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Stuttgart gewinnt Kellerduell - Remis in Wolfsburg

Fußball-Bundesliga | 24. Spieltag

Der VfB Stuttgart hat das Kellerduell gegen Hannover 96 deutlich für sich entschieden. Die Schwaben gewannen mit 5:1 (3:0) und vergrößerten ihr Polster auf einen direkten Abstiegsplatz auf fünf Punkte. Im zweiten Sonntagsspiel trennten sich der VfL Wolfsburg und Werder Bremen 1:1 (0:0).

Stuttgarts Ozan Kabak jubelt nach seinem Tor zum 3:0.
Ozan Kabak traf doppelt für den VfB Stuttgart.
Quelle: dpa

Am Samstag war der FC Bayern mit einem deutlichen 5:1 (2:1) bei Borussia Mönchengladbach nach Punkten mit Tabellenführer Borussia Dortmund gleichgezogen. Der BVB unterlag am Freitag beim FC Augsburg mit 1:2 (0:1).

Beim FC Schalke spitzte sich nach dem Rückzug von Sportvorstand Christian Heidel die Krise derweil weiter zu. Der Vize-Meister verlor nach schwacher Leistung zu Hause 0:4 (0:1) gegen Fortuna Düsseldorf und droht vollends in den Abstiegskampf zu rutschen. Noch schlechter sieht es für Schlusslicht 1. FC Nürnberg aus: Die Franken blieben beim 0:1 (0:1) gegen RB Leipzig im 18. Ligaspiel in Serie ohne Sieg. Im Kampf um die Europapokal-Ränge sicherte sich Eintracht Frankfurt einen späten 3:2 (1:1)-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Bayer Leverkusen ist nach einem ungefährdeten 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SC Freiburg vorerst Tabellensechster. Hertha BSC kletterte durch ein 2:1 (0:0) zu Hause gegen den FSV Mainz 05 auf Platz acht.

Wolfsburg - Bremen 1:1 (0:0)

Wolfsburgs Jerome Roussillon (r.) und Bremens Johannes Eggestein kämpfen um den Ball
Kein Sieger in Wolfsburg: Roussillon (r.) und J. Eggestein im Kampf um den Ball.
Quelle: ZDF

Bruno Labbadia und der VfL Wolfsburg haben im Europa-League-Rennen einen großen Schritt verpasst. Am Ende einer turbulenten Woche, in der diverse Äußerungen auf eine Trennung nach dieser Saison sowie ein belastetes Verhältnis zwischen dem Trainer und dem Sportchef Jörg Schmadtke schließen lassen, spielte der Tabellensiebte 1:1 (0:0) gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen. John Anthony Brooks brachte den VfL in der 54. Minute per Kopf in Führung. Werders Ausgleich fiel 20 Minuten später durch den früheren Wolfsburger Max Kruse (74.).

Ein Zusammenhang zwischen der Unruhe der vergangenen Tage und diesem für Wolfsburg enttäuschenden Ergebnis war jedoch nicht zu erkennen. Denn der VfL war in diesem Nordderby die klar bessere Mannschaft. Unter dem Strich hilft ihm das Unentschieden sogar noch mehr als den lange Zeit schwachen Bremern. Denn Werder hat zehn Spieltage vor Schluss sechs Punkte Rückstand auf die angestrebten Europapokal-Plätze, während die "Wölfe" nur eine geringere Anzahl erzielter Tore vom sechsten Tabellenrang trennt.

Stuttgart - Hannover 5:1 (3:0)

Die Hoffnung des VfB Stuttgart auf den Verbleib in der Bundesliga lebt - die Abstiegssorgen von Hannover 96 werden nach einem desolaten Auftritt im Kellerduell dagegen immer größer. Dank des 5:1 (3:0)-Erfolgs hält der VfB den Anschluss an den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Ex-Nationalstürmer Mario Gomez (4. Minute) sowie jeweils zweimal der 18 Jahre alte Winter-Neuzugangs Ozan Kabak (16./45.) und Steven Zuber (78./81.) bescherten den Schwaben den ersten Sieg nach zuvor acht Partien ohne Erfolg. Jonathas (68.) gelang der Treffer für die Gäste.

Damit darf der unter Druck stehende Stuttgarter Coach Markus Weinzierl nach dem höchsten Bundesliga-Sieg seit dem 11. Februar 2012 (5:0 gegen Hertha BSC) erst einmal durchatmen. Die sportliche Lage von Hannover 96 hat sich nach einer erschreckend schwachen Leistung dagegen nochmals verschärft.

Mönchengladbach - FC Bayern 1:5 (1:2)

Die Bayern entschieden das Topspiel bei Borussia Mönchengladbach souverän mit 5:1 (2:1) für sich und liegt damit nach dem 24. Spieltag punktgleich hinter dem BVB. Die Münchner, zwischenzeitlich bereits neun Punkte hinter den Dortmundern, haben damit erstmals seit mehr als fünf Monaten wieder direkten Kontakt zur Tabellenspitze. Javi Martinez (2.) und Thomas Müller (11.) brachten die Münchner in einer fulminanten Anfangsphase in Führung, ehe Lars Stindl (37.) der Anschlusstreffer gelang. Doch Torjäger Robert Lewandowski (47., 90.+1/Foulelfmeter) und Serge Gnabry (75.) mit dem insgesamt 4000. Bundesligatreffer der Bayern sorgten für die Entscheidung.

Für die Mannschaft von Trainer Niko Kovac war es der elfte Sieg in den letzten zwölf Ligaspielen. Bei Gladbach verlängerte sich hingegen die Ergebniskrise. Die Rheinländer rutschten nach dem vierten sieglosen Spiel und der dritten Heimpleite in Serie auf Platz vier ab.

Frankfurt - Hoffenheim 3:2 (1:1)

Eintracht Frankfurt's Sebastian Haller feiert sein Tor
Eintracht Frankfurt's Sebastian Haller feiert sein Tor
Quelle: reuters

Inter Mailand kann kommen: Dank einer beherzten Schlussoffensive tankte Eintracht Frankfurt Selbstvertrauen für das Europa-League-Spiel gegen den 18-maligen italienischen Meister. Fünf Tage vor dem Achtelfinal-Hinspiel besiegten die Hessen die TSG Hoffenheim mit 3:2 (1:1) und vergrößerten den Abstand zum Konkurrenten um die europäischen Plätze auf sechs Zähler. Goncalo Paciencia (90.+6) sorgte kurz vor dem Ende für den Sieg der Frankfurter, die erst spät durch Sebastien Haller (89.) zum Ausgleich gekommen waren.

Zuvor hatte der Kroate Ante Rebic (20.) mit einem per Kopf abgefälschten Freistoß für die verdiente Führung der Gastgeber gesorgt. Der Brasilianer Joelinton (43.) sowie Ishak Belfodil (60.) drehten die Partie zwischenzeitlich zugunsten der Kraichgauer, die einige Defensivprobleme der Frankfurter aufdeckten und die Partie nach dem Platzverweis von Kasim Adams (65./Gelb-Rot) in Unterzahl beendeten.

Schalke - Düsseldorf 0:4 (0:1)

Schalkes Amine Harit fasst sich an den Kopf.
Schalkes Amine Harit fasst sich an den Kopf.
Quelle: dpa

Dem FC Schalke 04 drohen auch eine Woche nach dem Rückzug von Sportvorstand Christian Heidel weitere turbulente Tage. Die erneut desolate Leistung beim 0:4 (0:1) gegen Fortuna Düsseldorf schürte den Unmut der Fans zusätzlich und dürfte die Diskussion über die Zukunft von Trainer Domenico Tedesco weiter verstärken. Wie schon zuletzt in Mainz (0:3) enttäuschte der Vorjahreszweite auf der ganzen Linie. Vor 60.322 Zuschauern sorgten Dodi Lukebakio (35. Minute/Handelfmeter), Dawid Kownacki (62./84.) und Benito Raman (68.) für den verdienten Sieg der Fortuna, die damit ihren Höhenflug mit sieben Siegen in den vergangenen zehn Spielen fortsetzte.

Seiner Ankündigung nach dem Spiel in Mainz, von nun an vor allem auf Spieler mit stabiler Mentalität und hoher Einsatzbereitschaft zu setzen, ließ Tedesco Taten folgen und nahm in der Startformation vier Änderungen vor. Die positive Wirkung dieser Maßnahme blieb jedoch aus.

Leverkusen - Freiburg 2:0 (1:0)

Leverkusen nimmt wieder Kurs auf den Europacup. Im neunten Pflichtspiel unter Trainer Peter Bosz gewann die Bayer-Elf das Duell mit dem zuvor viermal unbesiegten SC Freiburg durch Treffer von Charles Aránguiz in der 4. Minute und Leon Bailey (73.) mit 2:0 (1:0). Nach dem fünften Rückrundenerfolg und nunmehr 39 Punkten sind die Leverkusener Aussichten auf das internationale Fußballgeschäft gestiegen. Freiburg bleibt trotz der Niederlage erstmal im gesicherten unteren Tabellen-Mittelfeld.

