Keine Sieger in Köln, Freiburg und Wolfsburg

Bundesliga, 9. Spieltag

Auch nach dem neunten Spieltag warten der 1. FC Köln und Werder Bremen auf den ersten Saison-Sieg. Die beiden Kellerkinder trennten sich 0:0. Auch zwischen Freiburg und Hertha (1:1), sowie beim 1:1 zwischen Wolfsburg und Hoffenheim kam es zu Punkteteilungen.

Hoffenheim's Kaderabek (li.) im Duell mit Wolfsburgs Itter
Hoffenheim's Kaderabek (li.) im Duell mit Wolfsburgs Itter Quelle: epa

Felix Uduuokhai hat den VfL Wolfsburg auch im fünften Spiel unter Trainer Martin Schmidt noch zu einem Unentschieden geschossen. Am Sonntagabend rettete der Abwehspieler mit seinem Premieren-Tor durch seinen Last-Minute-Ausgleich in der Nachspielzeit gegen 1899 Hoffenheim zumindest noch das 1:1 (0:0).

Nationalspieler Kerem Demirbay hatte die Gäste zuvor per Foulelfmeter (72.) vor 23 514 Zuschauern in Führung geschossen. Damit stellte Schmidt Jörg Bergers 26 Jahre alten Unentschieden-Rekord als Bundesliga-Trainer ein. Zuvor hatte nur Berger 1991 als Trainer des 1. FC Köln einen Trainer-Einstand mit fünf Unentschieden am Stück erlebt.

Kein Sieger, zwei Verlierer: Der 1. FC Köln und Werder Bremen haben im Kellerduell der Bundesliga den so dringend benötigten Befreiungsschlag verpasst und sich in einem ganz schwachen Spiel 0:0 getrennt.

Für den Kölner Trainer Peter Stöger, der die Partie zu einem persönlichen Finale erklärt hatte, und seinen Bremer Kollegen Alexander Nouri könnte das Ergebnis zu wenig sein. Bremen steht mit fünf Zählern kaum besser als der FC da, der nun zwei Pünktchen auf dem Konto hat. In einem extrem zerfahrenen Spiel war der FC dem Sieg näher als die Gäste, er offenbarte aber wieder einmal seine großen Defizite im Torabschluss.

Nach der frühen Drangphase des FC verflachte die Partie immer mehr. Auch die Kölner Fans, die das Teams anfangs noch lautstark unterstützt hatten, wurden immer leiser.

Drei Foulelfmeter, zwei Tore, je ein Punkt für jeden - beim Aufeinandertreffen von SC Freiburg und Hertha BSC ging es vor allem nach dem Seitenwechsel hoch her. Janik Haberer brachte die Gastgeber nach einem Rempler von Niklas Stark gegen Christian Günter vom Punkt in Führung (52.). Freiburg durfte vom zweiten Saisonsieg träumen. Das galt umso mehr, als Salomon Kalou in der 77. Minute einen Strafstoß über das Tor setzte. Julian Schuster hatte Arne Maier regelwidrig ausgebremst.

Doch Kalou ließ sich nicht entmutigen: Kurze Zeit später deutete Schiedsrichter Guido Winkmann erneut auf den Punkt, Davie Selke war von Nicolas Höfler gelegt worden. Der Routinier trat zum zweiten Mal an - und versenkte kühl zum Ausgleich (81.). Das Unentschieden in einer mäßigen Partie geht in Ordnung, hilft beiden aber nicht wirklich weiter.

Der FC Bayern München hat seinen Siegeszug unter Trainer-Rückkehrer Jupp Heynckes fortgesetzt. Gegen einen knapp eine Stunde dezimierten Hamburger SV setzte sich der Titelverteidiger verdient 1:0 (0:0) durch und feierte den dritten Erfolg unter Heynckes' Regie.

Vor 57 000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion erzielte Corentin Tolisso (52. Minute) das Siegtor für die Münchner, die nun seit 18 Pflichtspielen nicht mehr gegen den HSV verloren haben. Die wacker kämpfenden Hanseaten verloren neben den Punkten auch noch ihren Mittelfeldspieler Gideon Jung durch die Rote Karte (39./grobes Foulspiel) und stecken weiter tief in der Gefahrenzone.

