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Leipzig rettet einen Punkt gegen Hoffenheim

Fußball-Bundesliga | 23. Spieltag

RB Leipzig hat einen Sieg von Trainer Julian Nagelsmann bei seinem künftigen Arbeitgeber gerade noch abgewendet. Durch einen späten Treffer von Kapitän Willi Orban kamen die Sachsen gegen die TSG Hoffenheim zum Abschluss des 23. Spieltages noch zu einem 1:1 (0:1).

Der Hoffenheimer Joelinton im Zweikampf mit Leipzigs Cunha
Der Hoffenheimer Joelinton im Zweikampf mit Leipzigs Cunha
Quelle: AP

Am Samstag hatte zunächst Bayern München im Titelkampf der Bundesliga vorgelegt und Spitzenreiter Borussia Dortmund mit einem 1:0-Erfolg gegen Hertha BSC unter Druck gesetzt. Am Sonntag konnte der BVB mit einem 3:2-Erfolg gegen Bayer Leverkusen kontern. Das Spitzenspiel am Samstag entschied der VfL Wolfsburg in Mönchengladbach mit 3:0 für sich.

Immer unangenehmer wird die Lage für den FC Augsburg und Schalke 04. Die Schwaben gingen beim SC Freiburg mit 1:5 unter und szecken weiter tief im Tabellenkeller fest. Schalke ließ sich beim FSV Mainz 05 demütigen und verlor 0:3. In der Liga warten die Königsblauen seit dem 18. Spieltag auf einen Sieg.

Heidel kündigt Rücktritt an

Christian Heidel

Kurz nach dem Abpfiff hat S04-Manager Christian Heidel seinen Rücktritt angekündigt. Er habe dem Aufsichtsrat mitgeteilt, "dass er seinen bis zum 30. Juni 2020 datierten Vertrag auf eigenen Wunsch vorzeitig auflösen, spätestens im Sommer sein Vorstandsamt niederlegen und somit seine Tätigkeit für den Klub damit beenden möchte", hieß es in der Mitteilung des Vereins.

Heidel stand zuletzt wegen der schwachen Punktausbeute und seiner Transferbilanz in der Kritik.

RB Leipzig - TSG Hoffenheim 1:1 (0:1)

Trainer Julian Nagelsmann hat sich mit der TSG Hoffenheim von seinem zukünftigen Klub RB Leipzig trotz langer Führung mit einem Unentschieden getrennt. Die beiden Teams spielten am Montagabend in Leipzig 1:1 (0:1). Der Kroate Andrej Kramaric hatte die Kraichgauer in Führung gebracht (22. Minute), Kapitän Willi Orban erzielte den späten, aber angesichts der zweiten Halbzeit verdienten Ausgleich für die Gastgeber (89.).

Ohne den kranken Nationalstürmer Timo Werner blieben die Sachsen zum fünften Mal in Serie ohne Liga-Niederlage, verpassten aber den Sprung auf den dritten Platz. Hoffenheim bleibt Achter - trotz eines Vereinsrekords von neun Auswärtsspielen nacheinander ohne Niederlage.

Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen 3:2 (2:1)

Die Zuschauer im ausverkauften Dortmunder Stadion sahen eine rassige und temporeiche Partie, in der zunächst die Gäste alles im Griff hatten. Bayer spielte in den ersten 30 Minuten Katz und Maus mit der Dortmunder Hintermannschaft. Das Tor, das den Spielverlauf auf den Kopf stellte, fiel allerdings für den BVB durch Dan-Axel Zagadou. Sieben Minuten später sorgte Kevin Volland für den längst verdienten Treffer zum Ausgleich. Fast im Gegenzug erzielte Jadon Sancho mit einem Traumtor per Volleyabnahme die erneute Dortmunder Führung.

