Zidan und Mainz - das passt einfach

Der Ägypter ist wieder zu Hause - und Gast im "sportstudio"

In Dortmund war es still um ihn geworden, jetzt ist er wieder da. Mohamed Zidan ist zurück bei seinem Herzensverein, beim FSV Mainz 05. Dort, wo der Emotionsmensch Zidan seine größten sportlichen Erfolge feierte und wo ihn die Fans lieben.

Mohamed Zidan
Mohamed Zidan Quelle: dpa

Doch Zidan ist nicht mehr der, der er vor fünf Jahren noch war, als er das letzte Mal das Rot-Weiße Trikot der Nullfünfer übergezogen hatte. Damals waren dicke Autos und Party machen das Größte für den Ägypter. Doch er hat sich geändert: Die Geburt seines Sohnes Adam vor einem guten Jahr hat den "Filou" reifen lassen.

Die wilden Zeiten sind vorbei


"Am wichtigsten sind mir heute Familie und Job. Ich bin jetzt Vater, habe Verantwortung. Adams Lächeln macht mich glücklich - seine Geburt hat mich sehr, sehr verändert", sagte der Ägypter zur "Bild"-Zeitung. Damals habe er den Frühstücksraum des Hotels, in dem er wohnt, nur selten von innen gesehen, habe lieber lang und ausgiebig geschlafen. Diese Zeiten sind mittlerweile vorbei.

"Auf Rausgehen und Partys stehe ich nicht mehr. Nach dem Training geht's direkt heim. Bei der Familie zu sein, ist für mich heute das Schönste", sagt Zidan und fügt an: "Verantwortung macht erwachsen." Dass er dennoch gerne mal ein Witzchen macht oder die Kollegen hochnimmt, nimmt man ihm in Mainz nicht übel. "Er kommt rein in die Kabine und verbreitet gute Laune", sagte Eugen Polanski.

Glücklich, zu Hause zu sein


Zidan jedenfalls fühlt sich nach dem Wechsel in der Winterpause, der in letzter Minute noch zu platzen drohte, bei seinem neuen alten Klub sehr wohl. "Ich bin sehr glücklich, ich bin wieder zu Hause", sagte der Angreifer, der Jürgen Klopp vor dreieinhalb Jahren zu Borussia Dortmund gefolgt war.

"Ich ging auch nach Mainz, weil ich wusste, dass ich hier die größte Unterstützung kriege", begründete Zidan seine Rückkehr. Von Seiten des Vereins, der Zidan immer in bester Erinnerung hatte - und von seiten der Fans. Die lieben ihren "Mo" wie eh und je. Und bereiteten ihrem Rückkehrer bei seinem ersten Heimspiel einen Gänsehaut-Empfang. "Aber Samstag, die rot-weißen 'Mo'-Schilder auf der Tribüne... Ehrlich, da war ich sprachlos. Das war das Größte, was ich je erlebt habe", so Zidan.

Und er dankt es Fans und Verein auf seine Art. Drei Tore in drei Spielen sind seine bisherige Ausbeute. Zidan ist auf dem besten Weg, seine unglaubliche Serie von vor fünf Jahren zu brechen. Damals schoss er in 15 Spielen 13 Tore.

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