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DFB-Team gewinnt letzten EM-Test

Sport - DFB-Team gewinnt letzten EM-Test

Sechs Tage vor dem Start der EM gelingt der DFB-Elf von Bundestrainer Joachim Löw gegen Ungarn durch ein Eigentor von Adam Lang und dem Treffer von Thomas Müller die Generalprobe in Gelsenkirchen.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 04.06.2017, 11:00

Fußball-Weltmeister Deutschland hat eine erfolgreiche Generalprobe für die EM in Frankreich gefeiert. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw besiegte Ungarn in Gelsenkirchen mit 2:0 (1:0). Am 12. Juni startet das DFB-Team gegen die Ukraine in die Endrunde.

Adam Lang (39.) brachte die deutlich überlegenen Gastgeber vor rund 50.000 Zuschauern auf Schalke per Eigentor in Führung, Thomas Müller legte zum Endstand nach (63.). Allerdings übersah Schiedsrichter Martin Strömbergsson (Schweden) vor beiden Toren Abseitsposition der Vorlagengeber Jonas Hector und Mario Gomez. Bastian Schweinsteiger wurde 22 Minuten vor dem Ende eingewechselt.

Für 30 oder 45 Minuten reiche es schon, sagte der Kapitän im ZDF. Er sei in der Vorbereitung weiter als vor der WM 2014, als er quasi nichts habe machen können. "Es war ein vernünftiger Test. Wir haben den Ball gut laufen gelassen und hinten wenig zugelassen. Das war absolut in Ordnung", sagte Champions-League-Sieger Toni Kroos.

Götze statt Gomez in der Spitze

Löw hatte vor dem Anpfiff für zumindest eine Überraschung gesorgt: Statt des erwarteten Gomez bot er WM-Held Mario Götze in der Spitze auf. Als rechter Außenverteidiger durfte der Schalker Benedikt Höwedes ran statt des jungen Münchners Joshua Kimmich. Auf der seit der Verletzung von Marco Reus vakanten Position links vorne erhielt wie im Training
absehbar der frühere Schalker Julian Draxler eine Chance. Er bekam den Vorzug vor Geburtstagskind Lukas Podolski. Der 31-Jährige kam später als Joker.

Einen Auftakt nach Maß - eben durch die sehr agilen Götze und Draxler - verhinderte nur eine weitere Fehlentscheidung von Strömbergsson, dieses Mal aber gegen den Weltmeister. Nach einem Pass des Münchners schob der Wolfsburger den Ball nach 57 Sekunden eindeutig nicht aus Abseitsposition über die Linie, der Schwede pfiff dennoch.

Neuer mit Unsicherheit

Insgesamt wirkte das DFB-Team konzentriert und ließ den harmlosen Ungarn wenig Luft. In der 11. Minute verhinderte der Ex-Herthaner Gabor Kiraly gegen Müller das 1:0, nach dem anschließenden Eckball von Toni Kroos köpfte Antonio Rüdiger freistehend vorbei. Auf der Gegenseite zeigte Torhüter Manuel Neuer bei einem Schuss von Gergö Lovrencsis eine seltene Schwäche und hatte Glück, dass der Hannoveraner Adam Szalai beim unverhofften Abpraller im Abseits stand (15.).

So stand wie gegen die Slowakei (1:3) ein guter Beginn ohne den erhofften Ertrag, und wie am Sonntag fand der Außenseiter nach etwa 25 Minuten plötzlich ins Spiel. Nach 27 Minuten ließ Rüdiger Szalai zunächst aus den Augen, rettete aber im letzten Moment. Noch sorgenvoller als die Entwicklung des Spiels verfolgte Löw zwei Schrecksekunden um Jerome Boateng und Sami Khedira. Der Abwehrchef musste früh am rechten Oberschenkel behandelt werden, der erst aus einer Verletzung kommende Khedira bekam einen Schlag auf den Knöchel (31.) und blieb nach der Halbzeit in der Kabine. "Eine Vorsichtsmaßnahme", sagte Löw nach der Partie im ZDF.

Umstellungen nach der Pause

Sechs Minuten vor der Pause gelang dann die zumindest zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Führung - und bezeichnenderweise war es ein Missgeschick der Ungarn: Nach einer Hereingabe von Hector drückte Lang den Ball vor Götze über die Linie.

In der Pause wechselte Löw zwei Spieler, aber mehrere Positionen. Emre Can ersetzte Hector, für Khedira kam Gomez, Götze ging zurück ins zentral offensive, der bis dahin schwache Mesut Özil rückte - wie beim 4:1 gegen Italien - neben Kroos auf die Sechs.
Das Löw-Team gewann die Spielkontrolle zurück. Nach einem langen Ball von Boateng scheiterte Gomez per Kopf an Kiraly, Müller vollstreckte

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