Sahin "will zu den Besten gehören"

Dortmunds Mittelfeldmann auf den Spuren Schweinsteigers

Nuri Sahin ist eine feste Größe im defensiven Mittelfeld von Borussia Dortmund. Trainer Jürgen Klopp setzt auf den 21-Jährigen, und auch in der türkischen Nationalelf ist der Deutsch-Türke auf einem guten Weg. Am Samstag ist er Gast im "sportstudio".

Wenn es in der Vorbereitung darum geht, sich einen der begehrten Stammplätze zu erkämpfen, muss sich Nuri Sahin keine Sorgen machen. Denn von den fünf Plätzen im Mittelfeld des BVB ist ein einziger fest vergeben. Sahin ist als einer der beiden Sechser vor der Abwehr gesetzt. Und das soll auch so bleiben. Denn Sahin sieht sich noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung.

Jüngster Bundesligaspieler


Sahin ist ein Kind des Ruhrgebiets. Geboren in Lüdenscheid, wuchs er im südwestfälischen Meinerzhagen auf und lernte beim dortigen RSV Meinerzhagen das Kicken. Ab 2001 spielte er für die Jugend von Borussia Dortmund und machte dort schnell auf sich aufmerksam.


Am 6. August 2005 schrieb Sahin dann Geschichte, als er im Alter vom 16 Jahren und 335 Tagen gegen den VfL Wolfsburg auflief, und damit nicht nur zum jüngsten BVB-Spieler, sondern sogar zum jüngsten Bundesligaspieler überhaupt avancierte. Zwei Monate später folgte der erste Einsatz in der türkischen Nationalmannschaft. Am 8. Oktober 2005 wurde er in der 85. Minute der Partie gegen Deutschland eingewechselt und schoss kurz darauf das Tor zum 2:0 - gegen Oliver Kahn.

Sahin will "Spuren hinterlassen"


Doch das ist Vergangenheit. Sahin will in dieser Saison seine Leistung bestätigen. "Ich stecke mir hohe Ziele. Und in diesem Fall heißt das: Ich will zu den Besten gehören und Spuren hinterlassen", sagt Sahin im "kicker"-Interview. Und fügt selbstbewusst an: "An Schweinsteiger und van Bommel bin ich nah dran." Und das, obwohl ihn sein Trainer Jürgen Klopp in der vergangenen Saison von der halblinken Position auf den Sechser umschulte.

Sahin hat also seine Idealposition gefunden. "In der Rolle vor der Abwehr kann ich meine Stärken am besten ausspielen, das Spiel mehr beeinflussen und der Mannschaft am besten helfen", charakterisiert der Youngster seine Stärken.

Quoten verbessern


53 Prozent gewonnene Zweikämpfe in der abgelaufenen Saison sind eine gute Hausnummer. Doch Sahin sieht dort noch Nachholbedarf: "53 Prozent sind eine ordentliche, aber natürlich auch ausbaufähige Quote." Ebenso wie die seiner Torvorlagen. "Acht sind noch zu wenig", so Sahin, der zudem vier Treffer erzielte.


Für die kommende Saison hat er also noch viel vor: "Eines meiner ersten Ziele ist, dass ich mehr zum Abschluss komme und effektiver im Abschluss werde. Denn ich hatte letzte Saison schon einige Großchancen, die ich nicht reingemacht habe. Prinzipiell kann ich mich aber noch in allen Bereichen steigern. Denn wenn ich mich mit den ganz großen Spielern vergleiche, dann fehlt mir schon noch einiges", sagte Sahin zum "Reviersport".

Mit Hiddink Deutschland angreifen

Die Beständigkeit und die starken Leistungen will der 21-Jährige auch in der türkischen Nationalmannschaft zeigen. Bislang hat er 21 Länderspiele auf dem Buckel. Die Türkei ist Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft, am 8. Oktober treffen die Teams in der Qualifikation aufeinander. Jetzt sollen es etliche mehr werden, die Nationalmannschaftskarriere richtig in Gang kommen.


Unter dem neuen Trainer Guus Hiddink lief er bereits beim Testspiel unter der Woche auf - und bot eine gute Vorstellung. Dass der Holländer nun die Türken trainiert, ist für den BVB-Profi ein absoluter Glücksfall. "Hiddink ist ein Weltklassemann. Bei ihm und bei Jürgen Klopp bin ich in sehr guten Händen. Ich kann von Glück sagen, dass ich gleich zwei absolute Toptrainer habe", schwärmt Sahin.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet