Jerome Boateng - "ein richtig Guter"

Der HSV-Spieler auf dem Weg nach ganz oben

Spätestens seit seiner herausragenden Leistung bei der U21-EM wird Jerome Boateng eine große Karriere prophezeit. Auch Bundestrainer Joachim Löw hat ihn auf der Liste. Im sportstudio spricht Boateng über seine WM-Chance und seinen Zukunft beim HSV.

Jerome Boateng
Jerome Boateng Quelle: imago

Boateng - ein gebürtiger Berliner - kam als 16-Jähriger zu Hertha BSC. Hier durchlief er gemeinsam mit seinem eineinhalb Jahre älteren Bruder Kevin-Prince die Jugendabeilungen des Klubs. Anfang 2007 schaffte Jerome wie schon zuvor sein Bruder den Sprung in den Profikader und bestritt in der Rückrunde der Saison 2006/07 zehn Bundesliga-Spiele.

"Eines der größten Defensivtalente"

Im Sommer wechselte Jerome zum Hamburger SV, der den Youngster schon jahrelang beobachtet hatte. "Wir haben eines der größten Defensivtalente Deutschlands verpflichtet", verkündeten die HSV-Verantwortlichen damals. Trainer Huub Stevens sah dies wohl genauso, denn der Niederländer setzte den damals 19-Jährigen gleich in 27 Bundesligapartien in der Innenverteidigung ein.

Unter Stevens' Nachfolger Martin Jol erlebte Boateng den ersten Dämpfer in seiner vielversprechenden Laufbahn. Der neue Trainer setzte ihn immer wieder auf verschiedenen Positionen ein, zudem war Boateng nicht einmal mehr erste Wahl. Besser lief es für Boateng, als Bruno Labbadia Trainer beim HSV wurde. Boateng entwickelte sich nun endgültig zum Leistungsträger.

Ja zur Bundesliga

Der Titelgewinn im Sommer 2009 mit der U21 ist das bisherige Höhepunkt in der Karriere von Jerome Boateng. Danach erhielt der Berliner lukrative Angebote von ausländischen Spitzenvereinen, doch er entschied sich für die Bundesliga.

Auch Bundestrainer Joachim Löw war die Entwicklung von Boateng nicht verwehrt geblieben. "Wir hatten ihn schon vor der WM 2006 im Auge", erklärte Löw, der über seinen Hoffnungsträger sagt: "Er hat hervorragende Anlagen, um ein richtig Guter zu werden." Auch der Bundestrainer schätzt die Qualitäten des 21-Jährigen: Er ist schnell, physisch stark, technisch sehr versiert mit einem guten Stellungsspiel.

Gutes Zeichen

Ein deutliches Indiz, dass Löw auf Boateng vertraut, war die Berufung in die Startelf zum entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Russland im vergangen Oktober. Beim Leistungstest zu Beginn dieser Woche war der HSV-Mann ebenfalls mit von der Partie. Bleibt er unverletzt, führt sein Weg wohl direkt zur Fußball-WM in Südafrika.

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