Sorgen vor dem Rückrundenstart

Werder-Trainer beklagt Verletzte und kritisiert kurze Pause

Nach einem durchwachsenen Hinrunden-Abschluss will Werder Bremen in der Rückrunde wieder voll angreifen. Doch Trainer Schaaf fehlen wichtige Leistungsträger. Ein Grund dafür könnte laut Schaaf die zu kurze Regenerationsphase im Winter sein.

Thomas Schaaf
Thomas Schaaf Quelle: dpa

Neben den langzeitverletzten Leistungsträgern wie Philipp Bargfrede, Sebastian Boenisch und Nationalspieler Clemens Fritz hat sich jetzt auch Topstürmer Claudio Pizarro in die Verletztenliste eingetragen. Der Peruaner stürzte bei Glatteis auf sein rechtes Knie, sein Einsatz ist fraglich. Kein Grund zur Freude für Thomas Schaaf, der zwar im Trainingslager im sonnigen Dubai gut arbeiten konnte, aber dennoch mit der Vorbereitung in der seiner Ansicht nach zu kurzen Winterpause nicht ganz zufrieden ist.

Sorge um das Produkt Bundesliga


Denn die um zwei Wochen verkürzte Pause hält der Trainer vor allem mit Blick auf die Regeneration der Profis für gefährlich. "Wir sind bei der neuen Regelung nicht in der Lage, unseren Spielern die Pausen zu geben, die sie brauchen", sagte Schaaf. "Unsere Spieler sind höchstbelastet." Denn Werder steht im DFB-Pokal-Viertelfinale, in der Runde der letzten 32 in der Europa League und kämpft in der Bundesliga um die internationalen Plätze.

Für den Trainer wäre es keine Überraschung, wenn die Bundesligaprofis im Frühjahr oder am Ende der Saison müde werden. Generell werde das Produkt Fußball durch die kurze Winterpause nicht besser. "Wir müssen sogar aufpassen, dass wir es nicht kaputtmachen", warnte der Coach des DFB-Pokalsiegers.

Keine Alternativen


"Wir sind nicht in der Lage, Spieler so lange herauszulassen, um ihnen die nötige Zeit zur Erholung zu geben", ärgerte sich Schaaf gegenüber dem "Weser-Kurier". Denn alternativ bliebe ihm nur die Möglichkeit, Abstriche zu machen, um den Profis die nötige Erholung zu gewährleisten - zum Beispiel dadurch, Nationalspieler nach einer EM oder WM erst einmal "drei Wochen in Urlaub zu schicken und dann sechs Wochen Vorbereitung mit ihnen zu machen. Dann ist die Hinserie aber schon zur Hälfte gelaufen", sagte Schaaf.

Dass ausgerechnet zur Einführung der Kurzpause der Winter alle Register zieht, ist für Schaaf das Sahnehäubchen. "Ich glaube nicht, dass die Zuschauer Lust haben, sich bei Minusgraden ins Stadion zu setzen." Von den Bedingungen auf den Anfahrtswegen mal ganz zu schweigen. Wie und unter welchen Bedingungen Werder bei Eintracht Frankfurt in die Rückrunde gekommen ist, erfahren Sie am Samstagabend im "aktuellen sportstudio" von Thomas Schaaf persönlich.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet