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Schalke und Freiburg im Höhenflug

Fußball-Bundesliga | 4. Spieltag

Zum Abschluss des 4. Spieltags hat Schalke bei Aufsteiger Paderborn souverän mit 5:1 gewonnen. Im ersten Sonntagsspiel konnte der SC Freiburg beim klaren 3:0-Sieg in Hoffenheim seinen gelungenen Saisonstart ausbauen. Bereits am Samstag: BVB - Leverkusen 4:0, Mainz - Hertha 2:1, Augsburg - Frankfurt 2:1, Köln - Gladbach 0:1, Union - Bremen 1:2.

Schalkes Jonjoe Kenny im Zweikampf mit Paderborns Sven Michel
Schalkes Jonjoe Kenny im Zweikampf mit Paderborns Sven Michel
Quelle: imago

Paderborn - Schalke 1:5 (1:1)

Für den FC Schalke 04 geht es aufwärts. Nach dem zweiten Saisonsieg liegt Königsblau auf dem sechsten Platz der Bundesliga. Aufsteiger SC Paderborn muss hingegen weiter auf ein Erfolgserlebnis warten und steht nach dem 1:5 gegen Schalke fast ganz unten. Vor 15 000 Zuschauern in der ausverkauften Benteler-Arena sorgten Salif Sané (33. Minute), Suat Serdar (50.), Amine Harit (71./85.) und Ahmed Kutucu (83.) für den zweiten Saisonsieg. An seinem 24. Geburtstag hatte Cauly Oliveira Souza (8.) den weiter sieglosen Tabellen-17. zunächst in Führung geschossen.

Nationalspieler Mark Uth feierte bei den Schalkern nach fast einem halben Jahr Verletzungspause wegen einer Adduktorenverletzung ein gelungenes Comeback und ersetzte Neuzugang Benito Raman, der seine Sprunggelenkblessur auskurieren soll. Uth fand in der Offensiv-Zentrale schnell ins Spiel, wurde von den Mitspielern häufig gesucht und bewies einige Male gute Übersicht. Doch seine Neben- und Vorderleute konnten die Vorlagen zunächst nicht nutzen. Das änderte sich mit zunehmender Spielzeit und Schalke siegte am Ende hochverdient.

Hoffenheim - Freiburg 0:3 (0:2)

Hoffenheims Konstantinos Stafylidis (l.-r.) sowie Freiburgs Jonathan Schmid und Nils Petersen kämpfen um den Ball.
Hoffenheims Konstantinos Stafylidis (l.-r.) sowie Freiburgs Jonathan Schmid und Nils Petersen kämpfen um den Ball.
Quelle: dpa/Uwe Anspach

Drei Siege in vier Spielen - das Freiburger Team von Kulttrainer Christian Streich zeigt auch nach der Länderspielpause eine erstaunliche Frühform. In Hoffenheim herrscht dagegen Ernüchterung. Der SC Freiburg hat im badischen Bundesliga-Duell die TSG 1899 Hoffenheim düpiert und ist auf den dritten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga gestürmt. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich gewann mit 3:0 (2:0) nach Toren von Christian Günter (11. Minute), Janik Haberer (38.) und Nils Petersen (59.). Vor 29 395 Zuschauern in Sinsheim überzeugten die Gäste auf der ganzen Linie und stehen am vierten Spieltag sogar vor dem FC Bayern München.

Dabei hatte Freiburg zuvor nur eines der letzten elf Spiele gegen Hoffenheim gewonnen, die TSG in Sinsheim seit sieben Partien nicht mehr gegen den Sport-Club verloren. Streich gewann damit auch das Duell zwischen dem dienstältesten Chefcoach und dem Trainer-Neuling Alfred Schreuder, dessen Team nach der Ära Julian Nagelsmann und viele Abgängen erst noch zusammenwachsen muss.

Dortmund - Bayer Leverkusen 4:0 (1:0)

Paco Alcacer (28.), Marco Reus (50., 90.) und Raphael Guerreiro (83.) erzielten die Treffer beim fünften Heimsieg des BVB gegen Leverkusen (7 Punkte) in Serie. Beide Teams mussten kurzfristige Ausfälle verkraften. Beim BVB fehlte Lukasz Piszczek (muskuläre Probleme), die Gäste mussten auf Kerem Demirbay (familiäre Gründe) verzichten. Das erwartete Spektakel vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park blieb zunächst aus. Die Gastgeber waren nach den drei Gegentoren in Berlin zunächst einmal um Stabilität in der Defensive bemüht, Leverkusen agierte zu fehlerhaft. Jungstar Kai Havertz trieb das Spiel der Gäste zwar immer wieder an, der letzte Pass kam aber häufig nicht an.

