Thomas Müller - Eine Bilderbuchkarriere

Der Stürmer hat es im Eiltempo nach oben geschafft

Thomas Müller ist in seinem dritten Profijahr beim FC Bayern, wurde Deutscher Meister und Pokalsieger. Seit eineinhalb Jahren ist er Nationalspieler, spielte eine WM, bei der er gleich Torschützenkönig wurde. Dabei ist Müller erst 22 Jahre alt.

Thomas Müller
Thomas Müller Quelle: imago

Die Geschichte von Thomas Müller erzählt sich ein wenig wie die vom Tellerwäscher zum Millionär. Innerhalb kürzester Zeit gelang dem Bayer der Sprung nach ganz oben. Eben noch ein unbekannter Amateurspieler, jetzt ein Fußballstar mit Weltruf. Vergleiche mit dem legendären Gerd Müller werden nicht gescheut, nicht nur wegen der Namensgleichheit. Auch im Abschluss vor dem Tor erinnert Thomas Müller an den Weltmeister von 1974.

Die Stationen nach oben

Im August 2008 debütierte Thomas Müller in der Bundesliga. Trainer Jürgen Klinsmann gab dem 3.-Liga-Spieler eine Chance, setzte den damals 18-Jährigen gegen den HSV erstmals ein. Insgesamt kam der Stürmer auf vier Bundesliga-Einsätze in der Saison. Im Achtelfinale der Champions League gegen Sporting Lissabon wurde er eingewechselt und schoss seinen ersten Treffer für die Bayern in einem Pflichtspiel.

Hoeneß' Schutz, Maradonas Unkenntnis

Thomas Müller
Thomas Müller Quelle: imago


In der Saison 2009/2010 avancierte Müller unter Trainer Louis van Gaal zur Stammkraft im Bayernspiel. Er lief in allen Bundesliga-, Champions-League- und DFB-Pokal-Partien auf. Seine konstant guten Leistungen sowie seine Torgefährlichkeit blieben auch Bundestrainer Joachim Löw nicht verborgen.
Bayern-Präsident Uli Hoeneß versuchte trotz der guten Leistungen seines Schützling auf die Euphoriebremse zu treten: "Kaum schießt einer drei Tore, soll er in die Nationalmannschaft", hatte Hoeneß noch vor der Nominierung beklagt. Müller solle sich erst einmal stabilisieren, so Hoeneß, der die schützende Hand über den jungen Stürmer legen wollte. Im März 2010 machte Müller mit 20 Jahren dann aber doch sein erstes Länderspiel, im Test gegen Argentinien.


Da war Müller international noch ein Nobody. Nach dem Spiel erkannte ihn der argentinische Nationaltrainer Maradona nicht auf der Pressekonferenz. Als der Argentinier den Youngster auf "seinem" Platz sitzen sah, wollte er gleich wieder den Raum verlassen, weil er sich am falschen Ort wähnte. "Ich wusste nicht, dass er ein Spieler ist", entschuldigte sich der Weltmeister von 1986 später. "Normalerweise sitzt da ein Trainer", so Maradona. Wer ist Thomas Müller?Aber spätestens im Viertelfinale der WM wenige Monate später lernte Maradona den Stürmer richtig kennen - mehr als ihm lieb war: beim 4:0-Erfolg der deutschen Mannschaft traf Thomas Müller zum 1:0.

Diego Maradona mißachtet Thomas Müller
Diego Maradona mißachtet Thomas Müller Quelle: GES

Wertvoller Jungstar

Bei der WM war der Jungstar im Sommer 2010 bereits Stammspieler im DFB-Team. Und als wäre das noch nicht bemerkenswert genug, holte sich Müller mit fünf Treffern und drei Vorlagen die Torjägerkrone bei der WM.

Mittlerweile ist Thomas Müller aus dem Spiel der Bayern nicht mehr wegzudenken. Seine Laufbereitschaft, sein Durchhaltevermögen, seine Schnelligkeit und Torgefährlichkeit machen ihn zu einem ungemein wertvollen Spieler des Rekordmeisters. Und mit 22 Jahren hat Müller noch eine lange Karriere vor sich.

Am Samstag ist Thomas Müller von 23 Uhr an zu Gast im "aktuellen sportstudio".

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