das aktuelle sportstudio vom 15. Oktober 2016

Lehmann: "Die Stadt ist komplett Effzeh!"

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Die beiden Kölner Leistungsträger Matthias Lehmann und Leonardo Bittencourt sprechen im aktuellen sportstudio mit Sven Voss über den Höhenflug der Kölner und den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft.

Beitragslänge:
23 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 15.10.2017, 20:26

Matthias Lehmann und Leonardo Bittencourt sind wichtige Eckpfeiler im Kölner Überraschungsteam. Während sich der Ältere der beiden im Scherz schon mal ein Paar neue Beine wünscht, hegt der Jüngere noch große Ambitionen. Am Samstag ist das Duo zu Gast im aktuellen sportstudio.

Leonardo Bittencourt hat gelitten in den letzten drei Wochen. Am guten Bundesligastart der Kölner hatte der 22-Jährige erheblichen Anteil, am Ausbau des gelungenen Einstieges nicht mehr – wegen einer Muskelverletzung, zugezogen am dritten Spieltag beim 3:0 über Freiburg. Am Montag nun stieg Bittencourt wieder ins Training ein und rekapitulierte erleichtert: "Ich bin glücklich, zurück zu sein. Denn als Zuschauer ist man aufgeregter als wenn man selbst auf dem Platz steht."


Zug zum Tor forciert

Die Gefahr, Nägel kauend auf der Ersatzbank oder gar Tribüne zu sitzen, ist für den gebürtigen Leipziger in dieser Saison jedoch weiter gesunken. Im Sommer 2015 aus Hannover nach Köln gewechselt, kam er schon in der vergangenen Rückrunde immer besser zurecht auf der linken Außenbahn – und war dort zur Stammkraft aufgestiegen.

Der Klamottenfetischist mit der saloppen Art und den großen Ambitionen ist ein aktuelles Beispiel für die geduldige, gezielte Arbeit von Peter Stöger mit seinem Personal. Beim leichtgewichtigen Wirbelwind Bittencourt ging es für den FC-Coach vor allem darum, den direkten Drang des Offensivspielers zum gegnerischen Tor zu forcieren. Anstatt stets einen womöglich besser postierten Nebenmann zu suchen.

Bittencourts Basis

Stögers aktuelle Forderung ("Jetzt müssen wir daran arbeiten, dass er die Dinger noch rein macht") setzte Bittencourt gegen Freiburg vor seiner Verletzung ebenfalls um. Weitere Treffer und Flankenläufe sollen für den jungen Mann, der den Sprung ins deutsche Nationalteam unverblümt als weiteres Karriereziel nennt, nun folgen.

"Ich war immer der Kleinste, musste mich immer zu hundert Prozent reinhauen", erläutert Bittencourt die Basis seiner Bundesligatätigkeit – die ihn jenseits der sehr unterschiedlichen fußballerischen Veranlagung mit Matthias Lehmann verbindet.

Running Gag auf der Sechs

Der gebürtige Ulmer stieß noch zu Zweitligazeiten zum Geißbockklub und ist nach gut vier Jahren beim FC nun in der zweiten Saison Mannschaftskapitän. Im defensiven Mittelfeld leistet der 33-Jährige nach einer schwierigen ersten Spielzeit auf rustikale Art seinen wichtigen Beitrag zum kontinuierlichen Aufstieg der Kölner – ein ebenso schnörkelloser wie zuverlässiger Partner für Bank-Chef Stöger.

Es passe einfach prima zwischen ihm und dem Trainer, erwähnt Lehmann gerne. Ein angenehmes Gefühl – gerade wenn man, wie er, auf seiner Position gehöriger Konkurrenz ausgesetzt ist. "Er wurde bereits häufiger vor einer Saison abgeschrieben, das hat schon ein bisschen was von Running Gag", sagt Stöger, dem für die beiden Sechser-Rollen außer Lehmann noch Nationalspieler Jonas Hector, Neuzugang Marco Höger, Milos Jojic und Toptalent Salih Özcan zur Verfügung stehen.

Weiser Kapitän

"Ich sehe die anderen zuerst als meine Mitspieler an, Konkurrenten sind sie erst in zweiter Linie", betont Kölns Kapitän seinerseits. "Wichtig ist, was für die Mannschaft gut ist." Ein weiser Satz – passend zum Urteil von Vizepräsident Toni Schumacher, der Matthias Lehmann jüngst mit einem guten alten Rotwein verglich.

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