Der Dortmunder Thomas Delaney (r.) und der Leverkusener Charles Aranguiz (2.v.l.) kämpfen um den Ballbesitz.
Der Dortmunder Thomas Delaney (r.) und der Leverkusener Charles Aranguiz (2.v.l.) kämpfen um den Ballbesitz.
Quelle: AP

Stürmer Kevin Volland hatte gegen die Dortmunder Innenverteidiger Mats Hummels und Manuel Akanji einen schweren Stand. Besondere Genugtuung dürfte Lucien Favre empfunden haben. Denn gerade der BVB-Trainer war aufgrund seiner oft risikoarmen Taktik zuletzt in die Kritik geraten. Doch für das Duell mit seinem für mutigeren Offensivfußball bekannten ehemaligen BVB- und heutigen Bayer-Trainer Peter Bosz entwarf der Schweizer die richtige Strategie. Zwar lag der Gegner beim Ballbesitz mit gut 66 Prozent deutlich vorn, verlor aber verdient.

Union Berlin - Bremen 1:2 (1:1)

Trotz erneuter Verwirrung um den Videobeweis hat ein stark ersatzgeschwächtes Werder Bremen Aufsteiger Union Berlin niedergekämpft. Bei den Köpenickern gewannen die Hanseaten ein hitziges Spiel mit 2:1 (1:1) und beendeten damit den Berliner Höhenflug der Berliner. Nach einem Fehlstart in die Liga war es für die Bremer der zweite Erfolg in Serie. Niclas Füllkrug (55.) erzielte den Siegtreffer, davor war Videoassistent Bastian Dankert zum Hauptdarsteller avanciert. Er gab gemeinsam mit Schiedsrichter Tobias Welz früh zwei Elfmeter, ließ sich mit der Entscheidung jedoch teils minutenlang Zeit. Erst verwandelte Bremens Davy Klaassen (5.) einen Foulelfmeter, bevor Union-Stürmer Sebastian Andersson (14.) einen Strafstoß nach Handspiel einnetzte.

Auch unmittelbar vor dem Füllkrug-Tor gaben Dankert und Welz einen Foulelfmeter, den Union-Keeper Rafal Gikiewicz (55.) parierte. Berlins Verteidiger Neven Subotic (89.) und Bremens Mittelfeldspieler Nuri Sahin (90.+1) sahen in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte.

FC Augsburg - Eintracht Frankfurt 2:1 (2:0)

Mit konsequentem Konterfußball und viel Kampf hat der FC Augsburg seinen ersten Saisonsieg gefeiert und Eintracht Frankfurt die Generalprobe für den Europa-League-Höhepunkt gegen den FC Arsenal vermasselt. Gegen einfallslose Hessen setzte sich der FCA mit 2:1 (2:0) durch und kletterte damit aus der Abstiegszone der Bundesliga. Marco Richter (35. Minute) und Florian Niederlechner (43.) erzielten die Tore für die Hausherren.

Die Frankfurter enttäuschten bei der Rückkehr des in Augsburg in Ungnade gefallenen Martin Hinteregger und müssen sich am Donnerstag klar steigern, um keinen Fehlstart in die Europacup-Vorrunde hinzulegen. Gonçalo Paciencias Tor zum 1:2 (73.) war zu wenig.

Borussia Mönchengladbach hat seinen ersten Großauftrag dieser Saison erfüllt und das rheinische Derby gewonnen. Beim Aufsteiger 1. FC Köln setzte sich die Mannschaft von Trainer Marco Rose verdient mit 1:0 (1:0) durch und hält mit dem zweiten Saisonsieg Kontakt zu den vorderen Tabellenplätzen. Stürmer Alassane Plea (14.) avancierte mit seinem Treffer zum Derby-Helden. Die Kölner um Trainer Achim Beierlorzer kassierten die dritte Niederlage im vierten Spiel - und müssen am kommenden Samstag bei Rekordmeister Bayern München antreten.

