Khedira - mit 22 schon ein alter Hase

Stuttgarts Mittelfeldspieler zu Gast im "sportstudio"

Nachdem seine junge Karriere beinahe schon frühzeitig beendet war, ist Sami Khedira mittlerweile vom Jungtalent zur Führungskraft beim VfB Stuttgart gereift. Am Samstag ist der Nationalspieler zu Gast im "aktuellen sportstudio".

Sami Khedira
Sami Khedira Quelle: dapd

Gerade mal 22 Jahre alt zählt Sami Khedira seit Jahren zu den Stammkräften des VfB Stuttgart. Der gebürtige Bad Cannstätter durchlief ab dem achten Lebensjahr alle Jugendabteilungen der Schwaben, wurde mit der B-Jugend und den A-Junioren Deutscher Meister, ehe er 2007 auch mit den Profis diesen Titel holte.

Mann für wichtige Tore

Der Mittelfeldspieler wird von Trainer und Mitspielern für seine Vielseitigkeit und seine Kopfballstärke geschätzt. Auch überzeugt er durch gute Technik und seine Fähigkeit, ein Spiel zu lesen. Khedira war beim VfB schon zwei Mal der Mann für die entscheidenden Tore: So vermasselte er im Dezember 2008 mit seinem Tor in der Nachspielzeit zum 2:2 gegen den FC Bayern den Münchnern die Herbstmeisterschaft.

Noch wichtiger war sein Treffer am letzten Spieltag der Saison 2006/2007. Mit seinem Kopfballtor zum 2:1 gegen Energie Cottbus entschied der damals 20-Jährige die Meisterschaft zu Gunsten des VfB Stuttgart. Schon längst waren ausländische Vereine auf den Vorzeigeprofi des VfB aufmerksam geworden, doch Khedira entschied mit dem Herzen und blieb seinem Heimatverein treu. Ein Mal verlängerte er seinen Vertrag vorzeitig. Ob er den im Sommer 2011 auslaufenden Vertrag erneut verlängert, bleibt abzuwarten.

Als Kapitän zum EM-Titel

Auch seine DFB-Karriere verlief bislang beinahe reibungslos: Khedira spielte sich von der U16 hoch bis in die Nationalmannschaft von Bundestrainer Joachim Löw. Der Bundestrainer hatte den Stuttgarter für das prestigeträchtige Freundschaftsspiel gegen England im August 2007 nominiert. Doch eine Verletzung machte Khediras Einsatz unmöglich.


Der Youngster musste sich zwei weitere Jahre gedulden, bis es endlich klappte: Anfang September 2009 gab der Mittelfeldspieler sein Debüt im DFB-Trikot gegen Südafrika - als frisch gebackener U21-Europameister. Als Kapitän der Mannschaft von Horst Hrubesch führte Khedira den DFB-Nachwuchs zum Titelgewinn.

Der Kampf zurück auf den Rasen

Eine Meniskus-Verletzung im Jahr 2005 kostete Khedira beinahe die Karriere. Eineinhalb Jahre dauerte sein harter Kampf zurück zum Leistungssport und zurück auf den Fußballplatz. Im Oktober 2006 feierte er mit seinem Bundesliga-Debüt für die Schwaben auch seinen ganz persönlichen Sieg über das Schicksal.

"Niemand wusste, ob ich wiederkomme. Aber ich habe es geschafft", erklärte der Jungprofi, der sich auch von einer Adduktorenverletzung nicht aus der Bahn werfen ließ. Bald nach seinem Liga-Debüt avancierte Khedira zum Stammspieler beim VfB Stuttgart, ist sowohl als "Sechser" wie auch als Spielmacher einsetzbar und übernimmt gerne Verantwortung. Vielleicht auch bei der WM in diesem Sommer an der Seite von Michael Ballack im zentralen Mittelfeld der DFB-Elf.

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