Lucas Barrios - Dortmunds Tormaschine

Argentinier wird vom Geheimtipp zum Leistungsträger

Der Anfang war schwer für Lucas Barrios bei Borussia Dortmund und in der Bundesliga. Doch dann zeigte Jürgen Klopps Entdeckung seine Qualitäten vor dem Tor. Mittlerweile hat der "Panther" Barrios mit seinen Treffern die BVB-Herzen erobert.

Lucas Barrios von Borussia Dortmund
Lucas Barrios von Borussia Dortmund Quelle: ap

Lucas Ramón Barrios Arrioli, kurz Lucas Barrios, war im Sommer 2009 zu Dortmund gekommen. 4,2 Millionen Euro hatte BVB-Präsident Rheinhard Rauball locker gemacht - für einen Offensivspieler, den sein Trainer Jürgen Klopp unbedingt haben wollte. "Er ist genau der Typ, den wir gesucht haben", verkündete Klopp nach dem geglückten Transfer. Doch abgesehen vom Trainer herrschte im Verein erst einmal Skepsis über Klopps Geheimtipp, denn Lucas Barrios galt trotz seines Titels "Welttorjäger" als No-Name in Europa.

Auf Maradonas Spuren


Auch Barrios war froh, endlich den Sprung nach Europa geschafft zu haben. In Buenos Aires geboren, feierte Barrios als 19-Jähriger im Jahr 2003 sein Profi-Debüt in der zweiten argentinischen Liga bei Argentinos Junios - dem Verein, wo Diego Maradona seine Karriere begonnen hatte. Ein gutes Omen eigentlich, doch für Barrios war bereits nach 15 Spielen wieder Schluss, als er gemeinsam mit dem Trainer ausgemustert wurde. Danach fand der Stürmer in seiner Heimat keinen Verein mehr, Barrios musste nach Chile und begann dort in der zweiten Liga von neuem.

Den Durchbruch schaffte der ehrgeizige und willensstarke Stürmer dann beim chilenischen Erstligisten CSD Colo Colo: Mit 37 Toren in 38 Spielen schoss sich der Argentinier direkt zum Titel "Welttorjäger". Damit öffnete er sich selbst die Türen Richtung Europa. Bei Dortmund nun hat sich sein Traum erfüllt. "Ich bin glücklich, hier spielen zu dürfen", sagt der Vater eines Sohnes, der erst vor kurzem seinen Vierjahresvertrag um ein weiteres Jahr verlängerte.

Schwieriger Anfang

Der Südamerikaner hatte gleich zu Beginn die rauhe Wirklichkeit der Bundesliga zu spüren bekommen: In den ersten zwei Monaten der Saison blieb Barrios in der Bundesliga der Erfolg verwehrt. Woche für Woche mühte sich Klopps Wunschkandidat ab, doch er traf zwar im DFB-Pokal, aber nicht in der Liga. Schon machten sich die ersten Unkenrufe breit über den "Welttorjäger", der sich womöglich doch als Niete entpuppen sollte. Doch erneut zeigte der Argentinier seinen Willen, es unbedingt zu schaffen.

Die Erlösung für ihn, und wohl auch für den Trainer, kam am 3. Oktober, als Barrios bei Borussia Mönchengladbach sein erstes Liga-Tor erzielte. Der "Panther" war wieder da. In den folgenden Monaten entwickelte sich Barrios zum Mann für die wichtigen Tore, schoss etwa zuletzt Bayer Leverkusen im Alleingang ab und kletterte unaufhaltsam immer weiter hoch in der Torschützenliste.

Torhungrig

Man darf davon ausgehen, dass Barrios mit seinen 15 Saisontreffern noch nicht genug hat. "Lucas ist eine Tormaschine", freut sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Immer mit dem direkten Zug zum Tor ist der Angreifer technisch versiert und extrem beweglich. Der Rechtsfuß zeigt zudem im gegnerischen Strafraum keine Nerven. Vom Geheimtipp hat sich Lucas Barrios gleich in seiner ersten Saison zum Leistungsträger und strahlenden Torjäger entwickelt.

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