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VfL Wolfsburg: Von Umbruch zu Umbruch

Bundesliga: Abendspiel am 27. Spieltag

Drei Trainer in einer Saison, kein Konzept in Sicht: Der VfL Wolfsburg irrt vor dem Abendspiel des 27. Spieltags gegen Schalke 04 durch die Saison und versucht, an Bruno Labbadia Halt zu finden.

Bruno Labbadia
Bruno Labbadia
Quelle: reuters

Der neue Cheftrainer ist zum Meinungsführer eines Vereins aufgestiegen, in dessen Führungsetage akuter Handlungsbedarf besteht. Die deutlichsten Worte kommen vom neuen Trainer. Er ist schon der dritte seiner Art in dieser Saison. „Offenbar hat man nicht erkannt, wo man ist“, sagt Bruno Labbadia über die Lage des VfL Wolfsburg. Im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr) versucht der neue Cheftrainer der Niedersachsen, im vierten Anlauf den ersten Sieg. Ein solcher Erfolg wäre ein Lebenszeichen von Mannschaft und Verein, die gleichermaßen einen desolaten Eindruck hinterlassen. Dass Wolfsburg trotz traumhafter Rahmenbedingungen wie in der Vorsaison um den Klassenerhalt bangen muss, gehört zu den größten Merkwürdigkeiten, die die Fußball-Bundesliga derzeit zu bieten hat.

Zukunft von Rebbe ungewiss

Die Stimmung ist im Keller, die Liste der verletzten Spieler erschreckend lang. Zudem wird immer offensichtlicher, dass den VfL Wolfsburg ein grundlegendes Problem plagt. Mit Hilfe von Sportdirektor Olaf Rebbe, über dessen Zukunft munter spekuliert wird, sollte ein Umbruch gelingen. Aber mit welcher Strategie? Wohin will oder soll der vom Volkswagen-Konzern gesteuerte Verein? Antworten darauf fehlen. Rebbe agiert verunsichert und gibt kein gutes Bild, wenn er öffentlich auftritt. „Ich entscheide nicht über die Struktur“, sagt jener Mann, der seit der Entlassung von Geschäftsführer Klaus Allofs Ende 2016 ganz vorne in der Verantwortung steht. Rebbe steht in einer stürmischen Zeit mitten im Wind. Er muss darauf hoffen, dass Labbadia etwas Rettendes einfällt.  

Der Aufsichtsrat schweigt

Was ein Abstieg des VfL Wolfsburg für dessen Ausrichtung bedeuten würde, bleibt völlig unklar. Der Aufsichtsrat der VfL Wolfsburg Fußball GmbH, mehrheitlich mit VW-Managern besetzt und damit durch den Geldgeber dominiert, hält sich bedeckt. Gerüchte darüber, dass die Mehrheit der unter Vertrag stehenden Spieler zu reduzierten Konditionen auch in der 2. Liga für den VfL auflaufen müsste, bleiben unkommentiert. Der Verein und seine Kontrolleure lassen es sich sogar gefallen, dass sich mit Allofs eine einst treibende Kraft zu Wort meldet, die noch bis 2019 Gehalt bezieht. „Gerade in Wolfsburg“, findet Allofs, „braucht man Spieler, die sich zu 100 Prozent mit der Aufgabe identifizieren. Das war aber seit 2015 nicht mehr der Fall.“

Fragwürdige Personalpolitik

Vor drei Jahren noch war der VfL Wolfsburg Pokalsieger und stand im Viertelfinale der Champions League. Im Moment hat er einfach Glück, dass der 1. FC Köln und der Hamburger noch schlechter spielen. Der Blick auf den im Vergleich zum Vorjahr stark verjüngten VfL-Kader zeigt: Der Versuch eines Umbruchs hat Wolfsburg direkt in den nächsten Umbruch geführt. Dass die sportliche Leitung während der Winterpause Mario Gomez zu Aufsteiger VfB Stuttgart ziehen ließ, ohne sinnvollen Ersatz für die Offensive zu haben, passt zu einer fragwürdigen Personalpolitik.

In einer äußerst kniffligen Situation fehlt es starken Persönlichkeiten. Der aktuelle Wortführer des verunsicherten Teams heißt Labbadia. Das wurde zuletzt auf einer Mitarbeiterversammlung deutlich, auf den obligatorischen Pressekonferenzen ebenfalls. Der Trainer geht voran und legt den Finger in so manche Wunde. Der aktuellen Geschäftsführung des VfL Wolfsburg, in die Rebbe aufsteigen wollte, fehlt es an sportlicher Fachkompetenz. Mit Jörg Schmadtke steht ein Kandidat bereit, der dieses Problem lösen könnte. Er sucht nach seinen Stationen in Hannover und Köln eine neue Aufgabe. Laut gesprochen wird über diese Variante aber nicht, damit die Unruhe nicht noch größer wird.

Fr, 23.11.2018
Fr, 23.11.2018
20:30
B04
Leverkusen
Bayer 04 Leverkusen
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VfB Stuttgart
Stuttgart
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Sa, 24.11.2018
Sa, 24.11.2018
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Düsseldorf
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Sa, 24.11.2018
15:30
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Hertha BSC
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Hoffenheim
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Sa, 24.11.2018
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FCA
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Sa, 24.11.2018
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Sa, 24.11.2018
18:30
S04
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FC Schalke 04
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Nürnberg
FCN
So, 25.11.2018
So, 25.11.2018
15:30
SCF
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SC Freiburg
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Werder Bremen
Werder
SVW
So, 25.11.2018
18:00
BMG
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Hannover
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Sp.S.U.N.ToreDiff.Pkt.
1Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB1183033:122127
2Borussia MönchengladbachBorussia MönchengladbachM'gladbachBMG1172226:131323
3RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL1164122:91322
4Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE1162326:131320
5FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC BayernFCB1162320:14620
61899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG1161424:15919
7Werder BremenWerder BremenWerderSVW1152419:19017
8Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC1144316:17-116
91. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M051143410:12-215
10FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA1134419:18113
11SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF1134415:19-413
12VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB1133515:17-212
13Bayer 04 LeverkusenBayer 04 LeverkusenLeverkusenB041132616:24-811
14FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS04113178:15-710
151. FC Nürnberg1. FC NürnbergNürnbergFCN1124511:24-1310
16Hannover 96Hannover 96HannoverH961123614:22-89
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18VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB112278:24-168
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