Nico Rosberg: Schnell und strebsam

Der Mercedes-Pilot kommt ins "aktuelle sportstudio"

Er trägt einen großen Namen, die Rennfahrer-Gene wurden ihm in die Wiege gelegt. Nico Rosberg, Sohn des Ex-Formel-1-Weltmeisters Keke, gilt neben Sebastian Vettel und Michael Schumacher als der beste deutsche Fahrer im Formel-1-Zirkus.

Nico Rosberg
Nico Rosberg Quelle: reuters

"Der WM-Titel ist mein großes Fernziel", hatte Rosberg einst im "Bild"-Interview gesagt, als er noch im Williams seine Runden in der Königsklasse drehte.

Schneller als das Auto

Daran hat sich bis heute nichts geändert, der moderne junge Mann, der auf seinem eigenen YouTube-Kanal die Fans regelmäßig per Videoblog informiert und über Twitter die neuesten Nachrichten absetzt, ist mittlerweile diesem Ziel ein wenig näher gekommen. Insgesamt 98 Rennen hat Rosberg bislang in der Königsklasse absolviert, fünf Podestplätze sprangen dabei heraus - allerdings wartet er immer noch auf einen Sieg.

Und er hat Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz geweckt. So sollen Ferrari und Red Bull Interesse an dem 25 Jahre alten gebürtigen Wiesbadener mit Wohnsitz Monaco haben. Zwar wiegelt Rosberg ab: "Ein Wechsel ist für mich derzeit kein Thema. Mercedes ist ein tolles Team." Anscheinend könnte Rosberg die Silberpfeile nach dieser Saison verlassen. Denn um sich vorzustellen, wo Rosberg stehen könnte, wenn er in einem richtig schnellen Auto sitzen würde, braucht man keine große Fantasie.

Im Rekordtempo in die Formel 1

Die Weichen wurden im Leben des jungen Nico Rosberg schon früh in Richtung Motorsport gestellt. Bereits mit sechs Jahren saß er im Kart, drehte seine ersten Runden. Vier Jahre später kämpfte er dann bereits um Meisterehren. In diversen Kart-Meisterschaften fuhr Rosberg einige Siege ein. Ab dann ging es stetig bergauf. Rosberg wurde Vize-Europameister in der Formel A (2000) und startete in der Weltmeisterschaft der Formel Super A (2001). 2002 nahm ihn sein Vater Keke in sein Team in der deutschen Formel BMW auf, wo der Junior auf Anhieb Meister wurde.

Längst waren schon die Späher auf den ehrgeizigen und talentierten Jungen aufmerksam geworden. Über die Formel-3-Euro-Serie und die GP2 landete Rosberg in der Formel 1 - beim Williams-Team, für das damals auch schon sein Vater am Start war und Weltmeister wurde. In seiner Premierensaison 2006 überzeugte Rosberg gleich beim ersten Rennen in Bahrain mit einer sensationellen Aufholjagd. Platz sieben, seine ersten zwei Punkte in der Formel 1 und die schnellste Runde des Rennens standen nach dem Grand Prix von Bahrain zu Buche.

Im Team mit dem Rekordweltmeister


Doch nicht nur sein Name, auch sein gutes technisches Verständnis, seine akribische Arbeitsweise und sein mutiges Zweikampfverhalten waren die Gründe für seinen rasanten Aufstieg und machten den jungen Piloten auch für andere Teams interessant. "Verlieren ist nicht meine große Stärke", sagte er damals zur "Bild"-Zeitung, just zu der Zeit, als er bei Mclaren-Mercedes ganz oben auf der Wunschliste stand. Teamchef Frank Williams verweigerte ihm jedoch im Jahr 2008 die Freigabe. Und so dauerte es bis zum Jahr 2010, ehe Rosberg das Team wechseln konnte.

Doch nicht McLaren bekam den Zuschlag, sondern das neue Mercedes-Werksteam MercedesGP. Allerdings trat seine Verpflichtung gänzlich in den Hintergrund, da Michael Schumacher sein viel bestauntes Comeback gab und mit ihm das Team komplettierte.

Immer schneller

Rosberg, der gehofft hatte, endlich in einem Sieger-Auto zu sitzen oder gar die Nummer 1 im Team zu sein, nahm den Kampf an. Statt im unterlegenen Boliden mit dem Stern um Siege zu fahren, konnte Rosberg nur mit teaminternen Erfolgen glänzen. Rosberg entzauberte den Rekordweltmeister regelmäßig, für Podiumsplatzierungen reichte es zumindest in dieser Saison bislang nicht.

Nach und nach kommt der Mercedes aber besser ins Rollen, wird immer konkurrenzfähiger. Was in dieser Saison noch drin ist für die Schwaben, wie sein weiterer Weg in der Formel 1 aussieht und wie das Miteinander mit Michael Schumacher im Team ist, wird Rosberg am Samstag ab 23 Uhr verraten - im Gespräch mit Katrin Müller-Hohenstein im "aktuellen sportstudio".

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