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Hoffenheim verstärkt Augsburgs Krise

Fußball-Bundesliga: 28. Spieltag im Überblick

Die TSG Hoffenheim bleibt an den Europa-League-Plätzen dran. Nach dem 4:0 in Augsburg beträgt der Rückstand weiterhin einen Punkt. Mönchengladbach dagegen verliert nach dem 1:1 gegen Bremen die Champions League allmählich aus den Augen.

Kevin Vogt (l), Ishak Belfodil (m) und Florian Grillitsch am 07.06.2019 in Augsburg
Kevin Vogt (l.) und Florian Grillitsch feiern den Dreifachtorschützen Ishak Belfodil (m.)
Quelle: dpa

Leipzig und Frankfurt haben indes ihren Platz in den Top 4 gefestigt. RB machte in Leverkusen aus einem 1:2-Rückstand einen 4:2-Sieg. Die Eintracht siegte durch einen Last-Minute-Elfmeter beim FC Schalke 04 mit 2:1. Der VfL Wolfsburg setzte sich zu Hause gegen Hannover mit 3:1 durch. Der VfB Stuttgart und der 1. FC Nürnberg trennten sich 1:1, Fortuna Düsseldorf gewann bei Hertha BSC Berlin mit 2:1.

Das Topspiel am Samstagabend war eine einseitige Angelegenheit: Bayern München besiegte Borussia Dortmund mit 5:0 und raubte dem BVB damit die Tabellenführung.

FC Augsburg - TSG Hoffenheim 0:4 (0:1)

Die Tore für die Hoffenheimer erzielten Andrej Kramarić (6.) und Ishak Belfodil (61., 74. und 82). Für den FCA wird die Lage allmählich prekär. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt jetzt nur noch vier Punkte.

Die erschreckend schwachen Augsburger hatten vor allem mit dem schnellen Direktspiel der Gäste große Probleme. Hoffenheim hätte zur Pause deutlicher führen können, doch FCA-Keeper Torhüter Gregor Kobel rettete gegen Belfodil (24.). Sekunden später lenkte Kobel einen Schuss von Kramaric mit einem Reflex an die Latte.

Augsburgs Trainer Manuel Baum nahm nach einer halben Stunde den als Rechtsverteidiger aufgebotenen Reece Oxford vom Feld, beorderte an dessen Stelle Jonathan Schmid und schickte Torjäger Alfred Finnbogason als zentrale Spitze auf den Platz. Zumindest defensiv stand Augsburg danach etwas besser. Dennoch hatte die TSG weiterhin die besseren Chancen.

Mönchengladbach - Werder Bremen 1:0 (0:0)

Nuri Sahin (l) und Alassane Plea am 07.04.19 in Mönchengladbach
Nuri Sahin (Bremen/l.) gegen Alassane Plea
Quelle: dpa

Lange geführt, wieder nicht gewonnen: Borussia Mönchengladbach tritt auf der Stelle. Das Team von Noch-Coach Dieter Hecking kam gegen die Überflieger von Werder Bremen nicht über ein unglückliches 1:1 (0:0) hinaus. Florian Neuhaus (49.) brachte die Borussia in Führung, Davy Klaassen (79.) glich für die in diesem Jahr ungeschlagenen Bremer kurz vor Spielende aus.

Gladbach war mit seinem variablen Spiel tonangebend. Bremen gestaltete das Spiel nach Neuhaus‘ Treffer zum 1:0 wesentlich offener. Max Kruse zwang Gladbach-Keeper Yann Sommer zu Großtaten (68./71.). Den Gladbachern bot sich wiederum viel Platz für Konter, in der Schlussphase ging es hin und her.

Bayer Leverkusen - RB Leipzig 2:4 (2:1)

RB Leipzig nimmt klaren Kurs auf die Fußball-Königsklasse, Bayer Leverkusen dagegen verliert Europa nach der dritten Niederlage in Serie immer mehr aus den Augen.

Fußball-Bundesliga, Bayer Leverkusen - RB Leipzig am 06.04.2019: Kevin Kampl (l.) und Emil Forsberg (r.)
Kevin Kampl (l.) Emil Forsberg feiern Forsbergs Treffer zum 3:2
Quelle: dpa

Den Leverkusenern reichte der Doppelpack des überragenden Kai Havertz in der 11. Minute mit einem Foulelfmeter und in der 23. Minute reichte nicht, weil Leipzig nach dem 1:1 durch Marcel Sabitzer (17.) die Begegnung drehte. Timo Werner (64.), Emil Forsberg per Handelfmeter (72.) und der Brasilianer Matheus Cunha (83.) trafen zum 4:2.

Leipzigs Coach Ralf Rangnick reagierte in der Pause mit den Einwechslungen von Verteidiger Nordi Mukiele für Lukas Klostermann und von Mittelstürmer Matheus Cunha für Amadou Haidara. Wirkung zeigte das zunächst nicht. Leon Baileys vermeintliches 3:1 (51.) wurde nach Videobeweis wegen Abseits nicht anerkannt.

Leipzig wurde jetzt offensiv mutiger. Beim Stand von 2:2 gab es große Aufregung und einen erneuten Videobeweis: Dem Leverkusener Mitchell Weiser geriet der Ball an die Hand, der Forsberg verwandelte sicher zum 3:2 für Leipzig. Nach Cunhas Treffer resignierte Bayer.

Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 1:2 (1:1)

Schalke 04 hat einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg verpasst. Die Königsblauen unterlagen dem Champions-League-Anwärter Eintracht Frankfurt nach einem Handelfmeter in der Nachspielzeit 1:2 (1:1). Für die Frankfurter ist es der sechste Ligasieg in Folge. Schalke hat nun nur noch fünf Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz.

Luca Jovic (m.) am 06.04.2019 in Gelsenkirchen
Neunte Minute der Nachspielzeit: Luca Jovic beschert der Eintracht den Sieg.
Quelle: imago

Frankfurt war zu Beginn klar besser - und Ante Rebic erzielte in der 13. Minute die Führung. Suat Serdars Ausgleich (21.) fiel wie aus heiterem Himmel. Als nach einer halben Stunde Rebic im Strafraum zu Boden ging, forderten die Gäste Elfmeter. Doch Schiedsrichter Sascha Stegemann ließ weiterspielen und blieb auch nach Ansicht der Videobilder bei seiner Entscheidung - eine Fehlentscheidung.

Nach der Pause bewahrte Schalke-Keeper Alexander Nübel bei Kopfbällen des eingewechselten Goncalo Paciencia (51.) und seines Mitspielers Caligiuri (52.) sein Team mit weiteren Glanzparaden vor einem weiteren Rückstand.

Schalkes Serdar sah in der vierten Minute der Nachspielzeit Gelb-Rot wegen Foulspiels und war damit gut bedient. Die Entscheidung fiel durch Luka Jovics Handelfmeter in der neunten Minute der Nachspielzeit, der nach Videobeweis gegeben wurde.

VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg 1:1 (0:1)

Der VfB Stuttgart hat den 1. FC Nürnberg auf Distanz gehalten und kann im Abstiegskampf zumindest weiter auf die Relegation hoffen. Ozan Kabak (75.) rettete seiner Mannschaft ein 1:1 (0:1).

Andreas Beck und Sebastian Kerk am 06.04.19 in Stuttgart
Andreas Beck (links) gegen den Nürnberger Sebastian Kerk
Quelle: dpa

Der VfB hatte zunächst die besseren Chancen, ehe der Club aufkam. FCN-Kapitän Hanno Behrens traf zunächst die Latte, dann verwertete Matheus Pereira im Nachsetzen per Kopf zum 0:1 (42.). Kurz vor der Pause hätte Mario Gomez ausgleichen müssen.

