Hamburgs Alleskönner

Heiko Westermann glänzt durch Vielseitigkeit

Heiko Westermann ist ein Fußballer, wie ihn sich jeder Trainer wünscht: beständig, vielseitig, zuverlässig. Ein Musterprofi eben. Am Samstag ist der Kapitän des Hamburger SV bei Sven Voss zu Gast im "aktuellen sportstudio".

VfB Stuttgart - HSV
VfB Stuttgart - HSV Quelle: ,dapd

Mal links, mal rechts in der Defensive, oft auch in der geliebten Mitte - das sind die bevorzugten Positionen von Heiko Westermann. Wenngleich der Kapitän des HSV mittlerweile in der Innenverteidung gesetzt ist, will das noch nichts heißen. Sollte im Defensivbereich Not am Mann sein, wäre Westermann einsatzbereit. Bis hin zum Sechser reicht mittlerweile sein Portfolio.

Viele Talente

Als rechter Verteidiger begann er seine Profikarriere bei Greuther Fürth, als Innenverteidiger schnupperte er erste Bundesliga-Luft bei Arminia Bielefeld. Richtig rund ging es jedoch bei seiner dritten Profi-Station, dem FC Schalke 04. Unter Mirko Slomka und auch bei Fred Rutten kam Westermann - einer Verletzungsmisere der Königsblauen geschuldet - auf den unterschiedlichsten Positionen zum Einsatz. Am Ende spielte der Abwehrrecke, der in der Jugend bei Bayern Alzenau als Stürmer begonnen hatte, im Schalker Mittelfeld.

Der ehemalige U21-Nationalspieler wurde Dauerbrenner und "Allzweckwaffe" zugleich. Wo immer eine Position zu besetzen war, wo immer eine Stelle frei wurde durch Verletzung oder Sperre eines anderen - Westermann stand bereit. Ob auf beiden Außenpositionen in der Viererkette, ob im Abwehrzentrum oder den Halbpositionen im Mittelfeld - Westermann erledigte seine Jobs klaglos und fast immer tadellos.

Einschneidendes Erlebnis


Ein Erlebnis aus seiner Schalker Zeit prägte Westermanns Spielverständnis maßgeblich: "Ich spielte als Linksverteidiger auf einer Position, die ich zuvor nie gespielt hatte. Nach diesem Spiel begann ich, auch nach meinem Selbstverständnis, mich als Allrounder zu begreifen und entsprechenden Spaß an der Rolle zu entwickeln", erzählt Westermann auf seiner Homepage.

Nach seinem Wechsel zum HSV spielte er diese Rolle weiter, seine Trainer waren entsprechend dankbar und setzten ihn in der Innenverteidigung, auf der Außenbahn sowie im Mittelfeld ein. Doch der Spaß schien Westermann nach und nach abhanden zu kommen. Hausgemachte Querelen im Verein sowie die sportliche Talfahrt machten dem Erfolgstypen Westermann zu schaffen. Erst mit dem Engagement von Thorsten Fink kam die Stabilität zurück - auch bei Westermann, der zumindest momentan in der Innenverteidigung gesetzt ist.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet