicht mehr. Und auf den Relegationsplatz haben die bayerischen Schwaben nun zehn Punkte Vorsprung.

Schalke 04 - TSG 1899 Hoffenheim 2:5 (0:2)

1899 Hoffenheim und der scheidende Trainer Julian Nagelsmann greifen die Königsklassen-Plätze an. Schalke 04 bleibt nach der zehnten Saison-Heimniederlage beim peinlichen 2:5 (0:2) gegen die Kraichgauer indes weiter in Abstiegsgefahr.

S04 bleibt nach den Gegentreffern durch Ishak Belfodil in der 25. Minute, Andrej Kramaric (45.), Adam Szalai (65.), Nadiem Amiri (73.) und erneut Belfodil (80.) bei 27 Zählern Fünfzehnter. Für Schalke traf Daniel Caligiuri per Foulelfmeter zum 1:2 (60.). Guido Burgstaller (90.) setzte den Schlusspunkt zum 2:5.

Borussia Mönchengladbach - RB Leipzig 1:2 (0:1)

Leipzigs Marcel Halstenberg setzt sich gegen Gladbachs Tobias Strobl durch und trifft zum 2:0
Leipzigs Marcel Halstenberg (r.) traf gegen Gladbach doppelt.
Quelle: dpa

RB Leipzig hat einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation gemacht und Borussia Mönchengladbach im Rennen um die Europapokalplätze einen Dämpfer verpasst.

Die Sachsen gewannen am Samstagabend 2:1 (1:0) bei den Borussen. Leipzig liegt bei noch vier ausstehenden Bundesliga-Partien auf Rang drei bereits zehn Punkte vor den viertplatzierten Gladbachern. Marcel Halstenberg brachte die Gäste in der 17. Minute per Foulelfmeter in Führung und erhöhte acht Minuten nach der Pause auf 2:0. Die Gastgeber kamen durch Alassane Pléa in der 61. Minute nur noch zum Anschluss.

Bayern München - Werder Bremen 1:0 (0:0)

Bremen erwies sich als der erwartet unangenehme, weil gut organisierte Gegner. Die Werder-Raute im Mittelfeld zog sich bei gegnerischem Ballbesitz zu einer zweiten Viererkette zusammen, indem sich Spielmacher Maxi Eggestein fallen ließ. Auf diese Weise verdichtete der Gast geschickt die Räume im Zentrum. Über Außen fehlte den Bayern die Präzision, anfangs brachten Serge Gnabry und Kingsley Coman ihr Tempo zu wenig zielführend ein.

Auf der anderen Seite kam Bremen gegen zumindest ballsichere Bayern nur sehr selten in Umschaltsituation. Die Abwehr mit Torwart Sven Ulreich und Jerome Boateng, die die verletzten Manuel Neuer und Mats Hummels ersetzten, wurde deshalb kaum geprüft.

In der zweiten Halbzeit erhöhte der Rekordmeister die Schlagzahl und profitierte auch von der Gelb-Roten Karte für Bremens Abwehrspieler Milos Veljkovic in 58. Minute. Das Tor des Tages erzielte Niklas Süle (75.) mit einem von Davy Klaassen abgefälschten Distanzschuss.

Bayer Leverkusen - 1. FC Nürnberg 2:0 (0:0)

Bayer Leverkusen bleibt nach dem Sieg über Nürnberg im Rennen um die Europaplätze – und der Club ist dank Stuttgarts Niederlage noch immer nicht verloren.

Eine Stunde lange hielten die Nürnberger mit einer ultradefensiven Spielweise das 0:0 gegen haushoch überlegene, aber umständliche Leverkusener. Dann trafen der eingewechselte Lucas Alario (61. Minute) und Kevin Volland (86.).

Für Bayer heißt es derweil unter Trainer Peter Bosz weiter alles oder nichts: Von 13 Spielen endete noch keines unentschieden; acht wurden gewonnen, fünf verloren.

Mainz 05 - Fortuna Düsseldorf 3:1 (1:1)

Die Mainzer Karim Onisiwo und Jean-Philippe Mateta jubeln nach dem Treffer zum 2:1
Die Mainzer Karim Onisiwo und Jean-Philippe Mateta jubeln nach dem Treffer zum 2:1
Quelle: dpa

Der FSV Mainz 05 hat nach dem 3:1 (1:1) gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf mit dem Abstiegskampf endgültig nichts mehr zu tun. Jean-Philippe Mateta mit (1./87. Minute) und Karim Onisiwo (67.) erzielten die Mainzer Tore. Dodi Lukebakio (19.) traf für Düsseldorf zum 1:1.

In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften einen munteren Schlagabtausch. Nach dem Wechsel passierte erst einmal nichts. Mainz fiel in der Offensive kaum noch etwas ein und wäre dafür fast bestraft worden, als Lukebakio in der 58. Minute einen Handelfmeter an den Pfosten setzte. Kurz darauf rettete FSV-Verteidiger Giulio Donati nach einem Kopfball von Andre Hoffmann auf der Linie. Erst danach erwachten die Hausherren aus ihrer Lethargie.

Der Spieltag im Liveticker

Sa, 16.04.2022
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1899 Hoffenheim
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SpVgg Greuther Fürth
Gr. Fürth
SGF
Sp.S.U.N.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC BayernFCB13101242:132931
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB13100333:191430
3Bayer 04 LeverkusenBayer 04 LeverkusenLeverkusenB041373328:181024
4SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF1364319:13622
51899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG1362527:20720
61. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU1355320:19120
7VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB1362515:17-220
8RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL1353524:16818
91. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M051353517:14318
101. FC Köln1. FC KölnKölnKOE1346322:22018
11Borussia MönchengladbachBorussia MönchengladbachM'gladbachBMG1353518:18018
12Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE1346316:17-118
13VfL BochumVfL BochumBochumBOC1351712:20-816
14Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC1342713:27-1414
15VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB1334618:23-513
16FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA1334612:22-1013
17Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeldDSC131669:19-109
18SpVgg Greuther FürthSpVgg Greuther FürthGr. FürthSGF13011211:39-281
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