Nach dem Seitenwechsel wurde der VfB angesichts der drohenden Niederlage sichtlich nervöser, das Publikum unruhig und das VfB-Spiel immer fahriger. Nürnberg kam immer wieder in gute Kontersituationen, machte aber zu wenig daraus. Nach dem 1:1 hatten beide Teams Chancen zum Sieg.

VfL Wolfsburg - Hannover 96 3:1 (1:1)

Hannover 96 hat im Kampf gegen den Abstieg eine weitere bittere Niederlage kassiert. Trotz guter Leistung verlor der Tabellenletzte beim VfL Wolfsburg mit 1:3 (1:1) vor gerade einmal 23.500 Zuschauern. Die 96-Führung durch Hendrik Weydandt (30. Minute) konterten Renato Steffen per Doppelpack (32./71.) und Jerome Roussillon (78.) zum glücklichen Erfolg des Europapokal-Aspiranten.

 In der Hinrunde war den Hannoveranern beim 2:1 einer von bislang erst drei Saisonsiegen gelungen. Dies wäre auch diesmal möglich gewesen. In den entscheidenden Momenten fehlte den Gästen aber das Glück.

Hertha BSC - Fortuna Düsseldorf 1:1 (1:1)

Aufsteiger Fortuna Düsseldorf setzt sein Stimmungshoch fort und hat Hertha BSC endgültig in die Krise geschossen. Dank des überragenden Doppeltorschützen Benito Raman gewannen die Rheinländer in Berlin mit 2:1 (1:1) und schoben sich an der Hertha vorbei. Das Team von Trainer Pal Dardai kassierte die vierte Niederlage in Serie und steht trotz des gesicherten Tabellenplatzes vor ungemütlichen Wochen.

Raman (35./61. Minute) traf wie schon beim 4:1 in der Hinrunde zweimal, Herthas Marko Grujic (41.) erzielte das 1:1. Fortuna hat damit weiter nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun.

Mainz 05 - SC Freiburg 5:0 (3:0)

Fußball-Bundesliga, Mainz 05 - SC Freiburg: Die Mainzer Spieler Jean-Philippe Gbamin, Nico Bungert (r.) umjubeln Jean-Paul Boetius (l.), der das 1:0 erzielte.
Die Mainzer Jean-Philippe Gbamin, Nico Bungert (r.) umjubeln Jean-Paul Boetius (l.), der das 1:0 erzielte.
Quelle: Torsten Silz/dpa

Mainz 05 hat dank großer Gastgeschenke des SC Freiburg und einem Dreierpack von Jean-Philippe Mateta seine Niederlagenserie eindrucksvoll beendet. Mit dem Fünferpack verdrängten die Mainzer die Gäste nicht nur vom zwölften Platz, sondern egalisierten auch ihre Liga-Rekordmarke aus den Jahren 2005 gegen Freiburg und 2015 gegen Paderborn, als es ebenfalls 5:0-Siege gab.

Der überragende Jean-Paul Boetius (20. Minute) nach einem schweren Patzer von Freiburg-Torwart Alexander Schwolow und Mateta (26./33.) mit einem Doppelpack sorgten schon vor der Halbzeitpause für klare Verhältnisse. Karim Onisiwo (73.) und erneut Mateta (77.) machten den höchsten FSV-Saisonsieg perfekt. Mit 33 Zählern hat sich Mainz vermutlich aller Abstiegssorgen entledigt.

Sa, 10.04.2021
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1RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL541012:3913
2FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC BayernFCB540122:81412
3Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB540111:2912
4Bayer 04 LeverkusenBayer 04 LeverkusenLeverkusenB0452306:339
5VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB522110:648
6Borussia MönchengladbachBorussia MönchengladbachM'gladbachBMG52218:808
7Werder BremenWerder BremenWerderSVW52217:708
8Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE52217:9-28
91899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG52129:727
10VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB51404:317
11FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA52126:607
121. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU51318:626
13SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF51316:9-36
14Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeldDSC51134:8-44
15Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC51049:12-33
161. FC Köln1. FC KölnKölnKOE50235:9-42
17FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0450142:19-171
181. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0550054:15-110
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