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Podolski beendet DFB-Karriere

Sport - Podolski beendet DFB-Karriere

Mit dem Publikumsliebling verlässt ein weiterer Weltmeister die internationale Bühne. Podolskis Bilanz im DFB-Dress: 129 Spiele, 48 Tore und jede Menge Spaß.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 15.08.2017, 19:40

Lukas Podolski von Galatasaray Istanbul hat seinen Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft erklärt. Der Weltmeister von 2014 hat 129 Länderspiele für Deutschland bestritten und dabei 48 Tore erzielt.


"Ich habe dem Bundestrainer gesagt, dass ich ab sofort nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen werde. Ich trete kürzer und widme mich mehr anderen Dingen. Am meisten natürlich meiner Familie", schrieb Podolski auf Facebook.

Viertbester DFB-Torschütze

Wenige Wochen nach dem Rücktritt von Bastian Schweinsteiger am 29. Juli beendete damit der letzte schon beim deutschen Sommermärchen 2006 beteiligte Profi seine Laufbahn im DFB-Team. Podolski hatte am 6. Juni 2004 noch unter Teamchef Rudi Völler für Deutschland in Kaiserslautern beim 0:2 gegen Ungarn sein Debüt gegeben. Es folgten vier EM-Teilnahmen und drei WM-Teilnahmen - mit der Krönung des Titelgewinns 2014 in Brasilien. Mit 129 Länderspielen stieg der 31-Jährige zur Nummer drei in der ewigen DFB-Länderspielstatistik hinter Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (150) und Miroslav Klose (137) auf. 48 Treffer bedeuten Platz vier in der ewigen Torschützliste des Nationalteams.

Der Ex-Kölner und -Münchner ergänzte bei Facebook: "Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Die Nationalmannschaft war für mich immer Herzenssache, und das wird sie auch immer bleiben. Ich habe aber nach der EURO/Urlaub gespürt, dass sich mein Fokus verschoben hat. Alles hat seine Zeit - und meine Zeit beim DFB ist vorbei."

"Vorbild an Professionalität und Einstellung"

Seinen letzten Einsatz im DFB-Trikot hatte er bei der EM beim 3:0 im Achtelfinale gegen die Slowakei, als er in der 72. Minute für Julian Draxler eingewechselt wurde. Schon bei der WM in Brasilien war Podolski nicht mehr erste Wahl von Bundestrainer Joachim Löw und kam nur zu zwei Einsätzen.

Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff haben Lukas Podolski für dessen Karriere in der Fußball-Nationalmannschaft großes Lob und große Anerkennung ausgesprochen. "Auf ihn war und ist Verlass, bei aller Lockerheit und Leichtigkeit, für die er steht, ist er ein Vorbild an Professionalität und Einstellung, dem Erfolg hat er immer alles untergeordnet, auch sich selbst. Er hatte einen festen Platz in der Nationalmannschaft, für die er immer alles gegeben hat", wird Löw auf der DFB-Homepage zitiert.

"Riesiger Sympathieträger"

"Mit Poldi verliert die Nationalmannschaft einen leidenschaftlichen Fußballer und riesigen Sympathieträger, der uns und den Fans im Nationaltrikot fehlen wird", sagte Bierhoff. Podolski habe sich zu einer "Marke entwickelt" und sei sich "dabei immer treu geblieben."

"Mit seiner Spielweise, seiner vorbildlichen Einstellung, seiner offenen Art und seinem sozialen Engagement ist er zum Liebling vieler Fans und zur Integrationsfigur geworden", meinte DFB-Präsident Reinhard Grindel.

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