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Bayern gewinnen Torspektakel gegen Heidenheim

DFB-Pokal-Viertelfinale: Auch Bremen, Leipzig und der HSV siegreich

Neun Tore in München! Der FC Bayern besiegt in einer turbulenten Partie mit einem Platzverweis und zwei Elfern Zweitligist Heidenheim mit 5:4 (1:2). Auch Werder Bremen, RB Leipzig und der Hamburger SV haben das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht.

Thomas Müller zieht ab
Bayern-Angreifer Thomas Müller gegen Heidenheim
Quelle: ap

FC Bayern München - 1. FC Heidenheim 5:4 (1:2)

In einem wahren Pokal-Krimi konnte der FC Bayern einen K.o. vor dem Bundesliga-Topspiel gegen Dortmund so eben noch abwenden. Auch wegen einer über 75-minütigen Unterzahl ließen die Gastgeber gegen den entfesselt auftretenden Zweitligisten 1. FC Heidenheim jede Souveränität vermissen und erreichten die Runde der letzten Vier nur dank seiner individuellen Klasse. Die Münchner siegten nach einer Roten Karte für Niklas Süle (16. Minute), der Robert Andrich nur mit einem Foul stoppen konnte, das Schiedsrichter Guido Winkmann nach dem Videostudium als Notbremse und somit rotwürdig beurteilte, mit 5:4 (1:2).

Der Spielverlauf riss die 75.000 Zuschauer mit: 1:0, 1:2, 4:2, 4:4 hießen die Durchgangsstationen bis zum entscheidenden Treffer von Robert Lewandowski. Der eingewechselte Torjäger verwandelte in der 84. Minute einen Handelfmeter zum Happy End für die Bayern. Zuvor hatten Leon Goretzka (12.), Thomas Müller (53.), Lewandowski (56.) und Serge Gnabry (65.) für die wankenden Münchner getroffen. Bei den Gästen, die nach dem Platzverweis von Süle so richtig aufdrehten, wäre der dreifache Torschütze Robert Glatzel (26./74./77., Foulelfmeter) beinahe zum Pokalhelden geworden. Die 2:1-Pausenführung hatte Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer erzielt.

Schalke 04 - Werder Bremen 0:2 (0:0)

Werder Bremen setzte seinen Höhenflug fort und kann nun von seiner elften Final-Teilnahme träumen. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt setzte sich nach einer umkämpften Partie am Ende dank höherer Effektivität mit 2:0 (0:0) beim weiter kriselnden FC Schalke 04 durch. Vor 61.597 Zuschauern sorgten Torjäger Milot Rashica (65.) und Davy Klaassen (72.) für den den zweiten Erfolg der Bremer im siebten Pokalduell mit den Königsblauen.

Werder, sechsmalige Pokalsieger, hat nach zwölf Pflichtspielen ohne Niederlage zwei Chancen auf den Europacup-Einzug. Für Schalke war es schon das 17. Viertelfinal-Pokal-Heimspiel; erst das zweite haben sie nun verloren. Vor gut drei Wochen, beim 2:4 im Bundesligaduell in Bremen, saß noch Domenico Tedesco auf der Trainerbank, vier Tage später folgte das 0:7-Debakel in der Champions League bei Manchester City. Nun gingen auch im DFB-Pokal mit Interimstrainer Huub Stevens die Lichter aus.

FC Augsburg - RB Leipzig 1:2 n.V. (1:1, 0:0)

Leipzig darf dank Marcel Halstenberg weiter von der ersten großen Trophäe der Vereinsgeschichte träumen. Die Mannschaft von Ralf Rangnick setzte sich beim FC Augsburg knapp mit 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung durch und steht erstmals im Halbfinale (23./24. April). Der FCA verpasste nach 2010 die zweite Teilnahme an der Vorschlussrunde.

Halstenberg (120.+1) sorgte per Handelfmeter für die späte Entscheidung, Michael Gregoritsch hatte den Ball zuvor klar mit dem Arm berührt. In der regulären Spielzeit hatte Timo Werner (74.) den Viertelfinal-Neuling zunächst in Führung gebracht, vorausgegangen war ein Patzer des Ex-Leipzigers Georg Teigl. Alfred Finnbogason (90.+4) erzwang aber die Verlängerung. Leipzig bleibt damit nach dem elften Pflichtspiel ohne Niederlage (acht Siege) auf Erfolgskurs.

SC Paderborn - Hamburger SV 0:2 (0:0)

SC Paderborn - Hamburger SV: Pierre-Michel Lasogga
Pierre-Michel Lasogga nach seinem Doppelpack
Quelle: dpa

Pierre-Michel Lasogga beförderte den HSV erstmals seit 2009 wieder ins DFB-Pokal-Halbfinale und sorgte im Gegensatz zum Skandalspiel vor 15 Jahren in Paderborn (s.u.) für ein Happy End der Hanseaten. Der Mittelstürmer erzielte im Duell der Zweitligisten beide Treffer zum 2:0 (0:0). Lasogga traf zunächst in der 54. Minute nach einer Ecke per Kopf zur Führung, dann zeigte er sich auf Zuspiel von Orel Mangala eiskalt vor dem Tor (68.). Für den Mittelstürmer waren es bereits die Pokal-Treffer Nummer fünf und sechs. Letztmals stand der HSV in der Saison 2008/09 im Halbfinale, wo gegen Nordrivale Werder Bremen aber Endstation war.

Das Wiedersehen im Pokal zwischen beiden Teams sorgte vor 15.000 Zuschauern für Brisanz: Am 21. August 2004 hatte Schiedsrichter Robert Hoyzer beim 4:2 des damaligen Drittligisten Paderborn gegen den HSV das Spiel verschoben, als er zwei Elfmeter und eine Rote Karte gegen den Favoriten aus der Ersten Liga ausgesprochen hatte.

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