Frankfurt - Dortmund
Frankfurt - Dortmund Quelle: imago

Selbst ein komfortabler Vorsprung reicht Borussia Dortmund mittlerweile nicht mehr - der BVB ist erneut gestolpert. Der Pokalsieger kam bei seinem "Problemgegner" Eintracht Frankfurt trotz einer 2:0-Führung nur zu einem 2:2 (1:0). Es droht der erstmalige Verlust der Tabellenführung. Nuri Sahin (19.) erzielte aus abseitsverdächtiger Position die Führung für den BVB, der zuletzt in der Liga und vor allem in der Champions League geschwächelt hatte. Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena traf zudem Maximilian Philipp (57.).

Zum ersten Sieg am Main seit dem 1. September 2013 reichte es dennoch nicht, weil für Frankfurt Sebastian Haller (64./Foulelfmeter) und Marius Wolf (68.) trafen. Viel Kampf prägte die Neuauflage des Pokalendspiels, durch zahlreiche (taktische) Fouls entstand nur schwer ein Spielfluss.

Spektakuläre zweite Hälfte von Bayer

Leon Bailey Leverkusen
Leon Bailey Quelle: imago

Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison hat Bayer Leverkusen in spektakulärer Manier den Anschluss ans obere Mittelfeld in der Tabelle geschafft. Die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich gewann bei Borussia Mönchengladbach mit 5:1 (0:1) und erzielte dabei alle Treffer im zweiten Abschnitt nach einem 0:1-Rückstand. Vor 53 053 Zuschauern im Borussia-Park trafen Sven Bender (48. Minute), Leon Bailey (59.), Julian Brandt (61.), Kevin Volland (69.) und Joel Pohjanpalo (81.) für die Gäste. Fabian Johnson (7.) erzielte die Führung für die Gladbacher, die nach der zweiten Heimniederlage den Sprung unter die ersten Vier verpassten.

Auch ohne ein spektakuläres Offensiv-Feuerwerk hat sich RB Leipzig in der Liga seinen vierten Erfolg in Serie gesichert. Der Vize-Meister mühte sich zu Hause gegen Aufsteiger VfB Stuttgart zu einem 1:0 (1:0) und feierte zumindest ergebnistechnisch eine gelungene Generalprobe für die anstehenden Top-Duelle gegen den FC Bayern München.

Vor 42 558 Zuschauern in der ausverkauften Red-Bull-Arena markierte Marcel Sabitzer in der 23. Minute das Siegtor für die Hausherren. Der österreichische Nationalspieler war erst nach dem Aufwärmen kurzfristig für den angeschlagenen Bruma in die Startelf gerückt.

Joker Niclas Füllkrug hat Hannover 96 zu einem glücklichen Auswärtssieg beim FC Augsburg und zugleich in die obere Tabellenhälfte der Liga geschossen. Der Stürmer wurde mit einem Doppelpack (76./89. Minute) beim 2:1 (0:1) zum Matchwinner für den Aufsteiger, der nach vier mäßigen Partien ohne Dreier wieder einen Sieg einfuhr.

Die Augsburger indes brachten sich trotz phasenweise drückender Überlegenheit durch ihre Abschlussschwäche um den Erfolg, weil mehr als das 1:0 von Michael Gregoritsch (32.) nicht heraussprang. Der FCA ist nun Zehnter.

Schalke - Mainz
Schalkes Burgstaller (l.) im Zweikampf mit Diallo

Der FC Schalke 04 hat seine positive Serie fortgesetzt und den nächsten Dreier eingefahren. Zum Auftakt des neunten Spieltags gewannen die Knappen ihr Heimspiel gegen Mainz 05 mit 2:0 (1:0).Dank der Treffer von Leon Goretzka (13. Minute) und Guido Burgstaller (74.) feierte der Revierklub seinen zweiten Sieg in Serie und kletterte zumindest für einen Tag auf Rang vier der Bundesliga-Tabelle. Der Erfolg der Schalker vor 59.476 Zuschauern in der Veltins Arena war bei allen spielerischen Mängeln verdient. Dagegen ging die Erfolgsserie der Gäste nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage zu Ende.

"Im Moment läuft es sehr gut, da hat man auch Selbstvertrauen vor dem Tor. Darüber freue ich mich", sagte Goretzka: "Wir wollen konstant Leistung auf den Platz bringen. Ich denke, die Tabelle spiegelt das im Moment wider." Die erschreckend schwachen Mainzer setzten dagegen ihre schwarze Serie in Gelsenkirchen fort: Im zwölften Gastspiel kassierten sie die neunte Niederlage, der Aufwärtstrend nach sieben Punkten aus drei Partien ist zunächst gestoppt. "Heute war es absolut verdient, wir haben am Anfang keinen Fußball gespielt. Schalke war von Beginn an überlegen", sagte der Mainzer Torwart René Adler.

Trainerstimmen zum neunten Spieltag

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