Huub Schalke Huub

Huub Stevens trägt wieder königsblau

Nach Ralf Rangnicks Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen ist ein alter Bekannter zurück auf der Schalker Trainerbank: Huub Stevens. Und gleich mit gelungenem Einstand: je ein Sieg in der Europa League und in der Meisterschaft.

Huub Stevens - Schalke Trainer
Huub Stevens - Schalke Trainer Quelle: dpa

Schalker Handlungsfähigkeit


Welkom en felicitaties, Meneer Stevens! Herzlich willkommen und herzlichen Glückwunsch, Herr Stevens! Dem niederländischen Trainer Huub Stevens ist die Rückkehr ins königsblaue Fußballherz geglückt: zwei Siege innerhalb von vier Tagen in zwei Wettbewerben. Auf Schalke heißt es jetzt wieder "Huub Schalke Huub" - in Anlehnung an den Oranje-Schlachtruf "Hup Holland Hup".
Ist die Wieder-Verpflichtung von Stevens auf Schalke ein Rück- oder Fortschritt für den blau-weißen Volksverein? Darüber nach der bereits intensiven Diskussion in der medialen Öffentlichkeit schon jetzt ein Urteil zu fällen, ist viel zu früh. Am Ende der ersten Dienstwoche aber gibt es ausschließlich Gewinner. Neben Trainer Stevens vor allem Manager Horst Heldt: der Mann der (zu) lange im Schatten von Felix Magath stand, hat nach dem überraschenden Rückzug von Ralf Rangnick seine Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt.

Schnurstracks unterwegs auf die HSV-Trainerbank hat Heldt Huub Stevens noch die Ausfahrt Gelsenkirchen-Buer schmackhaft gemacht - und das nach dem "Rangnick-Schock", Kompliment. Beim Hamburger SV suchen sie immer noch einen neuen Antreiber für die Seitenlinie.

Stevens, ein echter Schalker

Huub Stevens - auf den ersten Blick der aus der Mode gekommene Gegenentwurf zu all den modernen, jungen (aber gebundenen) Konzepttrainern wie Thomas Tuchel, Mike Büskens oder Thorsten Fink. Auf den zweiten Blick aber mindestens die ideale (Übergangs-)Lösung für das zuletzt so oft gebeutelte und beunruhigte Ruhrpott-Gemüt: nach dem "Allmächtigen" (Felix Magath) und dem "Professor" (Ralf Rangnick) hat Schalke jetzt wieder einen echten Schalker als Bankchef.

Eine Identifikationsfigur par excellence: Sechs Jahre hatte Stevens bereits das sportliche Sagen in Gelsenkirchen, drei Titel konnte er mit S04 gewinnen, mit dem Sieg der "Euro-Fighter" im UEFA-Pokal 1997 hat sich der niederländisch-deutsche Grenzgänger unsterblich gemacht - von den Fans gewählt zum Schalker Jahrhundert-Trainer!

Altersweisheit mit neuem Motto

Einer der sich auskennt in diesem speziellen Geflecht aus Professionalität und Emotionalität auf Schalke. Und mit bald 58 Jahren bringt der gerne als Grantler verschriebene Trainer sicher auch ein Stück Altersweisheit mit bei seiner Rückkehr, um im Spannungsfeld zwischen jungen, willigen Profis und der ein oder anderen Diva zu bestehen.


Immerhin hat er es bereits geschafft sein Motto der Neuzeit anzupassen: nicht mehr "die Null muss stehen", sondern von jetzt an "muss man ein Tor mehr schießen". Zweimal ist das ja geglückt! Ob das aber ein gutes Omen ist? Stevens ist der sechste Schalke-Coach nacheinander, dem es gelungen ist, seine ersten beiden Pflichtspiele zu gewinnen - nur Kontinuität in der Trainerfrage war zuletzt eine Rarität in königsblau! Also: viel Glück, Herr Stevens - veel geluk, Meneer Stevens.

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