Hintermann im Vordergrund

Längere Ruhepausen liegen Bayern-Präsident Hoeneß nicht

Wer dachte, dass Uli Hoeneß nach Aufgabe des Managerpostens beim FC Bayern München ruhiger werden würde, der hat sich geirrt. Der 59-Jährige ist jederzeit für einen Paukenschlag gut. Auch aktuell hat er sich wieder lautstark zu Wort gemeldet.

Uli Hoeness
Uli Hoeness Quelle: ap

An sich gibt es beim FC Bayern München und auch für Uli Hoeneß zurzeit keinen Grund zur Aufregung. In der Bundesliga steht der Verein auf Platz eins. Das Achtelfinale der Champions League hat das Team souverän erreicht. Und auf der Jahreshauptversammlung am letzten Freitag lobpreiste ein zufriedener Bayern-Boss, dass der FCB ein "Hort der Glückseligkeit" sei. Dennoch: Ruhe kehrt nicht ganz ein, wenn Hoeneß etwas nicht passt. Hier eine Chronologie der vergangenen Woche.

Alles im Lot

Freitag, 18. November. Bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München verkündet Vereinspräsident Uli Hoeneß Erfreuliches. Der Klub steht sportlich hervorragend da, und finanziell ist man der Musterknabe der Bundesliga. "Ich bin selten so stolz auf Bayern München gewesen wie in diesem Moment", ruft Hoeneß den Mitgliedern entgegen. Und bekennt sich sogar zu einer Art "Stadionsucht" - ohne die Spiele seiner Bayern fehle ihm etwas.


Beim Thema Manuel Neuer bricht Hoeneß eine Lanze für den Torhüter und teilt in Richtung Kritiker aus: "Wenn jemand heute noch sagt, dass der Transfer von Manuel Neuer falsch war, kann er das sagen - und kann zu Hause bleiben! Manuel Neuer ist der beste Torwart der Welt. Er ist eine Persönlichkeit, die zum FC Bayern passt, wie kaum eine andere". Klare Worte, auf die neben Beifall auch ein paar Buhrufe folgen. Doch die können die Stimmung im Hort der Glückseligkeit nicht trüben.

Kurzer Stimmungsdämpfer

Samstag, 19. November. Das Topspiel des 13. Spieltags steht an. Zu Gast bei den Bayern ist der amtierende Deutsche Meister aus Dortmund. Bei einem Sieg der Münchner wären die Verfolger erst einmal abgehängt. Das Ergebnis ist bekannt: 0:1 verloren. Das Wochenende des Uli Hoeneß ist getrübt.

Doch der Ex-Manager des Vereins bleibt ruhig. Schließlich steht man immer noch auf Platz eins, mit zwei Punkten Vorsprung auf den BVB. Außerdem steht das nächste Ziel auf der Bayern-Agenda: die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League.

Offensive nach dem Spiel

Dienstag, 22. November. Im vorletzten Gruppenspiel in der Champions League zeigt der FC Bayern eine beeindruckende Vorstellung. 3:1 gewonnen, den Durchmarsch in der Gruppe souverän geschafft. Der Klub und sein Präsident sind wieder ganz obenauf.


Doch Hoeneß bläst nach dem Spiel zur Attacke. Auslöser des Ausbruchs: die Debatte um den nach seiner Leisten-Operation wieder genesenen Bayern-Star Arjen Robben. "Es geht mir auf den Sack, dass man so einen Weltklassespieler infrage stellt, nur weil er nach acht Wochen Verletzungspause mal ein, zwei schlechtere Spiele macht. Das lassen wir sicherlich nicht zu - und da werde ich auch Theater machen", zetert das Bayern-Oberhaupt Klartext. "Wir brauchen Arjen. Und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er wieder der Alte wird", bekräftigt Hoeneß.

Ruhig wird es nicht um den Bayern-Boss. Am Samstag ist Hoeneß von 23 Uhr an zu Gast im "aktuellen sportstudio". Bei Moderator Sven Voss wird er bestimmt einiges zu sagen haben - zu den Bayern und auch zu anderen Themen. Uli Hoeneß vertritt seine Ansichten vehement und zählt deshalb auch zu den Persönlichkeiten, die polarisieren.

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