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DFB-Team feiert Auftaktsieg

Sport - DFB-Team feiert Auftaktsieg

Die DFB-Elf ist mit einem mühevollen 2:0 über die Ukraine in die EM gestartet. Shkodran Mustafi köpfte in der 19. Minute das 1:0, Bastian Schweinsteiger machte in der Nachspielzeit alles klar.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 12.06.2017, 21:00

Die deutsche Nationalmannschaft ist erfolgreich in die EM in Frankreich gestartet. Der Weltmeister gewann in Lille gegen die Ukraine mit 2:0 (1:0), hatte in der ersten Halbzeit aber einige Mühe. Die Tore erzielten Shkodran Mustafi (19.) und Bastian Schweinsteiger in der Nachspielzeit.

"Ich bin sehr froh, dass wir gewonnen haben und dass es auch mir gut geht", sagte Schweinsteiger, der lange mit einer Knieverletzung gekämpft hatte, in der ARD. Zufrieden war auch der andere Torschütze. "Wir haben gewonnen und sogar noch zu Null gespielt - wir haben also eigentlich alles erreicht", sagte Mustafi.

Bundestrainer Joachim Löw hatte sich im ersten Spiel bei der Endrunde in Frankreich für Torwart Manuel Neuer als Kapitän entschieden. In der Spitze bekam zunächst Mario Götze den Vorzug gegenüber Mario Gomez. Neben Jerome Boateng spielte Mustafi in der Innenverteidigung, auf der rechten Seite der Viererkette bot Löw Benedikt Höwedes auf.

Neuer hält Führung fest

Gerade die Hintermannschaft des Weltmeisters stand vor 43.035 Zuschauern in Lille dann auch mehr im Blickpunkt als erwartet. Keeper Neuer musste in der ersten Halbzeit  zweimal eine Glanzparade auspacken, einmal rettete Boateng spektakulär auf der Linie. Auch für die Führung sorgte ein Defensivmann. Nach einem Freistoß von Toni Kross köpfte Mustafi in der 19. Minute unhaltbar ein. Im zweiten Durchgang hatte das DFB-Team die Partie besser im Griff und fuhr am Ende die ersten drei Punkte ein. "Wir mussten die Abwehr immer mal wieder umstellen, das muss man berücksichtigen. Wir wussten aber auch, dass die Ukraine gute Standards hat - da war es schon gefährlich für uns", sagte Löw.

Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes blieb damit auch im zwölften Auftaktspiel bei einer EM-Endrunde ungeschlagen. Für Löw war es bei seinem fünften Turnier als Cheftrainer auch der fünfte Sieg im ersten Spiel. Am Donnerstag geht es im Stade de France in St. Denis gegen Polen bereits um den Sieg in der Gruppe C. Die Polen hatten zuvor den EM-Neuling Nordirland 1:0 (0:0) besiegt. Im Duell mit der Mannschaft um Bayern-Star Robert Lewandowski wird sich der Weltmeister aber vermutlich steigern müssen - nicht nur in der phasenweise wackelnden Hintermannschaft.

Schweinsteiger krönt Kurzeinsatz

Götze fehlte die Bindung zum Spiel, Thomas Müller konnte sich kaum in Szene und Mesut Özil nicht die erhofften Akzente setzen - bis zur 86. Minute, als er alleine vor dem ukrainischen Schlussmann Pjatow scheiterte. Einzig Kroos gelang es hin und wieder, für Ordnung und Gefahr im Spielaufbau zu sorgen. Sein Fernschuss touchierte die Querlatte (52.). Am Ende bekam Schweinsteiger noch einen Kurzeinsatz (90.), den er mit seinem Treffer zum 2:0 abschloss. Die Ukrainer waren weit aufgerückt und wurden vom DFB-Team ausgekontert.

Fast ein ganzes Spiel früher musste Neuer das erste Mal unter Beweis stellen, wieso er als bester Torwart der Welt gilt. Höwedes kam in der 4. Minute zu spät, Jewgeni Konopljanka zog ab und Neuer parierte sehenswert zur Ecke. Später musste Neuer auch Jewgeni Chatscheridi (27.) sein Können unter Beweis stellen und lenkte den Ball über die Latte. Die beste Chance für das deutsche Team hatte nach Vorarbeit von Julian Draxler und Thomas Müller noch Jonas Hector (13.), der Kölner traf den Ball nicht richtig.

Boateng rettet artistisch

Dafür gelang Mustafi ein wunderbarer Kopfball nach einem Freistoß von Kroos - das Resultat war sein erster Treffer im elften Länderspiel. Sami Khedira hätte die Führung ausbauen können (29.), scheiterte nach Vorlage von Kroos aber am aufmerksamen Pjatow.  Noch eine Spur artistischer als die Paraden von Neuer war die Rettungstat von Boateng, der in der 37. Minute sein eigenes Eigentor verhinderte - im Rückwärtsfallen schlug er den Ball von der Torlinie.

Vor dem Spiel hatten deutsche Hooligans für Negativschlagzeilen gesorgt. Mehr als 50 Krawallmacher griffen gegen 17:30 Uhr in Lille ukrainische Fans an. Und das an dem Tag, an dem auf Einladung des DFB Daniel Nivel im Stadion saß, jener Polizist, den 18 Jahre zuvor deutsche Hooligans fast zu Tode geprügelt hatten - im 30 Kilometer entfernten Lens.

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