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Draxler-Wechsel zu Paris St. Germain perfekt

PSG zahlt über 40 Millionen Euro

Julian Draxler und der VfL Wolfsburg haben ihre glücklose Beziehung aufgekündigt. Der Wechsel des 23 Jahre alten Nationalspielers zum französischen Meister Paris St. Germain ist perfekt, die Ablösesumme soll bei mindestens 42 Millionen Euro liegen.

Julian Draxler
Julian Draxler Quelle: dpa

Draxler trifft in der französischen Hauptstadt auf den früheren Frankfurter Torhüter Kevin Trapp und kann sich sogleich auf die Champions-League-Achtelfinals gegen den FC Barcelona am 14. Februar und 8. März freuen.

In der Krise

Dass es Spiele solcher Größenordnung derzeit in Wolfsburg nicht gibt, lag auch an Draxler. Der vor anderthalb Jahren für rund 36 Millionen Euro vom FC Schalke 04 als vermeintlicher Nachfolger für den Fußballer des Jahres 2015 Kevin De Bruyne geholte Offensivspieler fühlte sich beim VW-Klub und in Wolfsburg nie wohl und erfüllte die Erwartungen nicht. Mit Draxler rutschte der VfL in die Krise und spielt in dieser Saison nur gegen den Abstieg.

"Natürlich bedauere ich einerseits den Weggang von Julian, denn er ist ein herausragender Fußballer. Andererseits denke ich, dass dieser Schritt für alle Seiten der richtige ist", sagte VfL-Coach Valérien Ismaël, der als Nachfolger des beurlaubten Dieter Hecking Draxler zwischenzeitlich sogar aus dem Kader genommen hatte.

Problem gelöst

Mit dem verspäteten Wechsel - Draxler wollte eigentlich im Sommer schon unbedingt weg - hat VfL-Manager Olaf Rebbe nun das größte Problem im von Klaus Allofs unglücklich zusammengestellten Kader gelöst. Für den bisherigen Assistenten von Allofs ist der Transfer auch angesichts der nicht für möglich gehaltenen Höhe der Ablösesumme ein wichtiger Erfolg. Zusammen mit Geschäftsführer Tim Schumacher hatte Rebbe bis Freitagabend mit PSG gerungen, ehe der VfL "grundsätzliche Einigung" verkündete.

Rebbe hat damit die erste Bewährungsprobe auf dem Weg zu einer dauerhaften Managertätigkeit als Nachfolger des beurlaubten Allofs bestanden. Aus VW-Kreisen hieß es zuletzt, die Transferperiode im Winter sei eine große Chance für den 38-Jährigen. Aktuell sucht der von VW dominierte Aufsichtsrat nicht mehr nach einem neuen Geschäftsführer Sport. Aufsteigen in die Geschäftsführung soll Rebbe aber nicht, selbst wenn er sich als dauerhafter Manager qualifiziert.

Neue Chance

Für Draxler ist der Wechsel eine sportliche Chance bei seiner ins Stocken geratenen Karriere. Schon in seiner Heimat Gelsenkirchen hinterließ er angesichts seines Wechsels nach Wolfsburg nicht die besten Erinnerungen. 2013 hatte der FC Schalke noch Leinwände mit Draxlers Konterfei und der Aufschrift "Julian Draxler: Mit Stolz und Leidenschaft bis 2018" anlässlich dessen Vertragsverlängerung durchs Ruhrgebiet fahren lassen.

In Wolfsburg war fortan wenig von echter Identifikation mit dem VfL zu spüren, obwohl auch der VW-Klub dies mit einer PR-Aktion suggeriert hatte. "Wolfsburger. Mit jeder Faser" stand auf Plakaten mit Draxlers Bild, mit denen der Verein für das Heimtrikot zur Saison 2016/2017 geworben hatte.

Schalke verdient mit

Späte Genugtuung für Schalke: Die Königsblauen partizipieren ebenfalls am Deal mit Paris und bekommen nach Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) knapp vier Millionen Euro.

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