Sebastian Kehl: Der ewige Borusse

Dortmunds Kapitän zu Gast im "sportstudio"

Sebastian Kehl hat fast alle Höhen und Tiefen von Borussia Dortmund miterlebt - seit fast zehn Jahren trägt der Mittelfeldspieler die schwarz-gelben Vereinsfarben. Nach etlichen Verletzungen greift der mittlerweile 31-Jährige jetzt wieder an.

Sebastian Kehl
Sebastian Kehl Quelle: dpa

Lange Leidenszeit

Sebastian Kehl ist eine der Integrationsfiguren in der jungen Meistermannschaft von Borussia Dortmund. Nur Roman Weidenfeller hat mehr Pflichtspiele für den BVB bestritten als der Kapitän. Dass Kehl hinter dem Torwart rangiert, liegt an einer langen Verletzungsserie, die im Jahr 2006 begann und sich über fünf Jahre hinzog. Jetzt greift Kehl, der noch einen Vertrag bis 2012 in Dortmund besitzt, wieder an.


Nach einem harten Zweikampf mit Hasan Salihamidzic am 11. August 2006, dem ersten Spieltag der Saison 2006/07 gegen den FC Bayern begann für Sebastian Kehl die erste lange Verletzungsphase seiner Profikarriere. Die Fleischwunde wollte einfach nicht verheilen. Erst am 4. Februar 2007 konnte Kehl wieder ein Bundesligaspiel bestreiten.

Doch das Comeback verlief nicht nach Wunsch. Die alte Verletzung machte Kehl immer wieder zu schaffen, neue Verletzungen kamen dazu. Lediglich 60 Bundesligapartien in den letzten fünf Jahren konnte Kehl absolvieren, immer neue Verletzungen warfen den ehrgeizigen Kicker zurück.

Vorbild für die Jungen

Doch Kehl gab nicht auf, kämpfte sich immer wieder an die erste Elf heran."Dass ich erneut einen großen Teil der Saison wegen Verletzungen verpasst habe, war sehr frustrierend", sagte Kehl im "11freunde"-Interview. Der Mann mit dem strammen Linksschuss erfüllte aber auch abseits des grünen Rasens seine Kapitäns-Aufgaben, war immer nah dran an der Mannschaft und stand mit seiner großen Erfahrung dem jungen Team mit guten Ratschlägen zur Seite.


Kehl lebt Einsatz und Leidenschaft auf und neben dem Platz vor, Übersicht und Gespür für die Spielentwicklung zählen zu den weiteren Qualitäten des laufstarken defensiven Mittelfeldspielers, dessen Markenzeichen aber der beherzte Einsatz ist. Dass er trotz der großen Konkurrenz im BVB-Mittelfeld wieder an seinen Stammplatz glaubt, spricht für den Routinier. "Wenn ich fit bin, stand ich in der Vergangenheit immer auf dem Platz. Als Kapitän ist das auch in der neuen Saison mein Ziel", sagt er im Interview.

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