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Kohlschreiber verliert Einzel-Krimi - Halbfinale verpasst

Tennis - Davis-Cup-Viertelfinale

Deutschlands Tennis-Herren haben den Einzug ins Halbfinale des Davis Cups ganz knapp verpasst. Das deutsche Team musste sich in Valencia gegen Spanien mit 2:3 geschlagen geben und wartet damit weiter auf den ersten Einzug in die Vorschlussrunde seit 200...

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Die DTB-Auswahl verlor zum Abschluss am Sonntag beide Einzel und verabschiedete sich nach einer dramatischen Fünf-Satz-Pleite von Philipp Kohlschreiber mit einer 2:3-Niederlage aus dem traditionsreichen Nationenwettbewerb.

Packender Krimi ohne Happy End

David Ferrer
David Ferrer
Quelle: reuters

Nachdem sich die deutsche Nummer eins Alexander Zverev im Spitzenspiel gegen Rafael Nadal klar hatte geschlagen geben müssen, unterlag Kohlschreiber gegen David Ferrer nach einem packenden Match über 4:51 Stunden gegen David Ferrer 6:7 (1:7), 6:3, 6:7 (4:7), 6:4, 5:7. Zverev hatte es in der nervenaufreibenden Schlussphase auf der deutschen Bank ebenso wie Tennis-Ikone Boris Becker, Head of Men"s Tennis des DTB, kaum mehr auf den Sitzen gehalten.

Bei seiner 1:6, 4:6, 4:6-Niederlage gegen Superstar Nadal, dem seine über zweimonatige Verletzungspause kaum anzumerken war, war Zverev zuvor selbst chancenlos gewesen. Anschließend war er bemüht, seine Enttäuschung zu verbergen. "Ich habe gegen den besten Spieler aller Zeiten auf Sand gespielt", sagte der Hamburger: "Es ist nicht überraschend, dass ich verloren habe."

Zverev angefressen

Dennoch saß der 20-Jährige nach seiner vierten Niederlage im vierten Duell mit Nadal spürbar angefressen auf der Pressekonferenz. "Ich war müde, das versteht ihr einfach nicht", klagte er gegenüber den Journalisten. Durch seine verspätete Anreise vom ATP-Masters in Miami und "drei Wochen ohne einen freien Tag", habe er seine Bestform gar nicht können: "Ich bin kein Roboter, sondern ein Mensch." "

Der König gegen den Kronprinzen", hatte Valencias größte Lokalzeitung am Morgen des Duells getitelt. Und Nadal machte bei Kaiserwetter in Valencia eindrucksvoll klar, wer derzeit noch auf dem Thron sitzt. Der 31-Jährige dominierte den passiven Zverev quasi nach Belieben. Deutschlands Jungstar haderte mit den Linienrichtern, Ballkindern, dem Platz sowie sich selbst und war letztlich ohne Chance.

Am Freitag hatte Zverev noch durch einen souveränen Dreisatzsieg gegen Ferrer für die Führung gesorgt, Nadal gegen Kohlschreiber jedoch umgehend ausgeglichen. Jan-Lennard Struff (Warstein) und Tim Pütz (Frankfurt) rangen einen Tag später in einem fast fünfstündigen Duell Spaniens Spitzenduo Marc Lopez und Feliciano Lopez nieder. Für den Sieg reichte es trotzdem nicht.

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