Rangnick meldet sich zurück

Exklusiv-Interview mit dem Trainer im "sportstudio"

22. September 2011: Es ist ein spektakulärer und überraschender Rücktritt. Ralf Rangnick gibt seinen Posten als Cheftrainer bei Schalke 04 auf. Nach nur einem halben Jahr. Der Grund: Rangnick leidet an einem Erschöpfungssyndrom.

Ralf Rangnick
Ralf Rangnick Quelle: dapd

Über die Pressestelle der "Knappen" lässt Ralf Rangnick mitteilen: "Nach langer und reiflicher Überlegung bin ich zum Entschluss gekommen, dass ich eine Pause brauche. Die Entscheidung so zu treffen ist mir unheimlich schwer gefallen. Doch mein derzeitiger Energielevel reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein und insbesondere die Mannschaft und den Verein in ihrer sportlichen Entwicklung voranzubringen." Die medizinische Diagnose für Rangnicks Befinden von Schalkes Teamarzt Dr. Thorsten Rarreck lautet: "Vegetatives Erschöpfungssyndrom. Der Körper ist ausgelaugt, körperlich ist er am Ende. Die Speicher sind einfach leer." Kurz: Burnout! 1998 erklärte Ralf Rangnick im aktuellen sportstudio die Viererkette

Rückkehr auf die Trainerbank

Seit dem Rücktritt sind fünf Monate vergangen. Zeit, in der Rangnick sein Leben komplett umgekrempelt hat. Mittlerweile ist sogar eine Rückkehr auf die Trainerbank möglich. Sein Berater Oliver Mintzlaff sagt in der Sport-Bild: "Ralf Rangnick geht es deutlich besser. Natürlich verfolgt er den deutschen und internationalen Fußball. Ich denke, er wird wieder 2012, spätestens im Sommer, auf die Fußballbühne zurückkehren". Interesse an Rangnick gibt es, aber noch keine konkreten Angebote. Auf welche Trainerbank sich Rangnick bei einem möglichen Comeback setzen wird, ist bisher völlig offen. Denkbar ist die Bundesliga, aber auch die englische Premier League. Zu England hat Rangnick eine besondere Beziehung. Während seines Studiums spielte er in der englischen Amateurklasse, hospitierte sogar als Bundesligatrainer beim FC Arsenal unter Trainerlegende Arsène Wenger.

Das System Rangnick

Das hat Rangnick geprägt. So sehr, dass er als Trainer die englische Spielweise - vor allem die von Arsenal - lehrt: schnelles und steiles Kurzpassspiel in der Offensivbewegung, aggressives Pressing in der Defensive. Attraktiver Fußball, der Spaß machen soll.


Dass sein Spielsystem auch erfolgreich ist, zeigt seine Zeit bei 1899 Hoffenheim. Nach dem Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga steht der Klub am Ende der Hinrunde der Aufstiegssaison auf Platz eins - Herbstmeister. Und auch mit Schalke kann Rangnick feiern. 2011 gewinnt er mit den "Königsblauen" den DFB-Pokal.

Wie die Fußballbühne künftig für Ralf Rangnick aussehen könnte, wo er seine Zukunft sieht und wie er seine Auszeit verbracht hat - darüber spricht er exklusiv am Samstag von 23 Uhr an mit Moderator Michael Steinbrecher im "aktuellen sportstudio".

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