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Biathlon fällt Sturm zum Opfer, Rebensburg verpasst Kugel

Sport - Biathlon fällt Sturm zum Opfer, Rebensburg verpasst Kugel

Schockmoment beim Biathlon-Weltcup in Chanty: Ein Lichtmast gab dem Sturm nach und krachte in das Schießstand-Gelände. Die Massenstarts abgesagt. Die Athleten zeigten sich erleichtert.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 20.03.2017, 10:54

Heftige Böen und ein umgefallener Flutlichtmast: Die Massenstarts beim Biathlon-Weltcup in Chanty-Mansijsk wurden abgesagt. Bei besten Bedingungen gewann Viktoria Rebensburg in St. Moritz den Riesenslalom der Damen, verpasste aber denkbar knapp den Triumph im Disziplinenweltcup.

Sturm, und dann noch ein Flutlichtmast, der in die Schießstandanlage kippte: Beim Finale der Biathleten in Chanty-Mansijsk lief alles gegen die Austragung der letzten Rennen dieser Saison. "Sicherheit ist die Nummer eins, und die können wir nicht garantieren", sagte Borut Nunar, Renndirektor des Weltverbandes IBU, dem ZDF.

Dahlmeier um Chance gebracht

Die Zuschauer waren gebeten worden, das Stadion zu verlassen. Auf der Strecke lagen herabgestürzte Äste, auch Bäume sollen umgestürzt sein.

"Ich glaube, wir müssen nicht diskutieren. Ich bin überglücklich, dass zu diesem Zeitpunkt niemand auf der Strecke war. So wie es heute ist - das ist einfach zu viel", sagte Nunar.

Die wetterbedingte Absage raubte Laura Dahlmeier die Chance, die kleine Kristallkugel für den Sieg in der Disziplinwertung zu gewinnen. Die 22-Jährige hätte am Sonntag die Tschechin Gabriela Soukalova und Marie Dorin Habert aus Frankreich noch überholen können.

45 Podestplätze für DSV-Skijäger

Aber auch trotz dieser verpassten Möglichkeit freute sich Dahlmeier, mit fünf Siegen die erfolgreichste Biathletin des Winters, über eine hervorragende Saison.

Der Sieg von Simon Schempp am Samstag in der Verfolgung von Chanty war damit der krönende Abschluss einer aus deutscher Sicht erfolgreichen Saison. Insgesamt standen die DSV-Asse 45 Mal auf dem Podest - mehr deutsche Top-3-Plätze gab es zuletzt vor sieben Jahren.

Rebensburg fehlen zwei Punkte zur Kugel

Mit einem kleinen Wermutstropfen endete für Skirennläuferin Viktoria Rebensburg ihre alpine Saison. Trotz eines fulminanten Schlussspurts und ihres 13. Weltcupsieges verpasste Rebensburg hauchdünn die kleine Kristallkugel in der Disziplinenwertung.

Die Olympiasiegerin raste beim Saisonfinale in St. Moritz/Schweiz noch von Rang acht im ersten Lauf zum Sieg. Weil ihre Rivalin Eva-Maria Brem, Führende nach dem ersten Durchgang, im Finale noch Platz vier belegte, ging der Triumph an die Österreicherin. Brem lag nur 0,04 Sekunden vor Rang fünf, mit dem sie den Gesamtsieg in der Disziplin an Rebensburg verloren hätte.

Rebensburg hatte die kleine Kristallkugel 2011 und 2012 gewonnen. Zu ihrem dritten Gesamterfolg fehlten ihr diesmal nur zwei Punkte. "Es war echt spannend. Wenn das Ziel 20 Meter weiter weg gewesen wäre, hätte es wohl gereicht", sagte Rebensburg im ZDF und zollte der Konkurrentin ihren Respekt: "Die Eva hat sich's wirklich verdient, ich war am Anfang der Saison zu weit weg. Es ist trotzdem ein schöner Tag für mich."

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