Einen Aufreger gab es nach 55 Minuten: Leverkusen wollte nach einem vermeintlichen Foul von Freiburgs Philipp Lienhart an Aránguiz einen Elfmeter, den Schiedsrichter Guido Winkmann nach Videobeweis aber nicht gab. Zu diesem Zeitpunkt erwies sich Freiburg als fast ebenbürtig, wenngleich Schwolow bei einem Volland-Schuss klären musste.

Hertha BSC - Mainz 2:1 (0:0)

Anthony Ujah von Mainz 05 (l.) kämpft gegen Niklas Stark von Hertha BSC um den Ball.
Der Mainzer Anthony Ujah von Mainz 05 (l.) gegen Niklas Stark von Hertha BSC
Quelle: dpa

Die Hauptstädter bezwangen die Rheinhessen nach einem 0:1-Rückstand mit 2:1 (0:0). Mit dem Erfolg beendete Hertha BSC seine kleine Talsohle von zuletzt zwei Partien ohne Sieg und liegt mit 35 Punkten wieder auf Tuchfühlung zu den Europa-League-Rängen.

Mann des Spiels war Herthas Abwehrmann Niklas Stark, der Mainz in der 46. Minute per Eigentor zunächst in Führung gebracht hatte und 14 Minuten später das 2:1-Siegtor erzielte. Zwischenzeitlich hatte Marko Grujic (50.) für Berlin ausgeglichen. Mainz verpasste die Gelegenheit, an in der Tabelle Hertha vorbeizuziehen und bleibt mit 30 Punkten ein gutes Stück vom internationalen Geschäft entfernt.

Nürnberg - Leipzig 0:1 (0:1)

Leipzig nimmt weiter Kurs auf die Champions League. Auch ohne den nach einem grippalen Infekt noch nicht wieder genesenen Timo Werner gewannen RB mit 1:0 (1:0) beim 1. FC Nürnberg. Die Franken taumeln dem neunten Abstieg aus der Bundesliga weiterhin hilflos entgegen. Seit 18 Partien ist der Tabellenletzte sieglos. Das ist auch für die Krisen gewohnten Nürnberger ein Negativrekord in der Bundesliga.

Abwehrspieler Lukas Klostermann sorgte in der 40. Minute mit seinem dritten Saisontor für den Auswärtserfolg des Teams von Trainer Ralf Rangnick. Der "Club" hätte das Heimspiel vor 34.532 Zuschauern wenden können. Doch Kapitän Hanno Behrens drosch einen Foulelfmeter in der Anfangsphase an die Latte (10.). Nach dem dritten sieglosen Spiel unter Interimstrainer Boris Schommers wirkt die Situation für die Nürnberger im Abstiegskampf ziemlich aussichtslos.

FC Augsburg - Borussia Dortmund 2:1 (1:0)

Jadon Sancho (l.) und Marco Reus hadern mit der Niederlage beim FC Augsburg
Jadon Sancho (l.) und Marco Reus hadern mit der Niederlage beim FC Augsburg
Quelle: dpa

Mit einer faustdicken Überraschung hat der 24. Spieltag begonnen. Der zuletzt arg schwächelnde FC Augsburg besiegte Tabellenführer Borussia Dortmund mit 2:1 (1:0). Dabei stahl Dong-Won Ji mit seinem Doppelpack dem Dortmunder Kapitän Marco Reus bei dessen Comeback die Show. Der Südkoreaner führte den FCA mit seinen Toren Treffern (21., 68.) zum ersten Heimsieg gegen den BVB überhaupt. Der eingewechselte Paco Alcacer (81.) verkürzte für die Gäste.

Beim Führungstor benötigte Ji noch zwei Versuche, sein zweiter Treffer war ein echtes Kunststück - ein herrlicher Lupfer über den hilflosen BVB-Torwart Roman Bürki. Alcacer machte mit seinem elften Jokertor die Partie anschließend wieder spannend. Für Augsburg und Trainer Manuel Baum war der verdiente erste Erfolg vor heimischer Kulisse im achten Anlauf gegen weitgehend einfallslose Dortmunder ein wichtiges Lebenszeichen im Abstiegskampf.

Quelle: dpa, sid

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