Spielend halten

Zieler gehört zur neuen Generation der Torhüter

Früher hatte ein Torhüter eine feste Aufgabe: Tore verhindern. Heutzutage reicht das nicht mehr aus, um zwischen den Pfosten Karriere zu machen. Mitspielen und nicht mehr nur auf der Linie kleben bleiben wird von Zieler und Co. verlangt.

Ron-Robert Zieler von Hannover 96 ist einer der jungen Torhüter in der Bundesliga. Gemeinsam mit Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen, Kevin Trapp oder Thomas Kraft repräsentiert der 22-Jährige eine neue Generation der Keeper. Auf der Suche nach einem Torhütermodell in der Ära nach Oliver Kahn hat sich etwas Neues entwickelt: der mitspielende Torhüter.

Jung und souverän

Zieler ist ein sehr aktiver Schlussmann. Er beherrscht seinen Strafraum, hat in der Rückrunde der letzten Saison fast die meisten Flankenbälle abgefangen - nur Manuel Neuer fing mehr. Auch im Vereiteln von Großchancen hat Zieler mit 42 Prozent gehaltener Bälle einen Topwert und ist stark im Eins-gegen-eins. Nur elf Gegentore in 15 Spielen der Rückrunde 2010/11 sind ein Beleg für seine Qualitäten.

Zudem nimmt der 96er rege am Spielaufbau seiner Mannschaft teil. Mit durchschnittlich 49 Ballkontakten pro Spiel (in der Rückrunde) hat Zieler fast so viele Kontakte wie ein Feldspieler. Trotz seiner erst 22 Jahre strahlt der Youngster viel Ruhe aus und dirigiert seine Vorderleute so gut, dass Hannover nur wenige Großchancen zulässt.



Förderer Slomka

Mit Manuel Neuer hat Zieler neben der sportlichen Leistung eine weitere Gemeinsamkeit: Beide wurden jeweils von Trainer Mirko Slomka überraschend zur Nummer eins berufen: Neuer damals bei Schalke, Zieler zuletzt bei Hannover. Mit Neuer hatte Slomka ein gutes Händchen bewiesen. Und Zieler ist auf dem besten Wege, auch dahin zu kommen, wo Neuer heute steht: in die Nationalmannschaft. Bundestrainer Joachim Löw hat sich bereits mehrmals positiv über den modernen, mitspielenden Torhüter geäußert.

Slomka: "Ron hat sich super entwickelt"

Am Samstag ist Ron-Robert Zieler von 23 Uhr an zu Gast im "aktuellen sportstudio" bei Moderator Michael Steinbrecher.

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