Nach der Pause entwickelte sich eine ausgeglichene Partie auf hohem Niveau. Als Mario Götze in der 60. Minute das 3:1 erzielte, glaubten viele, die Partie sei gelaufen. Erst recht, als Paco Alcacer zum vermeintlichen 4:1 traf, allerdings aus einer Abseitsposition heraus. Leverkusen gab sich nicht geschlagen und drängte auf den Anschluss, den Jonathan Tah in der 75. Minute köpfte. In der Folge rannte Bayer unentwegt an, doch der BVB zitterte sich zum Sieg.

Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 0:3 (0:0)

In Hannover hielten die Gastgeber vor 39.100 Zuschauern lange Zeit gut mit und überzeugten mit Kampf und Leidenschaft. Aber dieser Kampfgeist konnte Hannovers spielerische Defizite nie kaschieren. Der Abstiegskandidat schaffte es nicht, gleich mehrere vielversprechende Angriffe bis zu einem Abschluss durchzuspielen.

Die Entscheidung zu Gunsten der Frankfurter fiel in der zweiten Hälfte. Die Treffer für die Eintracht erzielten Ante Rebic in der 54. und Luka Jovic in der 63. Minute. Dieser Doppelschlag innerhalb von nur neun Minuten zerstörte jeden Widerstandsgeist der 96er. In der 90. Minute sorgte Filip Kostic für den Endstand. Die kleine Aufbruchstimmung, die der 2:0-Sieg der Niedersachsen gegen Nürnberg erzeugt hat, ist nach nur zwei Wochen wieder dahin.

Bayern München - Hertha BSC 1:0 (0:0)

Ein müder FC Bayern hat dank Javi Martínez sein Heimspiel gegen Hertha BSC 1:0 gewonnen. Martinez köpfte in einem chancenarmen Spiel in der 62. Minute das Tor des Tages. Herthas Karim Rekik sah nach einer Aktion, die als Tätlichkeit gewertet wurde, in der 84. Die Rote Karte.

Die Münchner taten sich schwer gegen die Hertha, die nach vorne allerdings zu harmlos auftrat. Die Berliner arbeiteten defensiv als Kollektiv gut zusammen und ließen keinen richtigen Spielaufbau zu.

Dem Bayern-Spiel fehlte es an Tiefe, Geschwindigkeit und Überraschungsmomenten. Wiederholte Abseitsstellungen und Ballverluste sorgten für sichtbaren Ärger bei Niko Kovac.

Kingsley Coman musste zehn Minuten nach seiner Einwechslung verletzt vom Feld (68.). Der Franzose fasste sich hinten an den linken Oberschenkel.

Mönchengladbach - Wolfsburg 0:3 (0:1)

Der VfL Wolfsburg nimmt Angriff auf die Champions-League-Plätze, Borussia Mönchengladbach gerät in eine Ergebniskrise. Nach dem 0:3 (0:1) gegen die Niedersachsen ist die Mannschaft von Dieter Hecking schon seit drei Spielen sieglos und verlor die zweite Heimpartie in Serie.

Gladbachs Fabian Johnson und der Wolfsburger John Anthony Brooks (r.)
Gladbachs Fabian Johnson und der Wolfsburger John Anthony Brooks (r.) versuchen den Ball zu spielen.
Quelle: dpa

Der VfL feierte durch die Treffer von Yannick Gerhardt in der 38. Minute und Joker Admir Mehmedi (68./83.) schon den siebten Auswärtssieg dieser Saison.

Die erste Halbzeit ging klar an die Gladbacher, es hätte gut und gerne 2:0 stehen können: Floria Neuhaus ahtte zwei gute Chancen. Umso überraschender fiel das Führungstor des VfL. In den zweiten 45 Minuten verstärkten die Borussen ihre Offensivbemühungen, fanden aber kaum Lücken.

Fortuna Düsseldorf - 1. FC Nürnberg 2:1 (0:1)

Für den 1. FC Nürnberg ist der neunte Abstieg aus der Bundesliga wieder ein Stück näher gerückt. In Düsseldorf zeigte der „Club“ wie schon beim 0:0 gegen den BVB eine beherzte Vorstellung, litt aber unter der Hypothek der Roten Karten für Matheus Pereira in der 4. Minute. Am Ende hieß es 2:1 (0:1) für Düsseldorf.

