Weise peilt sein drittes Olympia-Gold an

Markus Weise weiß, wie sich olympischer Erfolg anfühlt. Er gewann als einziger Trainer weltweit mit einem Frauen- und einem Männerteam olympisches Gold. 2004 in Athen führte er die deutschen Hockey-Damen zum Sieg, vier Jahre später in Peking die deutschen Hockey-Herren. 2011 wurde Weise zum "Trainer des Jahres" gewählt. In London hat er wieder Großes vor - nämlich sein Olympiagold verteidigen. So langsam steigt die Spannung beim Hockey-Bundestrainer, verrät er im "aktuellen sportstudio".

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von Christian Lüttecke

Dass die Titelverteidigung kein Selbstläufer werden wird, ist Weise durchaus bewusst. "Es wird ein sehr enges, intensives Turnier werden, sagte der Bundestrainer im Mai Im ZDF-Interview und will sich nicht auf eine Prognose festnageln lassen. Eines ist ihm jedoch klar: "Wir zählen definitiv zum Favoritenkreis", so Weise. Dabei geht es ihm primär - zumindest im Gespräch - gar nicht darum, "der Goldmedaille hinterherzulaufen", sondern eher auf die eigene Leistung zu schauen.

Mit einfachen Regeln erfolgreich sein

Wenn man Weise beim Reden zuhört, könnte man fast den Eindruck gewinnen, er hätte bei den Fußballern ein Sprachtraining mitgemacht. Denn die dort gängigen Floskeln beherrscht auch er im Schlaf. Stimmt die eigene Leistung, dann kommt der Erfolg von ganz alleine - so die Devise des Gold-Coaches. Aber er muss es ja auch wissen, denn der Erfolg gibt ihm Recht. Seine Mannschaft habe ein enormes Potenzial, das es gelte, in London abzurufen.

Dass Weise sein Potenzial abrufen kann, hat er schon mehrfach bewiesen. Max Müller aus der Olympiamannschaft 2008 charakterisierte seinen Trainer einmal so: "Den einen Schlüssel für so einen außergewöhnlichen Erfolg gibt es wohl nicht. Doch wissen alle, die einmal mit Markus zusammengearbeitet haben, dass er ein gutes Gefühl für die entstehende Dynamik in seinen Mannschaften hat: So bezeichnete er seine Überraschungsolympiasiegerinnen von 2004 als ‚Wundertüten‘, während die Herren Mannschaft von 2008 aus seiner Sicht aus ‚Patienten, Chaoten und starken Typen‘ bestand“, sagte Müller ain seiner Laudatio auf den Trainer des Jahres.

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