Das rheinische Duell im mit 50.000 Zuschauern ausverkauften Stadion war wie gewöhnlich als Risikospiel eingestuft worden, die Polizei erwartete rund 900 gewaltbereite Fans aus beiden Lagern und begleitete das Spiel entsprechend intensiv. Gut 2000 Beamte waren insgesamt im Einsatz. Vor der Partie vergossen Unbekannte übelriechende Buttersäure vor dem Gästebereich, ansonsten blieb es zunächst allerdings ruhig.

Dem FSV Mainz 05 ist ein erster Befreiungsschlag gelungen. Mit dem ersten Saisonsieg beim 2:1 (1:0) gegen Hertha BSC haben die Rheinhessen ihre Negativserie von drei verlorenen Partien in der Bundesliga beendet und die ersten Punkte geholt. Der Gastgeber musste im Keller-Duell vor 22 798 Zuschauern aber bis zum Abpfiff um den Erfolg zittern.

Den Treffer von Robin Quaison (40. Minute) konnte Marko Grujic (83.) ausgleichen. Doch in der 88. Minute gelang Jeremiah St. Juste doch noch das Siegtor. Mit dem Erfolg setzten sich die Mainzer vom letzten Tabellenplatz ab, den nun die Berliner einnehmen.

Düsseldorf - Wolfsburg 1:1 (1:1)

Dawid Kownacki (l.) und Wolfsburgs William
Dawid Kownacki (l.) und Wolfsburgs William
Quelle: IMAGO 42284011

Der VfL Wolfsburg hat am Freitagabend den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Das Team des neuen Trainers Oliver Glasner kam bei Fortuna Düsseldorf nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Fortuna-Schreck Wout Weghorst (29.) glich die Düsseldorfer Führung durch Niko Gießelmann (17.) aus. In der vergangenen Saison hatte der niederländische VfL-Stürmer, der sich so gerne endlich in die Nationalmannschaft schießen würde, die Fortuna bereits mit vier Toren und drei Vorlagen gequält.

Wolfsburg bleibt als Zweiter mit nun acht Punkten aus vier Spielen weiterhin ungeschlagen, überzeugte vor 36 758 Zuschauern spielerisch aber nach wie vor nicht. Für den Abstiegskandidaten aus dem Rheinland war es nach zuvor zwei Niederlagen der vierte Punkt im vierten Spiel.

Sa, 17.10.2020
Sa, 17.10.2020
15:30
TSG
Hoffenheim
1899 Hoffenheim
-:-
Borussia Dortmund
Dortmund
BVB
Sa, 17.10.2020
15:30
SCF
Freiburg
SC Freiburg
-:-
Werder Bremen
Werder
SVW
Sa, 17.10.2020
15:30
BSC
Hertha BSC
Hertha BSC
-:-
VfB Stuttgart
Stuttgart
VFB
Sa, 17.10.2020
15:30
M05
Mainz 05
1. FSV Mainz 05
-:-
Bayer 04 Leverkusen
Leverkusen
B04
Sa, 17.10.2020
15:30
FCA
Augsburg
FC Augsburg
-:-
RB Leipzig
RB Leipzig
RBL
Sa, 17.10.2020
18:30
DSC
Bielefeld
Arminia Bielefeld
-:-
FC Bayern München
FC Bayern
FCB
Sa, 17.10.2020
20:30
BMG
M'gladbach
Borussia Mönchengladbach
-:-
VfL Wolfsburg
Wolfsburg
WOB
So, 18.10.2020
So, 18.10.2020
15:30
KOE
Köln
1. FC Köln
-:-
Eintracht Frankfurt
Frankfurt
SGE
So, 18.10.2020
18:00
S04
Schalke
FC Schalke 04
-:-
1. FC Union Berlin
Union Berlin
FCU
Sp.S.U.N.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC BayernFCB11008:083
2Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC11004:133
3Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB11003:033
4FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA11003:123
4RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL11003:123
61899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG11003:213
6SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF11003:213
8Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeldDSC10101:101
8Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE10101:101
10Bayer 04 LeverkusenBayer 04 LeverkusenLeverkusenB0410100:001
10VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB10100:001
121. FC Köln1. FC KölnKölnKOE10012:3-10
12VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB10012:3-10
141. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU10011:3-20
141. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0510011:3-20
16Werder BremenWerder BremenWerderSVW10011:4-30
17Borussia MönchengladbachBorussia MönchengladbachM'gladbachBMG10010:3-30
18FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0410010:8-80
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