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Kahn vor dem Sprung auf den Bayern-Chefsessel

das aktuelle sportstudio

Oliver Kahn steht beim FC Bayern München in den Startlöchern. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge und Kahn selbst haben im aktuellen sportstudio durchblicken lassen, dass der einstige Torwart-Titan ein ganz heißer Kandidat auf Rummenigges Nachfolge ist.

Oliver Kahn im aktuellen Sportstudio
Oliver Kahn im aktuellen Sportstudio
Quelle: imago 39127995

Der 63 Jahre alte Rummenigge erklärte im ZDF-Interview mit Boris Büchler, er habe seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender noch einmal um zwei Jahre bis Ende 2021 verlängert. Für die Zeit danach sei Kahn "eine interessante Personalie". Allerdings wäre es besser "wenn er ein Jahr vorher kommt, um sich einzuarbeiten. Ich halte Oli für fähig, er hat Ahnung von Fußball, und er hat sich auch mit Finanzen und der Wirtschaft befasst", sagte Rummenigge.

"Die richtige Richtung"

Kahn selbst sagte dazu im Gespräch mit Dunja Hayali: "So, wie das im Moment ausschaut, geht das in die richtige Richtung. Und jetzt muss man halt schauen, wenn es konkreter wird." Zuvor hatte er in der "Passauer Neuen Presse" Interesse bekundet: "Ich kann mir das durchaus vorstellen."

Das gilt auch für Präsident Uli Hoeneß, der das Projekt Kahn im Aufsichtsrat, der den Vorstand beruft, gemeinsam mit seinem Stellvertreter und Ex-Adidas-Chef Herbert Hainer vorantreibt.

Überstürzen will aber insbesondere Kahn nichts. "Das ist keine Position, die man so von heute auf morgen bekleiden kann. Es ist sinnvoll, dass man in so eine Position Stück für Stück reinwächst."

Der Job ist eine Herausforderung und würde sein Leben sehr verändern. "Ich habe dem Verein eine Menge zu verdanken. Es ist nicht so eine einfache Kopfentscheidung, sondern das ist auch eine emotionale Entscheidung", so Kahn.

Fürsprecher Hoeneß

Uli Hoeneß hatte vor einer Woche im TV-Sender Sport1 eine Probezeit des designierten Rummenigge-Nachfolgers angeregt. "Oliver Kahn würde ein Jahr bei uns normales Vorstandsmitglied. Da hat man Zeit, sich zwölf Monate zu beschnuppern." Der 67-jährige Hoeneß sprach von einer "guten Idee" mit Kahn und versicherte, aktuell nur mit ihm zu reden und zu verhandeln: "Bei uns gibt es immer nur 1a-Lösungen."

Die Probezeit könnte im Januar 2020 beginnen. Kahn würde das begrüßen, auch weil er aktuell anderweitig als Unternehmer tätig ist. Mit seiner jüngsten Firma "Goalplay" verfolgt er das ehrgeizige Ziel, führender Anbieter für Torwartprodukte zu werden. Zudem arbeitet er als Fußballexperte für das ZDF. "Da kann ich nicht Hals über Kopf morgen sagen: So, hier bin ich jetzt weg und fange jetzt beim FC Bayern München an", so Kahn im aktuellen sportstudio.

Kahn: Alles, nur kein Praktikant

Der gebürtige Karlsruher, der seine ruhmreiche Profi-Karriere 2008 nach 14 erfolgreichen Jahren beim FC Bayern beendete, geht eine Rückkehr zum Rekordmeister durchaus selbstbewusst an. "Bei dem Wort Praktikum wäre ich ein bisschen vorsichtig", bemerkte er, als ihn Dunja Hayali darauf ansprach.

Bei Rummenigge würde er gerne in die Lehre gehen. "Es ist auch absolut für mich super, dass Karl-Heinz nochmal verlängert hat. Es gibt ja nichts Besseres, als wenn man Stück für Stück in so einen Verein hineinwächst und von jemandem lernen kann, der diese Aufgabe viele Jahre macht."

Mit Material von dpa

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