"Gold-Lena" zeigt ihre Schätze

Magdalena Neuner ist Gast im "aktuellen sportstudio"

Magdalena Neuner war mit zwei Gold- und einer Silbermedaille die erfolgreichste deutsche Athletin der Olympischen Spiele. Im "sportstudio" zeigt die Biathletin ihr Edelmetall und lässt ihr Abenteuer Olympia noch einmal Revue passieren.

Magdalena Neuner
Magdalena Neuner Quelle: dpa

Es waren Magdalena Neuners erste Olympische Spiele, die sie in Vancouver erlebte. Und es wurden überaus erfolgreiche, die die Biathletin so schnell auch nicht vergessen wird. Mit der Goldmedaille im 12,5-Kilometer-Massenstartrennen und in der 10-Kilometer-Verfolgung sowie Silber im 7,5-Kilometer-Sprint trug sich das "Küken" im deutschen Biathlon-Team in die Geschichtsbücher ein.

Höhepunkt zum Abschluss

Magdalena Neuner
Magdalena Neuner Quelle: dpa


"Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, und schwupps habe ich meine zweite Goldmedaille", hatte Neuner nach ihrem zweiten Triumph in der Loipe von Whistler ungläubig gejubelt. Mit ihren Erfolgen zog sie in der ewigen Olympia-Rangliste mit Wintersport-Idolen wie Rosi Mittermaier oder Frank-Peter Roetsch gleich. Weitere Medaillen können in der Zukunft noch hinzukommen, denn es ist davon auszugehen, dass die 23-Jährige in Sotschi 2014 ebenfalls auf Medaillenjagd gehen wird.


Bei der Schlussfeier erlebte Neuner noch einmal einen ganz besonderen Höhepunkt: Sie durfte die deutsche Fahne tragen. "Das ist die Krönung meiner traumhaften Olympischen Spiele", sagte sie und fügte an: "Ich freue mich riesig. Damit habe ich bereits bei meinen ersten Winterspielen alles erreicht, was ich erreichen kann."

Alles halb so schlimm


Doch bei aller Freude gab es auch leichte Misstöne. So übte die Wallgauerin Kritik an den freiwilligen Olympia-Helfern im Umgang mit den Athleten. Die Freiwilligen hatten die Aufgabe, sich um das Material der Athleten zu kümmern und sie zur Dopingkontrolle zu führen. "Man wird von denen nach dem Zieleinlauf noch schlimmer behandelt als Schweine, die zur Schlachtbank gehen. Da wird Gewalt angewendet. Das verdirbt einem richtig die Laune", sagte Neuner.

Im Nachhinein kann Neuner darüber lachen. "So schlimm war es jetzt auch gar nicht. Sagen wir mal so, ich habe mir einige Dinge anders vorgestellt. Die Leute haben schon ganz schön an uns gezerrt." Zwar habe sie gewusst, dass, wenn man so einen großen Erfolg habe, viel auf einen zukomme. "Ich habe trotzdem Olympia total genossen. Es war vielleicht teilweise etwas stressig, aber trotzdem war es unheimlich schön."

Angebote für nach der Karriere


Nach dem ganzen Trubel und dem Stress freut sie sich aber auch auf Zuhause. "Ich freue mich darauf, wieder in meiner eigenen Wohnung zu sein. Auf das eigene Bett, die Familie. Einfach auf die Normalität. Wenn ich die Tür hinter mir zumachen und den Sport draußen lassen kann. Wenn man so viel unterwegs ist, dreht sich eigentlich alles 24 Stunden lang um den Sport. Daheim kann ich sagen, jetzt kann ich Magdalena sein."

Um die Zukunft jedenfalls muss sich Neuner keine Gedanken machen. Sollte sie einmal mit dem Biathlon aufhören, hat sie schon ein interessantes Job-Angebot vorliegen - und zwar beim FC Bayern. "Magdalena Neuner hat ja gesagt, wenn sie aufhören will, dann will sie Familie haben, Kinder oder einen gescheiten Beruf. Das wäre eine, die ich gerne bei Bayern München sehen würde", sagte Bayern-Präsident Uli Hoenneß. "Wenn sie Lust hat, in einer Marketingabteilung zu arbeiten, dann kriegt sie von uns einen Job." Doch zunächst einmal möchte sie ihren Auftritt im "sportstudio" erfolgreich hinter sich bringen.

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