Sabine Lisicki: Großes Tennis

Sabine Lisicki gewinnt in Wimbledon Ansehen und Sympathien

Das deutsche Damentennis ist erfolreich wie lange nicht mehr. Verantwortlich dafür ist neben Andrea Petkovic und Julia Görges auch Sabine Lisicki. Warum das so ist, zeigte sie in Wimbledon. Auf dem heiligen Rasen wurde sie erst im Halbfinale von Maria Scharapowa gestoppt.

Sabine Lisicki
Sabine Lisicki Quelle: reuters

Ein "Superturnier", eine "wundersame Reise" und andere Superlative bestimmten die Schlagzeilen über die Nummer drei im deutschen Damentennis nach ihren Erfolgen bei den 125. All England Championships. Und auch Sabine Lisicki konnte nach der ersten Enttäuschung über ihr Ausscheiden schon wieder lachen. Denn letztlich überwiegen die positiven Aspekte für die 21-Jährige.

Entwicklung noch nicht am Ende


"Ich habe sehr, sehr gutes Tennis gespielt und viel Selbstvertrauen getankt. Ich fühle mich richtig gut auf dem Platz. Das gibt einem die Bestätigung, dass sich die Arbeit auszahlt", sagte Lisicki, nachdem sie doch relativ deutlich mit 4:6 und 3:6 gegen die russische Ausnahmespielerin Maria Scharapowa ausgeschieden war. "Ich hatte meine Chancen, aber ich habe sie nicht genutzt, das war der Unterschied", sagte Lisicki.

Ihr Auftreten macht Mut für die Zukunft. "Es war ein unglaubliches Turnier", sagte sie und richtete bereits den Blick wieder nach vorne. "Ich habe enorme Schritte vorwärts gemacht. Man kann sich immer verbessern, in allen Aspekten. Das Wichtigste ist für mich, in der Zukunft viel Spaß zu haben, sich keinen Druck zu machen und das zu genießen."

Rückschlag nach Verletzung


Denn dass es auch andere Zeiten gibt, weiß Lisicki nur zu gut. Vor gut zwei Jahren war sie schon einmal die Nummer 22 der Weltrangliste, ehe eine hartnäckige Sprunggelenksverletzung sie stoppte. Von März bis August 2010 konnte sie kein Tennis spielen, fiel in der Weltrangliste weit zurück und brauchte eine lange Anlaufzeit, um wieder an ihre alte Leistungsstärke anzuknüpfen.

Mittlerweile ist sie wieder in Form, und sie weiß: "Meine Zeit wird kommen." In der kommenden Woche wird sie sich von Position 62 im Ranking vorerst unter die Top 30 verbessern, Auch Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner traut Lisicki noch viel zu: "Alles ist möglich", so Rittner.

Allgemeiner Respekt

Und auch die Gegnerinnen haben sie mittlerweile auf dem Zettel. Sie fürchten vor allem ihren Aufschlag. "Es ist schwer, gegen eine Spielerin zu spielen, die besser aufschlägt als Serena Williams", sagte beispielsweise Marion Bartoli nach ihrem Viertelfinal-Aus gegen Lisicki. Und auch Scharapowa zollte ihrer Gegnerin Respekt: "Sabine spielte wirklich gut. Es war hart."

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Abo beendet