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Sieg gegen Russland - Weinhold und Dissinger verletzt

Sport - Sieg gegen Russland - Weinhold und Dissinger verletzt

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft schaffte bei der EM in Polen den nächsten Hauptrundenerfolg. Gegen Russland gab es einen 30:29-Zittersieg - und zwei verletzte Leistungsträger.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 23.01.2017, 22:06

Siegesserie ausgebaut, das Halbfinale vor Augen: Die deutschen Handballer sind bei der EM weiter nicht zu stoppen. Das DHB-Team besiegte Russland im zweiten Hauptrundenspiel mit 30:29 (17:16). Einziger Wermutstropfen: Kapitän Steffen Weinhold und Christian Dissinger verletzten sich und drohen gegen Dänemark auszufallen.

Das DHB-Team darf sich nach dem Sieg über Russland auf ein "Endspiel ums Halbfinale" am Mittwoch (18.15 Uhr/ARD) gegen Dänemark freuen. Der zweimalige Europameister setzte sich am Sonntagabend gegen Spanien mit 27:23 (11:14) durch.

Der Einsatz von Kapitän Steffen Weinhold und Christian Dissinger sind gegen Dänemark allerdings fraglich. Weinhold und Dissinger zogen sich gegen Russland Muskelverletzungen zu. Art und Schwere der Blessuren waren noch nicht klar. "Es sieht bei beiden nicht gut aus. Wir werden auf jeden Fall nachnominieren", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Julius Kühn und Kai Häfner werden zum Team in Breslau stoßen.

Weinhold und Dissinger verletzt

Gegen Russland lieferte die DHB-Auswahl vor rund 6.200 Zuschauern ein Spiel wie eine Achterbahnfahrt mit vielen Höhen und Tiefen. Beste deutsche Werfer waren Dissinger mit sieben und Erik Schmidt mit sechs Toren. Kurz vor Schluss musste Kapitän Weinhold verletzt vom Platz.


"Wir haben es Gott sei Dank über die Bühne gebracht. Kompliment an die Jungs", lobte Sigurdsson.Die Anspannung vor der Partie war groß. Immerhin hatte Sigurdsson eindringlich vor der Stärke der unbequemen Russen gewarnt. Diese seien inzwischen weit weg von ihrem früheren Kraft-Handball. "Sie sind moderner geworden." Mit dem Startsignal wich zwar die Anspannung, wurde aber durch Unsicherheit abgelöst, die erst nach und nach verschwand.

Fahriger Beginn

Das DHB-Team agierte zunächst fahrig und in der Abwehr nicht konsequent genug. Nach Fehlwürfen und ungenauen Ballwechseln musste der WM-Siebte einem 4:7-Rückstand (8.) hinterherlaufen. Doch in gewohnter Manier zog sich die deutsche Mannschaft aus diesem Tief. In mühevoller Kleinarbeit holte sie die drei Tore auf und ging beim 11:10 (21.) erstmals in Führung.

Weil die Russen aber vor allem über ihre Kreisspieler gefährlich blieben und zu Toren kamen, konnte sich das deutsche Team nicht absetzen. Immer wieder musste es den Ausgleich hinnehmen, sicherte sich aber eine 17:16-Pausenführung.

Zitter-Ende

Mit zwei schnellen Tore erhöhten Steffen Fäth und Steffen Weinhold auf 19:16 (33.). Zwar schmolz der Vorsprung in Unterzahl auf 19:18 (36.). Doch mit drei Treffern nacheinander sorgten Christian Dissinger und Rune Dahmke für das 23:19 (40.) und die erste Vier-Tore-Führung.


Carsten Lichtlein, der in der 23. Minute für Wolff ins Tor gekommen war, bot seine beste EM-Leistung und entschärfte zahlreiche Würfe. Zudem steigerte sich die Abwehr um den 2,10-Meter-Hünen Finn Lemke. In der Schlussphase zog aber wieder der Schlendrian beim Torwurf ins deutsche Team ein. Der Vorsprung war beim 26:26 (52.) dahin und das DHB-Team musste zum Ende zittern.

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