Jungstar mit tollen Perspektiven

Marcel Schmelzer zu Gast im "aktuellen sportstudio"

Marcel Schmelzer zählt nicht nur zu den Lieblingsschülern von BVB-Trainer Jürgen Klopp. Längst hat auch Bundestrainer Joachim Löw ein Auge auf den Linksverteidiger geworfen. Der 23-Jährige ist einer der jungen Leistungsträger des deutschen Fußballs.

Er spielt bei seinem Lieblingsverein, hat sein Hobby zu seinem Beruf gemacht, steht vor dem größten Erfolg seiner Karriere und hat die Zukunft noch vor sich: Marcel Schmelzer, Außenverteidiger von Borussia Dortmund, geht es zur Zeit richtig gut.

Als Kind schon ballverliebt


Schmelzer hat großen Anteil am aktuellen Erfolg seiner Borussia, die unaufhaltsam Richtung Meistertitel strebt. Der gebürtige Magdeburger, der im Jahre 2005 mit 17 Lenzen aus dem Osten ins Ruhrgebiet zur Borussia kam, ist auf der linken Abwehrseite der Dortmunder gesetzt und spielt mit seinen Kollegen eine überragende Runde. Nur 14 Gegentore in 25 Spielen ist ein absoluter Spitzenwert.

"Lebe Deinen Traum und träume nicht Dein Leben", das ist das Motto des blonden Jünglings, der schon von Kindesbeinen an nicht ohne Ball sein konnte. Im Kinderzimmer, im Elternhaus oder dem Garten der Großeltern kickte "Schmelle", wann immer es die Zeit zuließ.

Steile Karriere

Die Eltern merkten früh, dass aus dem Junior etwas werden könnte, und meldeten Marcel beim 1. FC Magdeburg an. Dort besuchte er auch das Sportgymnasium, bis zur elften Klasse. 2005 folgte er dann dem Ruf der Schwarz-Gelben, kickte dort zunächst in der A-Jugend, dann bei den Amateuren unter Heiko Herrlich, bis Jürgen Klopp ihn im Sommer 2008 eine Chance im Profi-Kader gab. Nebenbei baute Schmelzer auch noch sein Fachabitur im Bereich Betriebswirtschaft.


Am 9. August debütierte er im DFB-Pokal gegen Rot-Weiss Essen und bereits eine Woche später lief er das erste Mal in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen auf. Fortan konnte Schmelzer regelmäßig sein Talent und seine Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen und machte so auch die DFB-Scouts auf sich aufmerksam. Am 31. März 2009 bestritt er sein erstes Spiel für die U21-Auswahl.

Dauerhafte Lösung auf links?

Bei der EM in Schweden unter Bundestrainer Horst Hrubesch absolvierte er dann sein erstes Pflichtspiel im deutschen Nationaldress - im defensiven Mittelfeld. Mit Erfolg. Denn Schmelzer wurde neben Mesut Özil, Sami Khedira, Mats Hummels und Manuel Neuer Europameister.

Am 18. November 2010 gegen Schweden gab Schmelzer schließlich auch sein A-Länderspieldebüt, allerdings auf seiner mittlerweile angestammten Linksverteidiger-Position. Dass Schmelzer einiges drauf hat, ist auch dem Bundestrainer nicht entgangen. "Marcel Schmelzer ist ein Kandidat für die linke Außenposition, für die wir seit einigen Jahren eine dauerhafte Lösung suchen", stellt Löw dem Magdeburger eine langfristige Perspektive in Aussicht.

Mit den Aufgaben gewachsen


Auch sein Heimtrainer ist natürlich zufrieden mit seinem Schützling: "Seit ich Marcel kenne, ist er fünf Zentimeter größer geworden", kommentierte Trainer Jürgen Klopp den sportlichen Höhenflug des Linksverteidigers, der in Dortmund prominente Spieler wie BVB-Legende Dede verdrängte und mit seiner Spielweise Weltstars wie Arjen Robben vom FC Bayern auf dem Rasen komplett ausschaltete.

Dennoch ist Schmelzer, über den Klopp sagt, dass er die größte Entwicklung aller BVB-Spieler in den letzten Jahren vollzog, noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. So hat er zum Beispiel noch kein einziges Bundesliga-Tor auf seinem Konto, auch in der Zweikampfbilanz und der Passgenauigkeit kann Schmelzer noch zulegen. Doch durch Aggressivität macht er diese Defizite wett.

Große Ziele

Wie wichtig der Magdeburger für die Schwarz-Gelben ist, zeigt sich in der Vertragsverlängerung bis 2014. "Mit Marcel Schmelzer haben wir einen weiteren wichtigen Spieler für die Zukunftsplanung unserer Mannschaft langfristig an den BVB gebunden", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc nach der Unterschrift.

Denn die Dortmunder haben mit ihrer jungen Mannschaft noch viel vor. Zuerst einmal den Meister-Titel einfahren, dann in der nächsten Saison auf internationaler Bühne glänzen. Und dann steht ja auch schon wieder eine EM vor der Tür - und die sollte für Schmelzer doch gerade recht kommen.

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