Köpke schürt den Konkurrenzkampf

Bundestorwarttrainer macht jungen Talenten Mut

Selten zuvor gab es in Deutschland ein so großes Angebot an Top-Torhütern wie zur Zeit. Kein leichter Job für DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke. Denn hinter den gesetzten Keepern um Manuel Neuer drängen ambitionierte Talente in die Nationalmannschaft.

Bundestrainer Andreas Köpke
Bundestrainer Andreas Köpke Quelle: imago

Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Europameisterschaft wird es spannend, wer neben der Nummer eins, Manuel Neuer, und Werder Bremens Tim Wiese als dritter Torwart mit nach Polen und in die Ukraine reisen darf. Denn neben Hannovers Ron-Robert Zieler, der bereits A-Länderspiel-Luft schnuppern durfte, spielen sich immer neue junge Kerle ins Rampenlicht.

Wieses Status wackelt


Wie der erst 19-jährige Bernd Leno von Bayer Leverkusen, der in seiner ersten Saison bereits Ex-Nationalkeeper René Adler verdrängte. Oder der ebenfalls erst 19 Jahre alte Marc-Andre ter Stegen, der mit seinen tollen Paraden maßgeblich mit am aktuellen Erfolg seiner Borussia aus Mönchengladbach beteiligt ist. Oder auch der Stuttgarter Sven Ulreich, der mit seinen 23 Jahren ein starker Rückhalt des VfB Stuttgart ist.


Da ist selbst Wieses Nummer-zwei-Status längst nicht mehr in Stein gemeißelt. Vor allem ter Stegen macht mächtig Druck. Der 19-Jährige blieb beim 0:0 am 20. Spieltag in Wolfsburg in seinem 26. Bundesliga-Spiel zum zwölften Mal ohne Gegentor. Wiese dagegen zeigt sich genervt von den Diskussionen um seine Person. "Ich bringe meine Leistung - seit Jahren", will der Bremer erst gar keine Debatte aufkommen lassen.

Neuer ist die klare Nummer eins


Doch das ist schon passiert: Bundestorwarttrainer Andreas Köpke hat bereits den Konkurrenzkampf der Torhüter verschärft. "Manuel Neuer hat sich klar als Nummer eins positioniert, doch dahinter ist es enger geworden. Wir werden die Situation bis zur Nominierung genauestens beobachten", sagte Köpke dem "kicker".


Speziell Wiese und auch Zieler sind in den Augen Köpkes jetzt erst Recht gefordert. "Sie dürfen nicht locker lassen, denn die Konkurrenten machen mächtig Druck", so Köpke und fügte an: "Wir haben in Deutschland viele richtig gute Torhüter. Der eine oder andere ist vielleicht gar nicht so weit weg von dem Sprung, den er sich wünscht."

Wen er damit meint, kann Andreas Köpke am Samstag verraten. Denn dann ist er von 23 Uhr an zu Gast im "aktuellen sportstudio".

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