Pereira schlug abseits des Spielgeschehens den Düsseldorfer Niki Gießelmann in den Unterleib. Der Videoassistent machte den Schiedsrichter darauf aufmerksam, worauf dieser sich zu Recht für Rot entschied.

Die Fortuna übernahm das Spielgeschehen, der  starke Nürnberger Keeper Christian Mathenia verhinderte mehrmals einen Rückstand. Wie aus heiterem Himmel kam das 1:0 für die Gäste durch Eduard Löwens sehenswerten Fernschuss in der 41. Minute.

Das Eigentor von Ewerton (63.) und der Treffer von Kaan Ayhan (83.) brachten der Fortuna schließlich den verdienten Sieg.

Mainz 05 - Schalke 04 3:0 (1:0)

Der FC Schalke 04 rutscht immer tiefer in die Krise. Beim FSV Mainz 05 setzte es eine 0:3 (0:1)-Niederlage, nach der Sportvorstand Christian Heidel ankündigte, dass er spätestens am Saisonende zurücktreten werde.

Die Tore für die übelgenen Mainzer erzielten Karim Onisiwo in der 18. Und 84. Minute und Jean-Philippe Mateta (73.) nur neun Minuten nach seiner Einwechslung. Damit beendeten die Mainzer, die zuletzt drei Niederlagen nacheinander kassierten, ihre Negativserie.

23 Minuten vor Schluss versammelte S04-Trainer Domenico Tedesco seine Schützlinge in einer kurzen Behandlungspause eines Mainzer Spielers noch einmal an der Seitenlinie und schwor sie für eine Schlussoffensive ein. Doch dem Vizemeister fiel nichts ein. Keine Ideen, wenig Bewegung und zahlreiche Fehlpässe - so war die kompakte FSV-Abwehr nicht zu knacken. Stattdessen lud Schalke die Hausherren förmlich zum Toreschießen ein, was diese gerne annahmen.

SC Freiburg - FC Augsburg 5:1 (3:0)

Die Talfahrt des FC Augsburg in Richtung 2.Liga geht ungebremst weiter. Die bayerischen Schwaben präsentierten sich beim 1:5 (0:3) in Freiburg und über weite Strecken wie ein Absteiger.

Nils Petersen (9./43.), Vincenzo Grifo (30.), Luca Waldschmidt (64.) und Florian Niederlechner (85.) sorgten mit ihren Toren für den ersten Dreier der Breisgauer in der Rückrunde. Für den FCA traf Rani Khedira (52.). Augsburgs Reece Oxford sah in der Nachspielzeit wegen groben Foulspiels die Rote Karte.

Werder Bremen - VfB Stuttgart 1:1 (1:1)

Ein Remis, das keinem hilft: Werder Bremen hat mit dem 1:1 im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart die Chance verpasst, sich den Europacupplätzen zu nähern, ist aber immerhin in der Rückrunde noch unbezwungen. Stuttgart wird am Ende des 23. Spieltages auf einem der letzten drei Ränge bleiben.

Fußball-Bundesliga, Werder Bremen - VfB Stuttgart: Steven Zuber (VfB Stuttgart, links) schneller am Ball als der Bremer Nuri Sahin.
Steven Zuber (VfB Stuttgart, links) ist schneller am Ball als der Bremer Nuri Sahin.
Quelle: imago/foto2press

Die Bremer brauchten eine gute Viertelstunde, um sich vom frühen 0:1 durch Steven Zuber, der nach 61 Sekunden traf, zu erholen. Echte Torgefahr blieb aber zunächst aus - vielmehr hatten sie Glück, dass Stuttgarts Stürmer Mario Gomez kurz vor der Pause das 0:2 verpasste. Wenig später erzielte Davy Klaassen das 1:1.

Nach dem Seitenwechsel herrschte auf beiden Seiten viel Kampf und Krampf, Torszenen waren Mangelware.

Ergebnisse und Tabelle

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