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Wiedersehen mit der Übermannschaft

Kanadas Taylor Hall in Aktion

Sport - Wiedersehen mit der Übermannschaft

Die Tür zum WM-Viertelfinale hat sich nach dem 5:1 gegen die Slowakei für das DEB-Team ein Stück weiter geöffnet.

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Den ersten Sieg hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der laufenden WM gegen Slowakei einfahren können.  Wohl zwei weitere Erfolge sind für das Erreichen des Viertelfinales nötig. Doch zunächst geht es am Donnerstag gegen Kanada darum, nicht erneut unterzugehen.

Schon 2015 marschierten die Kanadier ungeschlagen zum WM-Titel. Und auch beim diesjährigen Turnier in Russland spielen sie wieder Eishockey von einem anderen Stern.

Drei Siege in drei Spielen, 20:2 Tore – die bisherige Bilanz der Kanadier bei der Weltmeisterschaft in Moskau und St. Petersburg erinnert an die Dominanz des FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga. Unter anderem musste Team USA dran glauben: Beim 5:1 gaben sich die Kanadier keine Blöße. Ist gegen diese Mannschaft für das DEB-Team überhaupt ein Kraut gewachsen? Tobias Rieder, einer der deutschen NHL-Jungstars, glaubt daran: "Im Eishockey ist nichts unerreichbar."

Erinnerungen an ein Debakel

Dabei weiß Rieder zweifellos, dass es schwer wird. Er war dabei, als die deutsche Mannschaft bei der WM im Vorjahr gegen Kanada mit 0:10 unterging. Es war damals der Ausreißer in einem ansonsten sehr soliden Turnier der Deutschen. Dennoch ist klar: die Latte hängt extrem hoch. Der Fokus wird daher weniger auf einem Punktgewinn liegen als vielmehr darauf, sich gegen das Eishockey-Mutterland gut aus der Affäre zu ziehen – und daraus Selbstvertrauen zu gewinnen. Für einige der jüngeren deutschen Spieler wird es zudem das erste Aufeinandertreffen mit Superstars wie Corey Perry (Anaheim Ducks) oder Taylor Hall (Edmonton Oilers) sein.

"Es ist etwas Besonderes, wenn man gegen eine solche Startruppe spielen darf", sagt DEB-Kapitän Marcel Goc, der zu viel Ehrfurcht allerdings nicht gelten lässt: "Vielleicht können wir sie ja ein bisschen ärgern." Auch DEB-Hoffnung Leon Draisaitl (Edmonton Oilers) kennt die Qualitäten der Kanadier ganz genau: "Sie spielen sehr zielstrebig und schnell, gehen hart zum Tor. Darauf müssen wir uns einstellen."

Wiedersehen mit Freunden

Draisaitl freut sich dabei auch auf ein Wiedersehen mit drei Teamkollegen aus Edmonton, Torwart Cam Talbot und den Angreifern Taylor Hall und Connor McDavid: "Das sind alles gute Freunde von mir. Es wird cool, gegen sie zu spielen." McDavid ist vielleicht die interessanteste Personalie in den Reihen der Kanadier: Mit seinen gerade mal 19 Jahren gilt er als kommender Superstar. In seinem ersten Profijahr verpasste er zwar verletzungsbedingt fast die Hälfte der Hauptrunde, kam aber dennoch auf starke 48 Punkte. Nun ist er einer der Finalisten im Rennen um die Auszeichnung als bester Liga-Neuling.


Wie kein anderer steht das Ausnahmetalent für die Verjüngung der kanadischen Mannschaft. Nur vier Spieler sind älter als 25 Jahre. Zum Vergleich: bei den Deutschen sind es 19 Akteure. Allein der physische Vorteil dürfte daher enorm sein – vom spielerischen einmal abgesehen. Jungstar Draisaitl bleibt jedoch cool: "Das wird eine gute Herausforderung für uns."

Im Turnier angekommen

Die deutsche Mannschaft geht in jedem Fall mit Rückenwind in die Partie. Das überraschende 5:1 gegen Ex-Weltmeister Slowakei brachte Selbstvertrauen – und das Gefühl, dass bei dieser WM noch etwas geht. Kapitän Goc: "Wir sind jetzt im Turnier angekommen." Gerade rechtzeitig vor der wohl schwersten Partie.

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