Manuel Neuer - der Fels in der Schalker Brandung

Schalkes Nummer Eins überzeugt durch Leistung und Führungsqualität

Am zweiten Advent fällt ihm die Kür nach der Pflicht sichtlich leichter - Manuel Neuer scheint richtig wohlig ums Herz, als die Schalker Fans ihren Stargast hochleben lassen.

Als Kapitän, Leistungsträger und Führungsfigur ist es vor allem Manuel Neuer, der in guten wie in schlechten Zeiten als Frontmann die Königsblauen repräsentiert. Nicht immer ist es übrigens für den 24-Jährigen so angenehm wie beim Fanclub-Besuch am Tag nach dem 2:0-Sieg gegen die Bayern, dessen Grundlage erst der Torwart mit einigen glänzenden Aktionen gelegt hatte.

Torhüter mit allen Qualitäten

Erst vor einer Woche musste der Torhüter alle bohrenden Fragen nach der indiskutablen Vorstellung in Kaiserslautern beantworten. Ausgerechnet er, der völlig unangetastet von Schalkes Formschwankungen geblieben ist, seit Monaten bisweilen überragende Leistungen anbietet.


Schalkes Nummer Eins ist schon jetzt ein Mann des Jahres, heißer Kandidat für die nächste Fußballer-des-Jahres-Wahl. Auf dem Platz ist das Gelsenkirchner Eigengewächs mit allen Begabungen gesegnet. Reaktionsschnell, geschmeidig, sprungkräftig, überragendes Stellungsspiel, außergewöhnliche Spieleröffnung, technisch fantastisch im eins gegen eins, und, und, und ....

Profi mit Führungspersönlichkeit

Neuers Werdegang ist nahezu ideal verlaufen. Als 20-Jähriger löste er den erfahrenen Haudegen Frank Rost ab im Kasten der Königsblauen. Seine überdurchschnittlichen Fähigkeiten, gepaart mit der nötigen Professionalität und Zielstrebigkeit rückten den Juniorennationalkeeper schnell in den internationalen Blickpunkt. Selbst als sich der Torwart im zweiten Bundesligajahr die erste kleine Krise leistete, zweifelte kein Fachmann am steilen Aufstieg Neuers.

Parallel zu seiner sportlichen Entwicklung ist Schalkes Kapitän auch in seiner Persönlichkeit gereift. Auf dem Platz beständig der entscheidende Rückhalt, weiß der WM-Torwart längst auch um die Gewichtung und Bedeutung seiner Worte, an guten und an schlechten Tagen. Offene kritische Appelle, allerdings nie unterhalb der Gürtellinie, wie zuletzt am ersten Adventswochenende nach dem 0:5 in Kaiserslautern oder eben volksnah am Fan, wie gestern auf Schalke.


Dass der von den Bayern umgarnte Manuel Neuer Fragen nach seiner Zukunft dennoch ganz diplomatisch ausweicht, darf ihm niemand übelnehmen. Ganz egal wie Schalkes Saison-Achterbahnfahrt enden wird, ein Gewinner des Jahres 2010 kommt aus ihren Reihen: Manuel Neuer!

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