Watzke kennt das Geschäft

BVB-Boss ist zu Gast im "aktuellen sportstudio"

Hans-Joachim Watzke hat die Höhen und Tiefen des harten Fußball-Geschäfts mit Borussia Dortmund erlebt, die Krönung war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft in der vergangenen Saison. Doch aktuell läuft es nicht rund beim BVB.

Als Watzke vor sieben Jahren den mit 122 Millionen Euro hochverschuldeten Klub als Geschäftsführer übernahm, blickte er in eine ungewisse Zukunft. Der BVB taumelte am Rande der Insolvenz, aus dem ehemaligen Meister und Champions-League-Sieger war ein Durchschnittsverein geworden, bei dem sich die Trainer die Klinke in die Hand gaben.

Ganz nah am Abgrund


Heute sieht das anders aus. Der ehemalige Dortmunder Schatzmeister Watzke konsolidierte als Geschäftsführer den Verein und rettete die Borussia vor dem Bankrott. Mittlerweile steht der BVB auf gesunden Füßen, wenngleich an große finanzielle Sprünge noch nicht zu denken ist. "Wir sind zwar nicht üppig ausgestattet, aber doch so, dass wir keine Probleme mehr haben", sagte Watzke der "Baseler Zeitung".

Seine Anfangszeiten beim BVB haben Watzke geprägt. "Ich habe so tief in den Abgrund hineingeschaut, das werde ich nie mehr vergessen. Als ich in Dortmund anfing, sagte ich: Irgendwann wollen wir nur wieder über Fußball reden und nicht darüber, wie wir Geld beschaffen können." Das ist ihm gelungen.

Holpriger Start

Mit der Verpflichtung des damaligen Mainzer Kulttrainers Jürgen Klopp machte Watzke einen wahren Glücksgriff. "Er ist der beste Trainer, den wir uns überhaupt wünschen konnten", schwärmt Watzke. "Klopp ist eine Ausnahme, das weiß ich auch. Er hat einen Vertrag bis 2014, den wird er erfüllen", ist sich Watzke sicher. Unter Klopp spielte Dortmund in der letzten Saison tollen Fußball, begeisterte Fans und Fachleute. Lohn der überragenden Spielzeit: Der Titel.

Doch aktuell stottert der BVB-Motor: Verpatzter Saisonstart, lediglich sieben Punkte aus sechs Spielen haben die Schwarz-Gelben eingefahren, dazu wartet das Team seit sieben Monaten, dem 26. Februar 2011, als man 3:1 in München gewann, auf einen Auswärtssieg. Dennoch arbeitet man in Dortmund in aller Ruhe weiter - und ist davon überzeugt, dass sich der Erfolg wieder einstellen wird. Wie schnell, kann BVB-Boss am Samstagabend im Gespräch mit Katrin Müller-Hohenstein erläutern.

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